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24
09
2026

BMW BERLIN- Photo: SCC Events | Petko Beier

Top-Läuferinnen nehmen Rekorde ins Visier beim 52. BMW BERLIN-MARATHON 2026

By GRR 0

84.000 Teilnehmende über alle Disziplinen  – Rekord von 162 Nationen – Tigst Assefa auf Jagd nach Weltrekord – Pfeiffer strebt Deutschen Rekord an – Früherer Start und Cooling Stations 

Mehr als 84.000 Teilnehmende aus 162 Nationen – so viele wie nie zuvor – werden am Wochenende bei den verschiedenen Veranstaltungen des BMW BERLIN-MARATHON erwartet.

Das vielfältige Programm reicht von den Nachwuchswettbewerben und dem GENERALI 5K am Samstag bis zum Höhepunkt des Wochenendes am Sonntag: dem BMW BERLIN-MARATHON mit mehr 56.000 Teilnehmer:innen aus aller Welt.

„Wir freuen uns auf dieses vielfältige Teilnehmer:innenfeld, das die ganze Bandbreite unseres Sports zeigt. Menschen ganz unterschiedlichen Alters und aus aller Welt kommen hier zusammen und machen den BMW BERLIN-MARATHON zu einem großen internationalen völkerverbindenden Sportgroßereignis“, sagt Jürgen Lock, CEO von Organisator SCC EVENTS.

Assefa will 2:10:00-Stunden-Barriere durchbrechen
Kann Tigst Assefa den BMW BERLIN-MARATHON ein weiteres Mal krönen? Die äthiopische Ausnahmeläuferin will sich am Sonntag den Weltrekord zurückholen. Vor drei Jahren hatte sie in Berlin die Marke mit einer Zeit von 2:11:53 Stunden in neue Dimensionen geschoben. Doch in der Zwischenzeit steht die globale Bestzeit bei 2:09:56. Während Tigst Assefa die 2:10:00-Stunden-Barriere durchbrechen möchte, will Esther Pfeiffer versuchen, unter 2:20:00 zu laufen und den deutschen Rekord anzugreifen. Diesen hatte Irina Mikitenko 2008 in Berlin mit 2:19:19 aufgestellt.

Auf dem Weg zu Rekord Nummer 14?
13 Weltrekorde wurden in der Geschichte des spektakulärsten deutschen Straßenlaufes bisher aufgestellt. Dies ist ein Rekord für sich, denn bei keinem anderen Marathon weltweit wurden derart viele globale Bestzeiten gebrochen. Tigst Assefa will nun Rekord Nummer 14 hinzufügen. Bei der Pressekonferenz hielt sich die 29-Jährige jedoch zurück. Als das Wort „world record“ fiel, lächelte Tigst Assefa freudig, auf Amharisch antwortete sie dann mit Hilfe des Übersetzers: „Ich freue mich sehr, wieder auf der schnellen Strecke in Berlin laufen zu können und hoffe, dass ich meine Erfolgsgeschichte hier am Sonntag fortsetzen kann. Ich bin sehr gut vorbereitet und will meine Bestzeit unterbieten.“ Ihr persönlicher Rekord steht weiterhin bei 2:11:53 und ist nach wie vor auch der Berliner Streckenrekord. Mit dieser Zeit hätte sie übrigens in den 70er und 80er Jahren die ersten elf Ausgaben des BMW BERLIN-MARATHON gewonnen – so stark ist die Entwicklung in der Frauen-Weltspitze.

Rosemary Wanjiru mit Ziel Richtung 2:15 Stunden
Tigst Assefa trifft in Berlin unter anderen auf die Titelverteidigerin Rosemary Wanjiru. Die Kenianerin wird aber ein Weltrekordtempo nicht mitlaufen. Für sie geht es darum, ihre Bestzeit von 2:16:14 möglichst auf eine Zeit von unter 2:15:00 zu drücken. In einen solchen Bereich wollen auch die Äthiopierinnen Bedatu Hirpa (Bestzeit: 2:18:27), Dera Dida (2:18:32) und Zeineba Yimer (2:18:47). Dida ist die Frau des Marathon-Olympiasiegers Tamirat Tola und eine Trainingspartnerin von Tigst Assefa. „Ich denke, wir werden in Berlin gute Leistungen zeigen“, sagte Dera Dida.

