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10
2026

Transviamala - Foto: Reiner Schilling

Marco Wildhaber zum dritten Mal Schluchtenkönig – Trailrunning-Spektakel im Rheintal mit der Viamala-Schlucht als Höhepunkt der zweitägigen Veranstaltung mit dem (traditionellen) Prädikat „ausgebucht“! Wilfried Raatz berichtet

By GRR 0

Deutscher Sieg durch Jana Seel

„Die beiden Tage waren schlichtweg bombastisch“, kommentierte Marco Wildhaber seine überaus eindrucksvollen Resultate des Wochenendes zwischen Ilanz nach Thusis und letztlich bis Donat, Läufern wie auch Wanderern als ausgesprochene touristische Highlights mit der Rheinschlucht und der Viamala-Schlucht bekannt.

Der bis im vergangenen Sommer in Thusis wohnende Marco Wildhaber kennt somit praktisch jeden Stein und jede Wurzel der Schluchtenläufe – wohl die Basis für die beiden überzeugenden Rennen, die in der Berg- und Trailszene als Transruinaulta bzw,. Transviamala Run über 42 km und 1800 Höhenmeter bzw. 19 km und 1000 Steigungs- und 687 Gefällemeter bestens bekannt sind.

Den Grundstock für den dritten Titel in Folge als Schluchtenkönig legte Marco Wildhaber am ersten Tag beim Transruinaulta, als er die schwere Marathonstrecke in 3:09:11 Stunden meisterte und mit der zweitschnellsten jemals gelaufenen Endzeit ins Ziel in Thusis einlief. Dabei hatte er gegen seinen vornehmlich als Hauptkonkurrenten ins Rennen gegangenen Jan Hafner einen formidablen Vorsprung von knapp siebeneinhalb Minuten herausgelaufen.

Auf der zweiten Etappe des Schluchten-Wochenendes legte Marco Wildhaber noch einen Zahn zu und hatte final bei seiner Krönung als Schluchtenkönig 2026 satte zwölfeinhalb Minuten Vorsprung. In 1:28:14 Stunden stürmte er durch die Viamalaschlucht und ließ in der Tageswertung nur von dem ausschließlich den Transviamala bestreitenden David Baumberger, der 1:26:59 Stunden benötigte, den Vortritt. Mit addierten 4:37:25 Stunden holte sich Marco nach 2023 und 2024 zum dritten Mal den Titel. Und zudem den Rekord in der Kombinationswertung. Aber auch 2025 war Wildhaber nicht gänzlich leer ausgegangen, er hatte die Kurzvariante über 24 km und 11,5 km gewonnen und wurde als Schluchtenprinz gefeiert.

Auch wenn sich Jan Hafner gegenüber früheren Austragungen erheblich zu steigern wusste, mit über 12 Minuten Rückstand wurde der Langstreckenläufer aus Chur Zweiter. Rang drei holte sich der Österreicher Hannes Pongruber, der allerdings bereits 45 Minuten länger für die insgesamt 61 Kilometer benötigte.

Die in Klosters lebende Deutsche Jana Seel kam beim Transruinaulta hinter der Churer Ann Zogg (3:58:31) als Zweite zwar über eine Viertelstunde später ins Ziel, legte aber damit den Grundstock zum ersten Gesamtsieg als Schluchtenkönigin, den sie als Transviamala-Sechste in der Endzeit von 6:15:33 Stunden feiern konnte. Mit Janina Schiesser lag ihre erste Verfolgerin in der Addition der beiden Schluchtenläufe (.27 Minuten zurück.

Beim Transviamala-Spektakel belegte der Liechtensteiner Arnold Aemisegger Rang drei vor dem Skilanglaufass Jason Ruesch, bei den Frauen schaffte die aus Altenahr stammende Franziska Schneider mit knapp einer Minute Rückstand auf die Tagesschnellste Mira Iron (1:49:36) Rang zwei.

Die Schluchtentrails locken aber auch „artfremde“ Topathleten an. Jüngstes Beispiel ist der frühere Ex-(Leichtgewichts-)Ruder-Weltmeister Andri Struzina, der über die Transruinaulta-Distanz Fünfter wurde, in der Gesamtwertung Elfter.

Einen Stabwechsel gab es zudem im Organisationsteam.

Der zuletzt zweimal als Schluchtenprinz gefeierte Gian-Luca Michael ist nun als OK-Präsident in anderer Mission unterwegs auf der Strecke. „Die beiden Anlässe verliefen reibungslos – auch wenn die äußeren Bedingungen mit teils leichtem Regen, phasenweise starkem Wind und eher kühlen Temperaturen nicht perfekt waren“.

Gian-Lucas Vorgänger Thomas Häusermann war 14 Jahre OK-Präsident und durfte erstmals wieder bei der Veranstaltung wieder die Laufschuhe schnüren und durfte als sein ganz persönliches Fazit ziehen: „Trotz der Anstrengung waren Transruinaulta und Transviamala ein purer Genuss!“

Wilfried Raatz

author: GRR