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08
07
2026

Blick auf die Hauptinsel von Samoa. Hier in Apia. - Foto: Klaus Weidt

Laufen, wo die Sonne zuerst aufgeht. Zwei Marathons auf zwei Samoa-Inseln im Südpazifik. Klaus Weidt berichtet.

By GRR 0

Samoa? Die Wenigsten werden wohl die Inselgruppe am Rande der Welt kennen.

Zwischen Neuseeland und Hawaii liegt sie. Einmal ein amerikanisches Samoa, einmal eine eigenständige Republik. Elf Stunden Zeitunterschied zu uns und fast 26.000 Kilometer entfernt. Mehr als einen Tag braucht man schon, um diese einmalig reizvollen tropischen Inselstaaten kennen zu lernen.

Die Teilnehmer im 8. Samoa-Marathon – Foto: Veranstalter

Umso bemerkenswerter ist es, dass seit acht Jahren ein Mann namens Seti Afoa mit seiner kleinen touristischen Agentur eine vielfältige Laufveranstaltung mit Marathon organisiert. Dort in der Welt, wo zuerst die Sonne aufgeht.

Wo kommen da die Laufbegeisterten her?

Aus Australien, Neuseeland, den USA und asiatischen Staaten. Erstmals reisten auch Chinesen an. Die Teilnehmerzahl ist natürlich überschaubar, diesmal waren es 106, neuer Rekord… Obwohl – das Angebot ist bemerkenswert: Marathon, Halbmarathon, 6 und 3 km. Wer die 42,195 km in einer Woche gleich zweimal rennen will, konnte das diesmal beim „Samoana Double“ auf beiden Inseln innerhalb einer Woche.

Im Marathon erfolgreich: Elisabeth Helm aus den USA – Foto: Veranstalter 

Diese Inselwelt wird übrigens durch die Datumsgrenze geteilt. Dadurch könnte man – und Seti Afoa spekuliert damit, das irgendwann mal zu veranstalten – an einem einzigen Tag zwei Marathons innerhalb von 48 Stunden betreiten. Das wäre ein Novum in der weltweiten Laufgeschichte…

Nachts gestartet – früh morgens im Ziel. In Apia, der Hauptstadt der Republik Samoa – Foto: Veranstalter

Zurück zum Samoa-Rennen Nr. 8. Die ersten starteten schon nach Mittenacht gegen eins, die Temperaturen noch um die 20 Grad, nach Mitternacht gegen eins. 16 Marathonis, begleitet und betreut von 16 Radfahrern. Der Australier Jason Green beendete den hügeligen Kurs an der Pazifikküste in dreieinhalb Stunden. Beste Marathonfrau war die Amerikanerin Elizabeth Helm. Besonders geehrt wurde Ingrid Frost. Sie hatte innerhalb einer Woche die beiden angebotenen Marathonläufe erfolgreich absolviert. Aus Papua-Neuguinea lief ein Ehepaar mit, und erstmals dabei auch chinesische Athleten.

Im exotischen Samoa laufen und Urlaub machen, dieser Reiz spricht sich allmählich herum. Da reisen auch viele an, die einfach nur zuschauen und – einen nichtalltäglichen Urlaub machen. Auf die jüngste Läuferin waren die Samoaner übrigens besonders stolz. Die fünfjährige Amelia Evans schaffte die drei ausgeschriebenen Einsteiger-Kilometer.

Hochachtung also vor dem Laufprojekt am Ende (oder Beginn) der Welt. Und Glückwunsch dem kleinen Team um Sefi Afoa.

Dieser hatte bereits das Datum für den neunten Samoa-Marathon 2027 parat – den 3. Juli. Laufen, wo für die Welt die Sonne aufgeht…

Klaus Weidt

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