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07
2026

Symbolfoto: Dominic Lobalu_Bilbao 10 km Foto: @fotorunners.es

Schweizer Stars am Donnerstag in Luzern im Scheinwerferlicht – U18-Europameisterschaften 2026 – Swiss Athletics

By GRR 0

Am Donnerstag blickt die Leichtathletikwelt in die Zentralschweiz: Bei Spitzen Leichtathletik Luzern kommt es auch in diesem Jahr zum Aufeinandertreffen der Schweizer Stars mit Topathletinnen und Topathleten aus aller Welt.

Das Publikum kann sich in zahlreichen Disziplinen darauf freuen, dass die Schweizer Athletinnen und Athleten ihre starke Form im Hinblick auf die EM unter Beweis stellen.

Knapp ein Monat vor den Europameisterschaften in Birmingham (GBR, 10. bis 16. August) hat das Publikum in Luzern die Chance, die besten Schweizer Athletinnen und Athleten aus nächster Nähe in Aktion zu sehen. Mit Mujinga Kambundji (STB, 100 m), Timothé Mumenthaler (Stade Genève, 100 und 200 m), William Reais (LC Zürich, 200 m), Dominic Lobalu (LC Brühl, 3000 m), Jason Joseph (LC Therwil, 110 m Hürden) und Angelica Moser (LC Zürich, Stab) sind nicht weniger als sechs Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner der EM vor zwei Jahren in Rom (ITA) im Stadion Allmend am Start. Hinzu kommen Annik Kälin (AJ TV Landquart, Weit), Simon Wieland (STB, Speer), Lionel Spitz (Adliswil Track Team, 400 m) und viele weitere Aushängeschilder der nationalen Leichtathletik.

Mujinga Kambundji ist zurück
Einer der grössten Stars des Abends ist Mujinga Kambundji. Die 200-m-Europameisterin kehrt in Luzern auf die grosse Bühne zurück, nachdem sie vor siebeneinhalb Monaten Sohn Léon zur Welt gebracht hat. Nach einem wettkampfmässigen Test am letzten Samstag in Bulle (100 m 11,33, 200 m 23,37) steigt sie nun erstmals an einem internationalen Feld über 100 m in die Startblöcke. Von den besten Schweizer Sprinterinnen sind im Stadion Allmend auch Géraldine Di Tizio-Frey (LK Zug), Salomé Kora (LC Brühl), Ajla Del Ponte (US Ascona) und Xenia Buri (LC Kirchberg) über 100 m im Einsatz. Di Tizio-Frey lief die 100 m in Bulle als vierte Schweizerin unter 11 Sekunden und will diesen Exploit nun bestätigen. Im 200-m-Rennen richten sich die Blicke der einheimischen Fans auf Fabienne Hoenke (LV Fricktal), die am letzten Freitag bei ihrer Diamond-League-Premiere in Monaco mit 22,50 Sekunden einen Schweizer U23-Rekord aufgestellt hat, und Léonie Pointet (CA Riviera).

Bei den Männern zählen insbesondere der 200-m-Europameister Timothé Mumenthaler, der EM-Dritte William Reais und Felix Svensson (Versoix Athlétisme, 200 m) auf lautstarke Unterstützung des Publikums. Gleiches gilt für die 400-m-Läufer Lionel Spitz, Ricky Petrucciani (LC Zürich) und Vincent Gendre (Athletica Veveyse).

Spannung versprechen ausserdem die 4×100-m-Rennen bei den Frauen und Männern. Für die Staffeln ist dieser Wettkampf ein wichtiger Fixpunkt in der Vorbereitung auf die EM. Die Männer treffen auf Deutschland, Schweden, Irland und Slowenien, die Frauen messen sich mit Deutschland, Schweden, Österreich, Irland, Slowenien und Chile.

Jason Joseph will eine Spitzenzeit laufen
Über die 110 m Hürden bestreitet der Schweizer Rekordhalter Jason Joseph sein erstes Rennen seit Anfang Juni in Rom (ITA). Der EM-Dritte von 2024 reist mit einer Saisonbestzeit von 13,24 Sekunden in die Innerschweiz – ein Wert, den er nun unterbieten will. Im Hürdensprint der Frauen sind die Aufsteigerin der Saison Larissa Bertényi (LC Brühl), die U20-Europameisterin Jil Sanchez (TSV Steinen) und Selina von Jackowski (LC Zürich) am Start.