Foto: SCC Events | Petko Beier

Esther Pfeiffer nimmt deutschen Rekord ins Visier
Die dritte Frauen-Gruppe im Rennen wird ein Tempo laufen, das auf eine Zielzeit von unter 2:20:00 hinausläuft. Eine solche Zeit strebt neben der finnischen Europameisterin Alisa Vainio (2:20:39), die trotz des kurzen Zeitabstandes zum EM-Rennen in Birmingham vom 16. August in Berlin startet, auch Esther Pfeiffer (Düsseldorf Athletics) an. „Ich werde ein Tempo einschlagen, das auf den deutschen Rekord hinausläuft. Das ist mein großes Ziel und die Jagd soll am Sonntag beginnen“, sagte die 29-Jährige, die bisher erst einen Marathon gelaufen ist: 2023 gewann sie in Köln in 2:37:00 und sicherte sich in einem Rennen ohne besondere Konkurrenz auch den deutschen Meistertitel. Zuletzt lief sie beim GENERALI BERLINER HALBMARATHON im März 67:25 Minuten und steigerte sich danach über 10 km auf 30:45.

Newcomerin Langerwisch vom Marathon Team Berlin
Ebenso wie Alisa Vainio wagt auch Laura Hottenrott (Düsseldorf Athletics) den Start bei einem zweiten Marathon nur sechs Wochen nach dem EM-Rennen. In Birmingham erreichte die 34-Jährige, die eine Bestzeit von 2:24:32 aufweist, als beste deutsche Läuferin Platz 16. Mit Kristina Hendel (Marathon Team Berlin/2:27:29) startet eine Athletin, die über Jahren hinweg immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte.

Wilfried Köhnke (m) bei der Pressekonferenz, der am Sonntag seinen 50. BERLIN-MARATHON finishen will und Bärbel Knupke, die ihren ersten Marathon läuft – Fotos: Horst Milde

Eine Newcomerin ist Anna Langerwisch (Marathon Team Berlin/2:32:13).

Der 25-Jährigen gelang der Sprung aus dem Hobbybereich in den Leistungssport. Sie könnte sich am Sonntag auf eine Zeit von unter 2:30:00 verbessern.Insgesamt ist das Berliner Elitefeld der Frauen sehr stark besetzt. Sieben Läuferinnen stehen auf der Startliste mit Bestzeiten von unter 2:20:00 Stunden – mehr waren es noch nie. Die Rekordzahl von 13 Athletinnen weist persönliche Rekorde von unter 2:22:00 auf.

Kenenisa Bekele muss verletzt passen

Pech hatte Äthiopiens Laufsport-Legende Kenenisa Bekele. Bei einer seiner letzten Trainingseinheiten zog er sich eine Verletzung an der linken Achillessehne zu, so dass er seinen Start beim BMW BERLIN-MARATHON absagen musste.

Ein Wochenende voller Lauf- und Sporthighlights

Bereits am Samstag wartet ein vielfältiges Programm. Beim GENERALI 5K im Rahmen des BMW BERLIN-MARATHON gehen um 10 Uhr mehr als 13.000 Teilnehmende über fünf Kilometer an den Start. Anschließend folgt das R5K Finale mit den besten deutschen Nachwuchsathlet:innen. Weitere Highlights sind die Bambini-Läufe presented by ADAC mit rund 2.000 Kindern sowie der mini-MARATHON presented by GENERALI, bei dem mehr als 11.000 Schüler:innen über 4,2195 Kilometer starten. Ab 12:20 Uhr bieten mehr als 2.000 Inlineskater Highspeed über 42,195 km.

Cheering Points und kostenfreie Tribünenplätze
Auch für das begeisterte Publikum bietet das Marathonwochenende zahlreiche Möglichkeiten, die besondere Atmosphäre des BMW BERLIN-MARATHON zu erleben. Entlang der gesamten Strecke sorgen zahlreiche Cheering Points für Stimmung. Im Start- und Zielbereich können Fans das Geschehen auf den kostenfrei zugänglichen Tribünen verfolgen und ihre Liebsten beim Zieleinlauf empfangen. Für einen ersten Gänsehautmoment sorgt bereits am Freitagabend die Opening Ceremony mit „Meet the Legends“, bei der sich die nationale und internationale Laufelite dem Publikum präsentiert.

