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08
2026

Symbolbild - Florian Bremm - Silber über 5000 m bei der EM 2026 in Birmingham - Foto: Stefan Mayer/DLV

Nun ist wieder Fußball dran – gegen 20 olympische Sportarten – Ein Kommentar von Lothar Pöhlitz*

By GRR 0

Es war einmal eine sensationelle Woche vom 10. bis 16.8.2026, ganz anders im TV als gewohnt, zumindest im ZDF und ARD.

Viele aus unserem Bekanntenkreis waren verwundert, erstaunt, aber auch erfreut. Da gab es Sport wie nie zuvor, täglich und über Stunden, sogar ohne Fußball dazwischen, Schwimmen, Leichtathletik, Turnen,  Rhythmische Sportgymnastik, Reiten, Radsport.

Die Sport-Fans haben sich gefragt, ob die Chefs für die Sportübertragungen beim Fernsehen krank oder im Urlaub waren. Oder wollen eigentlich die für Sport zuständigen Journalisten gar keine Olympia-Medaillen, auch wenn es – zumindest in Deutschland – trotz dieser plötzlichen Aufmerksamkeit – ohne Kinder- und Jugendsport, sehr schwer werden wird. Dabei hat man aber einmal bemerkt wie „hinter den Kulissen“ gearbeitet, gedacht wird.

Am Montag danach war es zu spüren.

Sie hatten ihren Fußball wieder, auf allen Seiten mit allem, was sich in der Woche angehäuft hatte. Man merkte auch das sie ihren / ihre Lieblingsvereine haben, ganz oben die Bayern aus München mit jedem Detail. Und auch die Negativ-Berichterstattung ging weiter.

Da wird auch nicht hinterfragt warum Frau Dr. Schenderlein als Sportministerin abgelöst wurde, nachdem sie schon einige Nägel eingeschlagen hatte in die brüchige Sport-Struktur. Vielleicht braucht der Fußball – das hat die Vergangenheit bewiesen – keinen oder einen anderen Sportminister. Man wundert sich das seit dem 28.7.26, als die bis dahin gut arbeitende Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, seit 14 Monate erst im Amt, plötzlich ohne öffentliche Begründung von Herrn Merz, zur Gesundheit versetzt wurde. Berichtet wurde das Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Ex-Fußball-Nationalspielerin Nadine Keßler (38) in sein Regierungsteam holen wolle und man fragte sich wer da gebohrt hat.

Der Profisport der 20 olympischen Sportarten und seine Millionen Sportfans fragen sich ob da der Profifußball seine Muskeln hat spielen lassen. Nun hat Frau Keßler wohl abgesagt und es bleibt offen, ob man bei der Neu-Wahl überhaupt hofft, das Deutschland 2040 die Olympischen Spiele bekommt.
Jetzt ruht der See erst einmal weiter still, wie man landläufig sagt. Wirk-same Maßnahmen gegen den Niedergang des Leistungssports seit Olympia in Barcelona 1992 wurden aus der Bunderegierung noch nicht gemeldet.

Allein die Tatsache das es in den Medien keinen Aufschrei oder Hintergrund-Infos nach dieser Meldung gab, sagt alles. Das ist eindeutig ein Affront gegen die Schwierigkeiten den Hochleistungs- und Schulsports auf frühere Leistungsfähigkeiten zurückführen zu wollen und auch die 5 Ost-änder wieder zu befähigen, des einstige Hochleistungssport-Niveau Germanys zusammen mit dem Westen wieder aufzubauen.

Vielleicht ist Ziel, die bisherige Dominanz des Fußballs von der fünften bis zur ersten Liga in den Medien, nach der eklatanten Niederlage bei der Weltmeisterschaft 2026 zurückholen zu wollen.
Vielleicht waren die schon bekanntgewordenen Aktivitäten von Frau Dr. Schenderlein mit dem Sitz der neuen Sportagentur in Leipzig, mit ersten Maßnahmen zur Ergänzung Trainerausbildung an der Uni Leipzig auch unter Nutzung der Anlagen der ehemalige DHfK einzuleiten und über eine Spitzensportreform die Förderung und Unterstützung des Leistungs- und Spitzensports auf neue Beine zu stellen offensichtlich nicht im Sinne des Bundeskanzlers und seiner SPD/CDU/CSU – Regierung.

Der Aufschrei der Journalisten ist bisher ausgeblieben, es gibt sie ja kaum noch, die prägenden Journalisten und Berichterstatter für die olympischen Sportarten, neben den „Millionen Reportern und Fotografen des Fußballs“ der vergangenen Jahrzehnte.

Nicht nur an die der Leichtathletik, sondern auch die der 20 olympischen Sportarten erinnert, fallen sicher auch Ihnen die Namen Gustav Schwenk, Klaus Blume, Dieter Adler, Wolf-Dieter Poschmann, und für die DDR auf allen Kanälen Heinz-Florian Oertel ein.

Sie erreichten ein Millionen – Publikum und motivierten zugleich den Nachwuchs und die Talente in West und Ost für den Kampf um die Ehre unseres Landes bei Olympischen Spielen.

© Lothar Pöhlitz

author: GRR