Am letzten Freitag feierte Dominic Lobalu (LC Brühl) im 5000-m-Rennen in Monaco seinen dritten Sieg in der Diamond League. Sechs Tage später will der 10’000-m-Europameister über die 3000 m ebenso eine überzeugende Leistung abliefern wie Morgan Le Guen (Together Athletics Club) und der Steeple-Spezialist Aarno Liebl (STB). Hervorragend besetzt ist zudem der 800er der Frauen, wo sich Valentina Rosamilia (BTV Aarau) und Veronica Vancardo (CA Fribourg) mit schlagkräftiger Konkurrenz messen. Je nach Rennverlauf ist ihnen beiden eine weitere Zeit unter 2 Minuten zuzutrauen.

Wie weit werfen Wieland, Di Sanza und Hügli?
In den technischen Disziplinen gilt es aus Schweizer Sicht insbesondere auf Angelica Moser, Annik Kälin und Simon Wieland zu achten. Moser weist eine Saisonbestleistung von 4,80 m auf und klassierte sich in der laufenden Diamond-League-Saison schon dreimal in den Top 3. Am letzten Freitag belegte die Europameisterin in Monaco mit 4,62 m Platz 3. Kälin ist in diesem Sommer so stark wie noch nie. Die Mehrkämpferin triumphierte sowohl in Götzis als auch in Ratingen (GER) und schraubte ihren Schweizer Rekord auf 6819 Punkte hoch. Sie bestreitet am Donnerstag den Weitsprung.

Zwei Monate nach ihrem Schweizer Rekord (61,94 m) und zwei Wochen nach ihrem Sieg in Zagreb (CRO) präsentiert sich Leonie Hügli (LC Kirchberg) erstmals dem einheimischen Publikum und würde zu gerne zum dritten Mal in ihrer Karriere die 60-m-Linie übertreffen. Auch Simon Wieland tritt erstmals als Schweizer Rekordhalter in Luzern an. Seine nationale Bestmarke (82,26 m) stellte er an der WM im letzten September in Tokio (JPN) auf. Zu achten gilt es ausserdem auf den formstarken Franck Di Sanza (LAC TV Unterstrass), der eine Saisonbestleistung von 78,59 m vorweist.

Schwerpunktwettkampf für den U20-Nachwuchs
Bevor das Hauptprogramm beginnt, stehen im Leichtathletikstadion Allmend ab 14 Uhr bereits zahlreiche Schweizer Nachwuchsathletinnen und Nachwuchsathleten im Einsatz. Swiss Athletics hat dieses Meeting in den Disziplinen 100 m, 200 m, 400 m, 110/100 m Hürden und 400 m Hürden als Schwerpunktwettkampf für die Kandidaten für die U20-WM vom 5. bis 9. August in Eugene (Oregon, USA) bestimmt. Die Leistungen bei diesen Direktvergleichen werden beim Selektionsentscheid schwergewichtig beurteilt. Pro Disziplin und Geschlecht können an der U20-WM aus jedem Land maximal zwei Athletinnen bzw. Athleten an den Start gehen. In mehreren Disziplinen haben jedoch mehr als zwei die im Selektionskonzept festgehaltene Limite erfüllt. Hochspannung ist somit garantiert, wenn sich die grössten Talente des Landes beweisen müssen.

Für die 800-m-Läuferinnen war das Meeting am 1. Juli in Freiburg der Schwerpunktwettkampf. Die Qualifikationsperiode dauert noch bis zum Sonntag, 19. Juli.

Highlight-Zusammenfassung im Schweizer Fernsehen
Das Schweizer Fernsehen SRF strahlt ab 22 Uhr eine ausführliche Zusammenfassung des Meetings mit Interviews aus.

Link zu Spitzen Leichtathletik Luzern

Link zum Limitenbulletin von Swiss Athletics

Swiss Athletics, 3063, Ittigen, info@swiss-athletics.ch

Das Team – Foto: Swiss Athletics

Swiss Athletics schickt bei der fünften Austragung der U18-Europameisterschaften, die von Donnerstag bis Sonntag in Rieti (ITA) über die Bühne gehen, 41 Nachwuchstalente ins Rennen. Für diese geht es darum, wichtige Erfahrungen für ihre weitere Karriere zu sammeln und sich in einem internationalen Umfeld zu behaupten.

Getreu dem Motto «Chancen schaffen» entsendet Swiss Athletics eine stattliche Delegation von 41 Athletinnen und Athleten nach Mittelitalien. Diese vertreten dort die Disziplinengruppen Sprint/Hürden, Mittel-/Langstrecken, Sprung, Wurf und Mehrkampf, was eine erfreuliche Breite auf dieser Altersstufe verdeutlicht. Das Schweizer Team ist somit ähnlich gross wie 2022 in Jerusalem (ISR, 43) und 2024 in Banska Bystrica (SVK, 44).

