Schulmeisterschaften - Start: Pöhlitz / LCA
Besser Deutsche Schulmeisterschaften als Bundesjugendspiele © – Ein Kommentar von Lothar Pöhlitz*
Die Kinder sind nicht schuld, dass sie im Schulsport zu wenig bewegt werden
Deutschland gehört nicht mehr zu den besten, den guten in der Welt, nicht in der Wirtschaft, in der Wissenschaft, der Infrastruktur, in der Bildung, Digitalisierung, der Verteidigung und auch nicht im Sport. Eine bessere Zukunft aber erfordert Veränderung, handeln, keine Sprüche. Germany muß zurückwollen in die Zeit seiner Konkurrenzfähigkeit in der Bildung, Wirtschaft und im Sport.
Das aber bedeutet vor allem Arbeit, neue Ansprüche und Wettkämpfe. Da liest man tatsächlich „Bundesjugendspiele sollen nach dem Willen der Bildungsministerkonferenz auch an den Grundschulen wieder leis-tungsorientierter werden – wenn die Schulen dies wollen“.
Vielleicht bestimmen diese Minister demnächst auch ob oder was in Mathe, Englisch, Deutsch, Chemie oder Biologie für Deutschlands nicht mehr gebraucht wird oder nur für die die es wollen, weil wir ja jetzt KI haben. Das der Sportunterricht an zu vielen Schulen seit Langem auf Minimumstunden läuft und von fachfremden Lehrern „begleitet“ wird haben diese Minister bestimmt auch gelesen.
„Er muss die Frage beantwortet werden welchen Stellenwert eine Sport-, Spiel- und Bewegungskultur in unserem Schulwesen einzunehmen hat. Eine neue gesellschaftspolitische Standortbestim-mung des Hochleistungssports ist somit für Deutschland unverzichtbar.“ (Prof. Dr. Helmut Digel)
Deutschland hat sich schon einmal aus dem Tief ganz unten gekämpft, aus den Trümmern nach dem verlorenen II. Weltkrieg. Ich habe 1945 in der 5.Klasse im Gymnasium selbst miterlebt wie in Bildung und 3-4x wöchentlich im Sportunterricht investiert wurde. Animiert studierte ich 10 Jahre später an der 1950 neu errichteten Sporthochschule DHfK Leipzig, Orientierung auf Schul- und Leistungssport. Dese wichtige Investition um 1950 geschaffen, führte zu den sportlichen Erfolgen der DDR. Nach Barcelona 1992 – Ost und West gemeinsam – hatte aber alles ein Ende, sogar der Unterbau wurde offensichtlich von den neuen Bestimmern aus dem „Programm“ genommen, die DHfK aufgelöst.
BILDUNG, ERZIEHUNG, TRAINER UND SPORTLEHRER AUCH FÜR GERMANY´S SPORT-ZUKUNFT BEI OLYMPISCHEN SPIELEN
Sicher werden sich die Älteren unter uns, aus der Zeit nach dem II. Weltkrieg in Trümmern und der „Bückware“ im Osten, noch an den Song erinnern: „Nun wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt“. Eigentlich leben wir heute, im Vergleich zu den Nachkriegsjahren, in einem Schlaraffenland, haben aber offensichtlich vergessen das andere Länder anders für ihr Land, ihre Heimat, für Podiumsplätze ackern, uns in vielen Bereichen keinen Platz unter den Besten lassen.
Im Leistungssport ging es seit der tollen Germany-Olympiahochzeit 1992 in Barcelona bergab und sie haben sicher verfolgt wie Afrika, USA und sogar die Schweiz Hochleistungssport machen.
Endlich müssen auch unsere Kids bewegt und umfassend auf ein gesundes, langes Leben und die Rente vorbereitet werden. Mehr und anspruchsvollere Sportstunden „schaffen“ fittere motivierte Kinder. die auch aufmerksamer und aufnahmefähiger im Unterricht sind. Damit finden wir auch besser Talente.
In den 16 Ländern Bildung – und Schulsport-Wende mit Landes – Schulsport-Meisterschaften wollen
Alle die gegenwärtig in den Führungspositionen der Bildung und des Sports, vor allem des Schulsports sind, werden in 15-20 Jahren Rechenschaft ablegen müssen, wenn Deutschland und Germany in der Wirtschaft und im Hochleistungssport immer noch zu den Verlierern in der Welt gehört.
Deshalb sollte alles, auch in den Ländern, noch einmal überdacht, strukturell und perspektivisch optimiert werden. Entwicklung unter diesen Umständen bedeutet auch, das ganze LA-Team in Darmstadt und in den Ländern muss handeln, effektiv, wirkungsvoll, weiterentwickeln. Verbesserte Bildung erfordert bessere Lehrer-Qualitätsarbeit und Konzentration auf die Fächer, die uns ins Weltniveau zurückführen.
Mehr Schulsport erfordert Handlungsbereitschaft an den Schulen in den Regionen, Städten und Gemeinden. Zuerst pro Schule 1-2 Sportlehrer mehr für 3x Sport der 1.-3. Klasse, 4-5x 90´ Sport pro Woche ab der 4.Klasse. Und in den Sportschulen natürlich tägliche 90-120 Minuten Talent – „Arbeit“ am Vormittag und am Nachmittag Training im Verein.
Landes-Schulsport-Meisterschaften als Vorstufe für Deutsche Schulmeisterschaften für eines Tages wieder mehr Medaillen wären nicht nur für die Talentsuche hilfreich
Führung, Profi-Fach-Personal, Talente / Hochbegabte finden – Basics-Ausbildung – Sportschulen – mehr Anspruch an Sportler- und Trainer-Persönlichkeiten für Qualitäts-Komplex-Trainingsbelastungen – mit TEAM-Begleitung Höhentraining – Regeneration – Wettkampfstruktur – Weiterbildung – Entwicklungstempo.
Das Wissen aus der Zeit der damals zwei deutschen Staaten und die Ergebnisse von Barcelona 1992 lehren: Hochleistungssport könnten auch wir, aber das erfordert Führung und Geld an den richtigen Stellen, auch mit dem Wollen und entsprechendem Personal in Schulen, Sportschulen und leistungsorientierten Vereinen.
Lothar Pöhlitz
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© Lothar Pöhlitz* – Studium DHfK Leipzig – Dipl.- Sportlehrer für Leistungssport / Trainer, Nachwuchs-Verbandstrainer, Cheftrainer SC Chemie Halle / Sportwissen-schaftler bis 1979 in der DDR / danach 18 Jahre – 1980-1998 Sprint-Trainer Bayer 04 / Trainer LG Olympia Dortmund – DLV-Bundestrainer Mittelstrecke – Langstrecke – Marathon / Schon in Rente Trainer Rhein-Berg-Runners / 3x Olympiatrainer für Deutschland 1984 in Los Angeles, 1988 in Seoul und 1996 in Atlanta / 4 Lauf-Fachbücher
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