Auch Marathon-Legende Haile Gebrselassie wird vor Ort sein, ebenso wie Weltrekordhalter Sabastian Sawe, obwohl er verletzungsbedingt am Sonntag nicht starten kann.

Früherer Start und zusätzliche Cooling Stations
Als Reaktion auf die hohen Temperaturen im vergangenen Jahr wurde der Start des Hauptlaufs am Sonntagmorgen in diesem Jahr um 30 Minuten vorverlegt. Die ersten Läufer:innen gehen bereits um 8:45 Uhr auf die Strecke. Nach aktuellem Stand werden für Sonntag zwar deutlich moderatere Temperaturen erwartet. Zum Start sind rund 13 Grad prognostiziert, beim Zieleinlauf der Elite etwa 17,5 Grad.

Im weiteren Tagesverlauf können die Temperaturen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes auf bis zu 22 Grad steigen. Um die Teilnehmenden bestmöglich zu unterstützen, wurden zusätzliche Maßnahmen getroffen. Entlang der Strecke wird es Cooling Stations geben, an denen sich die Läufer an großen Wasserrinnen mit eigenen Schwämmen oder Kühltüchern erfrischen können. Zugleich betont Jürgen Lock: „Eigenverantwortung wie ausreichender Sonnenschutz durch entsprechende Kopfbedeckung und Sonnencreme, sowie eine gute Flüssigkeitsversorgung bereits in den Tagen vor dem Rennen helfen dabei, hitzebedingte gesundheitliche Probleme zu vermeiden”.

MARATHON EXPO und BMW BERLIN-MARATHON App
Mit der BMW BERLIN-MARATHON App haben Teilnehmende und Zuschauer:innen alle wichtigen Informationen zum Marathonwochenende jederzeit dabei, z. B. Tracking-von bis zu 25 Teilnehmenden, News und Programmtipps.

Heute um 15 Uhr öffnet die MARATHON EXPO by BRITA ihre Türen und kehrt zurück an den Standort in Tempelhof. Sie ist für alle Sportinteressierten kostenlos geöffnet und bietet Informationen, Produkte und Angebote rund um den Laufsport.

Mit dem ÖPNV gut durch das Marathonwochenende

Der Start- und Zielbereich des BMW BERLIN-MARATHON ist insbesondere mit der S-Bahn sowie den U-Bahnlinien U5 und U6 gut erreichbar. Auch die U2 fährt im Abschnitt bis zum Potsdamer Platz planmäßig. Wie bereits am vergangenen Wochenende wird die U3 auch am kommenden Samstag und Sonntag mit zusätzlichen Zügen verstärkt. Zuschauer:innen, die im Bereich Wittenbergplatz die Laufenden anfeuern möchten, erreichen den Platz damit ohne weitere Einschränkungen mit der U3. Der Bereich Kurfürstendamm ist mit einem kleinen Fußweg vom Bahnhof Zoologischer Garten (S-Bahn, Regionalbahn, U9 und U2, letztere nur aus Richtung Westen) gut erreichbar, der Bahnhof Kurfürstendamm ebenfalls mit der U9..Für den weiterhin unterbrochenen Abschnitt der U2 können Fahrgäste auf die U3 und U9 ausweichen und am Bahnhof Spichernstraße umsteigen.

Jochen Schmitz
Team Leader Media Relations & Editorial
SCC EVENTS
Tel. +49-173-9721150
medien@scc-events.com

Robert Fekl
Team Leader Media Relations & Editorial
SCC EVENTS
Tel. +49-178-6829568
medien@scc-events.com

YouTube-Video von Prof. Helmut Winter mit Horst Milde über die Historie des BERLIN-MARATHON (1974) und des Crosslaufes am Teufelsberg (1964):

https://www.youtube.com/watch?v=sEGve18Drf8

author: GRR