Oberste Ziele sind für Swiss Athletics nicht Spitzenplätze und Medaillen, sondern das Erlangen von Erfahrungen rund um einen internationalen Grossanlass. «Im Mittelpunkt steht, dass unsere Athletinnen und Athleten auf europäischer Ebene wertvolle Erfahrungen für ihre weitere Laufbahn sammeln können. Internationale Meisterschaften unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von Meetings im eigenen Land – sei es hinsichtlich der Abläufe, des Umfelds oder der Atmosphäre. Unter solchen Bedingungen die bestmögliche Leistung abzurufen, erfordert Erfahrung. Mit der Teilnahme an der U18-EM wollen wir ihnen genau diese Möglichkeit bieten», sagt Karin Schnüriger, Chefin Nachwuchs und Ausbildung von Swiss Athletics.

Vom EYOF in Skopje an die U18-EM nach Rieti
Bis zum Abschluss der Qualifikationsperiode erfüllten mehr als 50 junge Athletinnen und Athleten in einer oder mehreren Disziplinen die verlangte Limite. Weil in jeder Disziplin pro Land und Geschlecht maximal zwei Athletinnen bzw. Athleten startberechtigt sind, definierte Swiss Athletics das internationale Meeting am 1. Juli in Freiburg in mehreren Disziplinen als Schwerpunktwettkampf, wo die ambitionierten Talente in einem Direktvergleich gegeneinander antraten. Letztlich bot die Selektionskommission des Verbandes 22 Frauen und 19 Männer für die EM auf. Die meisten dieser Athletinnen und Athleten mit den Jahrgängen 2009 und 2010 kommen zu ihrem ersten Auftritt im Dress des Nationalteams. Einige erleben nach dem EYOF letztes Jahr in Skopje (MKD) bereits ihren zweiten internationalen Grossanlass.

Selektioniert wurden auch zwei Medley-Staffeln (100 m, 200 m, 300 m, 400 m), deren Zusammensetzungen vor Ort bestimmt werden.

Live-Stream von European Athletics
Die U18-EM wird auf der Website des Kontinentalverbands European Athletics in einem Englisch kommentierten Live-Stream übertragen. Swiss Athletics berichtet auf Instagram, Facebook sowie auf der Verbandswebsite täglich über das Schweizer Team in Rieti. Auf der Website von Athletix.ch werden täglich Bilder des Schweizer Teams aufgeschaltet.

Rieti (ITA). U18-EM (16. bis 19. Juli 2026). Die Selektionen von Swiss Athletics. Männer. 100 m: Jeremy Eden Kadavil (ATHLE.ch), Benjamin Savioz (CA Sion). 200 m: Robin Bondallaz (CA Broyard), Loan Hitz (LC Rapperswil-Jona). 400 m: Evan Dessimoz (CA Sion), Arthur Mayoraz (Stade Lausanne). 800 m: Noah Collioud (STV Welschenrohr), Florian Staub (Hochwacht Zug). 1500 m: Marwin Aregger (LC Zürich), Nathan Neri (CHP Genève). 110 m Hürden: Zachary Boisset (CABV Martigny), Zack Sono (Old Boys Basel). 2000 m Steeple: Jonas Beutler (CA Broyard), Nino Eugster (LAR Bischofszell). Kugel: Tim Emerick Homberger (LV Winterthur), Timothy Zappa (LC Zürich). Speer: Niklas Merk (LC Schaffhausen), Jevin Rasanayagam (LC Brühl). Zehnkampf: Cedric Krattinger (BTV Aarau). Medley-Staffel.
Frauen. 100 m: Ayana Brunner (LC Luzern), Lilly Isenegger (Old Boys Basel). 200 m: Sarah Maria Berger (LC Rapperswil-Jona), Leonie Steffen (TV Saanen-Gstaad). 400 m: Livia Casagrande (TSV Steinen), Fiona Sprecher (LC Therwil). 800 m: Emily Gasser (Versoix Athlétisme), Leana Scherrer (KTV Bütschwil). 3000 m: Aimie Decrausaz (US Yverdon). 100 m Hürden: Noemi Dike (LC Zürich), Ladina Imwinkelried (TV Naters). 400 m Hürden: Yael Grossmann (LV FrenkeFortuna), Mina Hirsbrunner (SK Langnau). 2000 m Steeple: Aurina Coletti (SC Liestal), Linda Steiner (LC Frauenfeld). Hoch: Lavinia Stieger (BTV Chur), Emilia Stuber (STV Welschenrohr). Diskus: Joy Chika Anyamele (LC Zürich), Kaira Volken (TV Wohlen). Speer: Valerija Meier (TV Zofingen). Siebenkampf: Emilia Chukwu (TV Zofingen), Ambra Corciulo (TV Teufen). Medley-Staffel.

Link zur U18-EM in Rieti

Link zur Entry List

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Swiss Athletics

author: GRR