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04
07
2026

Präsident Uwe Albus überreichte ein besonderes Geburtstagsgeschenk zum 80. an seinen Amtsvorgänger Hans-Georg Kremer (lks.) - Foto: Rennsteiglauf/Harald König

Gratulationen aus der Marathonwelt – Rennsteiglaufverein ehrt Gründer Hans-Georg Kremer zum 80. Geburtstag

By GRR 0

(Schmiedefeld). Mit einem besonderen Geschenk im Gepäck kam der Präsident des GutsMuths Rennsteiglaufvereins Uwe Albus zur Feier des 80. Geburtstags von Hans-Georg Kremer nach Jena.

Auch die Veranstalter der großen Marathonläufe in Boston, Berlin und Ottawa haben dem Rennsteiglaufmitbegründer und Gründungspräsidenten des GMRLV ihre Referenz erwiesen und persönliche Glückwünsche geschickt, die der Rennsteiglaufverein auf einer Tafel verewigt hat.

„Gerade Ottawa hat eine besondere Bedeutung für den Jubilar“, erinnerte Uwe Albus an die Übergabe des UNESCO-Sportpreises an den Gründungspräsidenten des Rennsteiglaufvereins in der kanadischen Metropole im Jahr 1990.

Der am 3. Juli 1946 in Blankenhain bei Weimar geborene Sporthistoriker gilt als einer der vier Väter des GutsMuths-Rennsteiglaufs. Mit Hans-Joachim Römhild, Jens Wötzel und Wolf-Dieter Wolfram bestritt er im Mai 1973 den ersten Rennsteiglauf. Ein Jahr später folgte der zweite Versuch mit 12 Teilnehmern.

Am 10. Mai 1975 gab es dann den Durchbruch vom „Abenteuer zum Massenlauf“. Von 978 gemeldeten Teilnehmern kamen 903 ins Ziel.

Hans-Georg Kremer, der damals als Assistent an der Sektion Sportwissenschaften der Uni Jena tätig war, fungierte dabei als Gesamtleiter und Pressesprecher. „Für die Weiterentwicklung des Rennsteiglaufs zur größten Breitensportveranstaltung der DDR und dessen Erhalt in der Wendezeit hat sich Hans-Georg Kremer unschätzbar verdient gemacht“, so der heutige Präsident über seinen Amtsvorgänger.

Kremer engagierte sich auch darüber hinaus haupt- und ehrenamtlich in der Laufbewegung, gründete u.a. 1977 den Jenaer Kernberglauf, war Leiter des Geraer Silvesterlaufs, organisierte 1990 den ersten Gesamtdeutschen Rennsteiglauf und rief 2000 den Thüringer Weinmarathon ins Leben. Von 1990 bis zu seinem Ruhestand 2011 leitete er den Hochschulsport der Friedrich-Schiller-Universität und organisierte den Bau einer neuen Dreifelderhalle des Universitätssportvereins in Jena. Mit zahlreichen Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen zur Sportgeschichte insbesondere der Universität Jena erwarb er sich einen ausgewiesenen Ruf als Sporthistoriker.

In den letzten Jahren widmete er sich im Rennsteiglaufverein besonders der Traditionspflege und der medialen Aufarbeitung der Geschichte des Rennsteiglaufs. Er initiierte das preisgekrönte Buchprojekt „50 Jahre Rennsteiglauf“, warb zahlreiche Spenden zur Finanzierung ein und sorgte mit seinem privaten Rennsteiglaufarchiv und als Autor zusammen mit weiteren Rennsteigläufern maßgeblich für den Erfolg des mittlerweile in der zweiten Auflage gedruckten Buches. Auch sportlich ist der Jubilar als Organisator einer Wandergruppe in Jena noch sehr aktiv.

Am 9. Mai 2026 absolvierte er bei der 17 Kilometer Wanderung seinen 53. Rennsteiglauf. „Wir hoffen, dass noch einige Teilnahmen hinzukommen und wir als Verein weiter von dem riesigen Erfahrungsschatz profitieren können“, so der Präsident in seiner Laudatio.

Jens Panse
GutsMuths-Rennsteiglaufverein e.V.
Schmiedefeld
Ruppachstr. 1 a
98528 Suhl
Tel.: 03 67 82/ 6 06 86

E-Mail: gmr-verein@rennsteiglauf.de

 

 

 

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