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17
07
2026

Das Forschungskonsortium (v.l.n.r.): Philipp Homan, Heike Bischoff-Ferrari, Flurin Cathomas und Tony Wyss-Coray. - Foto: Universität Zürich - UZH

Brain Health Forschung zur Gehirnalterung erhält Förderung von vier Millionen Franken – Universität Zürich – UZH

By GRR 0

Lässt sich der Alterungsprozess des Gehirns verlangsamen?

Das untersucht ein Team aus Zürich, Basel und Stanford unter der Leitung von UZH-Psychiatrieprofessor Philipp Homan. Die Forschung wird von der Horten Health Foundation mit vier Millionen Franken gefördert.

Die Gesundheit des Gehirns ist entscheidend dafür, wie lange Menschen geistig fit, selbstständig und psychisch gesund bleiben. Ein wichtiger Indikator dafür ist das Gehirnalter.  

 

Ein interdisziplinäres Forschungskonsortium will herausfinden, ob sich altersbedingte Veränderungen im Gehirn mit Stoffwechselmedikamenten verlangsamen lassen. Dafür hat es von der Horten Health Foundation im Rahmen der Clinical Consortium Projects eine Förderung von vier Millionen Franken erhalten. Philipp Homan, Professor für Klinische Forschung in der Psychiatrie an der UZH und stellvertretender Klinikdirektor der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK), wird das Projekt leiten. Gemeinsam mit Heike Bischoff-Ferrari von der Universität Basel, Flurin Cathomas von der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und Tony Wyss-Coray von der Universität Stanford wird er in den nächsten vier Jahren das Forschungsprojekt PROMOTE durchführen.

Stoffwechselmedikamente könnten das Gehirn schützen

Die Gesundheit des Gehirns ist entscheidend dafür, wie lange Menschen geistig fit, selbstständig und psychisch gesund bleiben. Ein wichtiger Indikator dafür ist das Gehirnalter: Es zeigt, ob der biologische Zustand des Gehirns dem tatsächlichen Lebensalter entspricht oder davon abweicht. Ein vorzeitig gealtertes Gehirn geht häufig mit Gedächtnisproblemen, psychischen Erkrankungen und einer höheren Krankheitslast einher. Diesen Alterungsprozess zu verlangsamen, wäre deshalb ein vielversprechender Ansatz.

Hier setzt das Projekt PROMOTE an. Im Mittelpunkt steht dabei eine klinische Studie mit GLP-1-Agonisten: Diese Medikamente werden bereits erfolgreich bei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus eingesetzt und gelten als gut verträglich. Bekanntheit erlangten die Wirkstoffe, weil sie in den sogenannten Abnehmspritzen eingesetzt werden. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass die Medikamente auch schützende Effekte auf das Gehirn haben können. PROMOTE wird untersuchen, ob GLP-1-Agonisten altersbedingte Veränderungen im Gehirn verlangsamen und so die geistige und psychische Gesundheit länger erhalten können. Damit sollen wissenschaftliche Erkenntnisse in präventive Behandlungsansätze einfliessen, die Menschen helfen, möglichst lange ein selbstbestimmtes und gesundes Leben zu führen.

author: GRR