Road to Birmingham - Foto: Veranstalter
ÖLV nominiert Marathon-Quartett für Birmingham (16. August 2026) in den EM-Marathon
Der Qualifikationsprozess für alle Bewerbe läuft noch bis 26. Juli 2026.
Die ÖLV-Sportkommission hat aber festgelegt, die Nominierung für die Marathonbewerbe der Frauen und Männer bereits diese Woche nach der Aktualisierung der „Road to Birmingham“ auszusprechen, um den Läuferinnen und Läufern mehr Planungssicherheit zu geben.
Aus heutiger Sicht starten Julia Mayer, Eva Wutti, Andreas Vojta und Mario Bauernfeind am 16. August 2026 in den EM-Marathon. Aaron Gruen verzichtet auf eine Teilnahme.
Der ÖLV nominiert ein Marathon-Quartett
European Athletics hat pro Geschlecht 60 Startplätze für die EM-Marathons zur Verfügung. Diese werden über Direktlimits bzw. über das World Ranking vergeben. Wöchentlich wird der akualisierte Qualifikationsstand der sogenannten „Road to Birmingham“ online veröffentlicht. Drei Athlet:innen pro Land können sich über diese 60iger-Quote qualifizieren, bei den Frauen haben derzeit 27 Frauen – darunter Österreichs Rekordhalterin Julia Mayer (DSG Wien) – die Direktnorm von 2:27:00 Stunden erbracht, bei den Männern sind es 39, welche die Direktnorm von 2:09:30 Stunden unterboten haben. Die weiteren Startplätze werden über das World Ranking vergeben.
Eva Wutti (Club RunAustria) hat aktuell den 51. Quotenplatz (von 60) inne, den sie mit ihren Leistungen vom Vienna City Marathon 2025 (2:37:43 Std.) und dem heurigen PUMA Salzburg Marathon (2:36:22 Std.) erreichte. Für die 37-jährige Juristin und Mutter wird das Antreten in Birmingham ihr erster Start im ÖLV-Nationaltrikot werden.
Bei den Männern liegt Aaron Gruen (ProTeam Vienna) auf Platz 40 am besten. Er wird aber auf das Antreten in Birmingham verzichten und, wie er dem ÖLV mitteilte, sich auf die Halbmarathon-WM im September in Kopenhagen (DEN) konzentrieren. Dieser Start lässt sich besser mit seinen Verpflichtungen auf der Harvard Universität vereinbaren.
Vojta vor achter Freiluft-EM-Teilnahme
Andreas Vojta (team2012.at) liegt aktuell auf Rang 51 in der „Road to Birmingham“. Seinen Schnitt von 1.045 Punkten erzielte er mit dem Halbmarathon (1:03:31 Std.) im März 2026 in Wien sowie seiner Marathonzeit von 2:15:01 Std. beim letztjährigen Vienna City Marathon. Für den bald 37-jährigen Gerasdorfer wird es seine achte Teilnahme bei einer Freiluft-EM werden, erstmals über die 42,195 km. Nach 1500-m-Starts 2010, 2012, 2014 und 2016 folgten 5.000 m 2018, 10.000 m 2022 und der Halbmarathon 2024.
Vor wenigen Wochen kürte sich Mario Bauernfeind (ProTeam Vienna) beim Prag-Marathon zum zweiten Mal in seiner Karriere zum Polizei-Europameister. Nun steht der 35-jährige Polizist vor seinem EM-Debüt über die längste Distanz in Birmingham. Vor zwei Jahren war Bauernfeind in Rom bereits im Halbmarathon im Einsatz. Aktuell hält er mit Rang 60 genau den letzten Quotenplatz für den EM-Marathon. Es ist aber davon auszugehen, dass er diesen Platz behält oder nach Ende des Qualifikationszeitraums verbessert. Denn einerseits ist die Marathon-Saison in Europa aufgrund der sommerlichen Temperaturen bereits vorüber und andererseits werden nicht alle vor im klassierten Läufer auch tatsächlich bei der EM antreten. So zum Beispiel sein Vereinskollege Aaron Gruen. Trotz heutiger ÖLV-Nominierung kann Bauernfeind daher erst nach dem 26. Juli – also nach dem offiziellen Qualifikationschluss – endgültig sicher sein, bei der EM antreten zu dürfen. Der ÖLV gibt ihm aber bereits heute das „Go“ für die gezielte EM-Vorbereitung.
Alle ÖLV-Platzierungen bei EM-Marathons:
Die Marathon-Distanz ist seit 1934, als die erste Freiluft-Europameisterschaften in Turin (ITA) ausgetragen wurden, im Bewerbsprogramm der Männer. Die Frauen durften sich erstmals 1982 in Athen (GRE) über diese Distanz messen.
Frauen
15. Platz – Dagmar Rabensteiner, 2:41:39 h – München 2002
16. Platz – Henriette Fina, 2:49:58 h – Athen 1982
Männer
8. Platz – Lemawork Ketema, 2:13:22 h – Berlin 2018
10. Platz – Peter Herzog, 2:15:29 h – Berlin 2018
16. Platz – Adolf Gruber, 2:34:10 h – Stockholm 1958
16. Platz – Adolf Gruber, 2:42:00 h – Bern 1954
18. Platz – Günther Weidlinger, 2:23:37 h – Barcelona 2010
21. Platz – Helmut Schmuck, 2:30:28 h – Split 1990
40. Platz – Christian Steinhammer, 2:20:40 h – Berlin 2018
44. Platz – Christian Pflügl, 2:53:15 h – Barcelona 2010
45. Platz – Christian Pflügl, 2:25:51 h – Zürich 2014
Österreich wird bei der EM in Birmingham in der Marathon-Teamwertung, wo Lemawork Ketema, Peter Herzog und Christian Steinhammer in Berlin 2018 sensationell die Bronzemedaille gewannen, nicht vertreten sein.
ÖLV – Helmut Baudis
EN