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26
04
2026

Sonne- Überhitzung – Lichtschäden – Klima - Fotos: Pöhlitz / Schröter

Klima – Sonne – Überhitzung – Luftfeuchtigkeit – Lichtschäden – Läufer/innen vor Sonne und Überhitzung schützen © Lothar Pöhlitz*

By GRR 0

Bevor es zu spät ist, muß man sich Gedanken machen, nein besser vorbereiten, schützen. Nicht erst, bevor es eines Tages auf die großen Reisen geht, über den großen Teich nach Japan, in die USA oder Australien, oder die vielen Wochen ins Höhentraining zwischen 2000 – 3000m.

Auch zu Hause scheint viele Monate die Sonne. Große Leichtathletik-Events fanden in der Vergangenheit im warmen Doha und bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles bei Hitze und 2020 im „schön-warmen“ Japan statt.

Da trifft man auf hohe Temperaturen auch jenseits der 30 Grad, ungewohnt hohe Luftfeuchtigkeit, den ganzen Tag Sonneneinstrahlung, Ozon, dem Wechsel zwischen Außentemperaturen und den ungewohnt klimatisierten „kalten“ Räumen oder den Gegen-Wind bei Wettkampfhöhepunkten WM oder OS. Alles hat Einfluss auf die Laufleistungen. Für viele Läufer ist ja wenig Wind auf einer Geraden immer Gegenwind. Die Vergangenheit hat aber gezeigt das trotz Wissen die Möglichkeiten der Vorbereitung auf solche Bedingungen nicht immer genutzt wurden.

Sonne – Überhitzung – Wassermangel – Lichtschäden im Gesicht treten auch später, jenseits der 80iger auf.

Überhitzung, Lichtschäden, Schweiß, Wind und Dehydration

Den Reisen zu Wettkämpfen und Trainingslagern in Höhentrainings-Ge-bieten muß durch den Klimawandel in Zusammenhang mit Leistungs-fähigkeit und Gesundheit eine neue Aufmerksamkeit zukommen. Wissen um die Infrastruktur vor Ort, möglich extreme Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, Tages-Nachttemperaturwechsel, Luftdruck und Luftverschmutzung müs-en vermittelt werden und zu Anpassungsstrategien wie Hitzetraining, angepasste Trainings-Tageszeiten, an die oft ungewohnte Ernährung führen. Leider hat sich Wissen der Vergangenheit nicht immer im Verhalten gezeigt.

Das Klima ist definiert als die Zusammenfassung der Wettererscheinungen, den mittleren Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort oder in einem mehr oder weniger großen Gebiet. Es wird repräsentiert durch die statistischen Temperatur-Mittelwerte, Extremwerte, Häufigkeiten, u.a.) über einen genügend langen Zeitraum. Im Hochleistungssport muß man sich rechtzeitig über das Klima vor Ort bei Weltmeisterschaften, Olympischen Spielen oder anderen mit langen Reisen verbundenen Wettkämpfen informieren und darauf vorbereiten, gegebe-nenfalls Anpassungszeiträume vor Ort nutzen.

Lichtschäden der Haut durch Sonne entstehen durch jahrelange Einwirkung, durch die vielen Kilometer oder Stunden von Läufern in der Natur, durch UV-Sonnen-Bestrahlung in mittleren und großen Höhen. Besonders betroffen sind die „Erholungszeiten auf den Sonnenterrassen“ in den Mittagpausen, das Gesicht, der Hals, die Unterarme und Hände. Deshalb sollten Läufer/-innen vor allem das „Sonnen“ in den Pausen vermeiden, Schutzkleidung beim Training tragen und täglich mit guter Sonnencreme vor allem das Gesicht schützen.

 

Die Hautschädigungen oder schlimmstenfalls der Hautkrebs, werden meist erst nach 20 bis 30 Jahren oder später sichtbar. In meinem Falle (Foto oben) traten die Folgen, die Lichtschäden im Gesicht, erst jenseits der 80iger Jahre auf.

Überhitzungen treten bei Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit, Hitzestau oder Anstrengungen bei Langstrecken / Marathon unter Temperaturen zwischen 37–> 40 °C und Sonneneinstrahlung auf. Schwindel, Kopf-schmerzen und Übelkeit sind die Folgen. Maßnahmen umfassen Eis-Kühlung, Flüssigkeitszufuhr und Schatten. Ursachen die zu Leistungsminderung und Ausfällen führen sind starkes Schwitzen, Flüssigkeits-mangel, trockene Haut, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Schwäche, Muskelkrämpfe Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, Krämpfe.

Eine besonders gefährliche Situation besteht im Zusammenhang mit hoher Luftfeuchtigkeit mit größerem Wärmestau und körperlicher Anstrengung.

Lothar Pöhlitz

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© Lothar Pöhlitz – Dipl.- Sportlehrer für Leistungssport / Sportwissenschaftler / Trainer, Cheftrainer SC Chemie Halle / Nachwuchs-Verbandstrainer / 1971 – 1979 Leiter des Wissenschaftlichen Zentrums für Lauf – Trainingsmethodik der DDR / 1980-1998 Trainer Bayer LEV- LG Olympia Dortmund – Rhein-Berg-Runners / DLV-Bundestrainer Mittelstrecke – Langstrecke – Marathon / 3x Olympiatrainer für Deutschland – 1984 in Los Angeles, 1988 in Seoul und 1996 in Atlanta

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