Andreas Vojta bei der Team-EM 2025. Foto: © @wolfamri/ÖLV
ÖLV – Vorschau – ÖLV-Staatsmeisterschaften im 10.000m-Lauf in Klosterneuburg am 1.5.2026
Am Staatsfeiertag finden in der Sportanlage Happyland in Klosterneuburg die ÖLV-Staatsmeisterschaften und Österreichischen Meisterschaften der Masters im 10.000m-Lauf statt.
Bei den Männern geht Andreas Vojta auf die Jagd nach seinem 52. Titel bei Staatsmeisterschaften und Österreichischen Meisterschaften. Bei den Frauen nutzt Nicole Bauer nach ihrem U23-Rekord im Halbmarathon vor knapp zwei Wochen die Gelegenheit für den Einstieg in ihre Bahnsaison. Außerdem stehen die Österreichischen Meisterschaften im 3×1.000m und 3x800m-Lauf der Altersklasse U20 auf dem Programm.
Lieber Wettkampf als Training
Die kurze Anreise und die gute Aussicht auf seinen 52. Titel bei Staatsmeisterschaften und Österreichischen Meisterschaften schenken dem 10.000m-Lauf am Freitag eine besondere Bedeutung für den Routinier. Er ist eine Art Zwischenschritt vom Wien Marathon zum Wings for Life World Run. „Es ist ein guter Zeitpunkt für eine erste schnelle Trainingseinheit nach dem Marathon. Erstens eignet sich die Distanz gut, zweitens ist ein Wettkampf mit Startnummer immer besser als ein Training alleine.“
Der Erholungsprozess nach dem Marathon, der ein paar Tage komplette Ruhe zur muskulären Regeneration beinhaltete, stimme ihn optimistisch, am Freitag einen guten Wettkampf zu zeigen. Als wichtigsten Herausforderer sieht Vojta Felix Geieregger (run2gether), der bei den Staatsmeisterschaften im Halbmarathon 2023 in Graz die Bronzemedaille gewonnen hat. Die beiden sind beim Vienna City Marathon, wenngleich in verschiedenen Bewerben, eine Zeit lang in derselben Gruppe gelaufen, Geieregger erreichte das Halbmarathon-Ziel als Fünfter.
Bauer mit Rückenwind aus dem Halbmarathon
Die sportliche Entscheidung bei den Frauen verspricht einen spannenden Wettkampf um den Staatsmeistertitel. Nicole Bauer (ULC Riverside Mödling), im vergangenen Jahr Teilnehmerin bei den U23-Europameisterschaften und Crosslauf-Europameisterschaften (ebenfalls Altersklasse U23), hat sich zuletzt in sehr guter Form gezeigt. Beim Halbmarathon im Rahmen des Vienna City Marathon verbesserte sie als Gesamt-Zweite hinter Siegerin Larissa Matz (ULC Riverside Mödling) den ÖLV-U23-Rekord auf eine Zeit von 1:15:37 Stunden.
Zwölf Tage später sind die 10.000m-Staatsmeisterschaften für die 21-Jährige die optimale Gelegenheit, sich wieder mit der Bahn anzufreunden, nachdem der Winter und der Frühling ganz im Zeichen der Zielsetzung einer schnellen Halbmarathonzeit gestanden sind. „Ich sehe den Wettkampf als gute Gelegenheit für mich, eine intensive Einheit im Wettkampfumfeld einzubauen, mich mit den anderen im Wettkampfgeschehen zu messen und an meiner Tempohärte zu arbeiten“, sagt sie. Nach ihrem beeindruckenden Halbmarathon-Debüt vor nicht einmal zwei Wochen ist auch der 10.000m-Lauf für die junge Läuferin Neuland: Einen so langen Wettkampf auf der Bahn ist sie noch nie in dieser Seriosität gelaufen. „Ich möchte ohne Druck schauen, was am Freitag möglich ist und mit Freude am Tun ein gutes Rennen abliefern.“
Kiesenhofer vor erster Medaille
Wie Bauer hat auch Katharina Kiesenhofer (LG Wien) bisher noch keinen Staatsmeistertitel gewonnen. Die jüngere Schwester von Radsport-Olympiasiegerin Anna hat ihre gute Form zuletzt beim Vienna Calling Halbmarathon Anfang März (1:19:45), beim Berliner Halbmarathon Ende März (1:16:55) und beim 10km-Lauf im Rahmen des Vienna City Marathon als Siegerin in einer Zeit von 35:46 Minuten unter Beweis gestellt. Das beste Ergebnis bisher bei Staatsmeisterschaften war für die 31-jährige Quereinsteigerin der vierte Platz im Halbmarathon beim Jedermannlauf in Salzburg 2024.
Ihre Chance möchte auch Stefanie Kurath (LC Villach) nutzen, die am vergangenen Wochenende Kärntner Landesmeisterin in dieser Disziplin wurde. Sieben Tage davor belegte sie beim Vienna 5K am Vortag des Vienna City Marathon Platz drei. Ihren einzigen Staatsmeistertitel gewann die Kärntnerin 2023 im 5.000m-Lauf. Um die Medaillen läuft auch Sandrina Illes (UNION St. Pölten) mit. Die 39-Jährige hat den Staatsmeistertitel in dieser Disziplin bereits viermal gewonnen.
Fünf Zeitläufe über längste Laufdistanz auf der Bahn
In den Wettkampftag in Klosterneuburg integriert sind auch die Burgenländischen, Niederösterreichischen und Wiener Landesmeisterschaften im 10.000m-Lauf, weshalb im Laufe des Nachmittags mehrere Zeitläufe über die 25 Stadionrunden angesetzt sind. Aus diesem Grund wurden die Setzungen in den verschiedenen Zeitläufen bereits jetzt fixiert.
Alle genaueren Informationen und den geänderten Zeitplan (!) mit den verschiedenen Meldefristen und Startzeiten findet ihr in den nachfolgenden PDF-Dateien. Die Titelverteidiger Timo Hinterndorfer (DSG Wien) und Cordula Lassacher (ATUS Knittelfeld) sind in diesem Jahr nicht am Start.
ÖLV – Thomas Kofler
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