Friedhelm Julius Beucher feiert seinen runden Geburtstag - Foto: picture alliance/DBS
Ehrenpräsident Friedhelm Julius Beucher: 80 Jahre und voller Tatendrang – Deutscher Behindertensportverband e.V./DBS
80 Jahre alt – und noch lange nicht im Ruhestand, wenn es um den Sport von Menschen mit Behinderung geht. Friedhelm Julius Beucher feiert seinen runden Geburtstag.
Und auch als Ehrenpräsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) bleibt der Bergneustädter dem Verband mit großem Engagement verbunden. Nach dem Ende seiner 16-jährigen Amtszeit als Präsident bringt er seine Erfahrung, seine Überzeugungskraft und sein außergewöhnliches Netzwerk weiterhin ein.
Kaum eine Persönlichkeit hat den Behindertensport in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten so nachhaltig geprägt wie Friedhelm Julius Beucher. Von 2009 bis 2025 führte der langjährige Bundestagsabgeordnete und Schulleiter den DBS mit großer Leidenschaft und klarer Haltung. Als Netzwerker, Kämpfer und überzeugter Botschafter des Para Sports trug er maßgeblich dazu bei, dass Menschen mit Behinderungen und ihre sportlichen Leistungen heute eine deutlich größere gesellschaftliche Anerkennung erfahren.
Sein Einsatz reichte dabei weit über repräsentative Aufgaben hinaus. Ob bei politischen Gesprächen, auf Sportveranstaltungen in Deutschland und der Welt oder als Delegationsleiter bei acht Paralympischen Spielen – Friedhelm Julius Beucher war stets dort präsent, wo es darum ging, die Interessen des Behindertensports mit Nachdruck zu vertreten. Sein Leitsatz wurde zum Markenzeichen seines Wirkens: „Ich fordere Respekt für die Leistungen der Sportlerinnen und Sportler, kein Mitleid.“
Eine Leidenschaft für den Para Sport, die ansteckend ist
Während seiner Amtszeit entwickelte sich der Para Sport in Deutschland entscheidend weiter. Seine Leidenschaft für den Para Sport war und ist ansteckend. Die mediale Aufmerksamkeit für die Paralympics wuchs kontinuierlich, die Professionalisierung der Verbandsstrukturen schritt voran und die Förderung der Athlet*innen wurde deutlich verbessert. Auch die Angleichung der Prämien für Medaillengewinner*innen bei Olympischen und Paralympischen Spielen sowie die stärkere politische Verankerung des Behindertensports zählen zu den wichtigen Meilensteinen seiner Präsidentschaft.
Trotz der erreichten Etappenziele verlor Friedhelm Julius Beucher nie den Blick für die Herausforderungen, die weiterhin bestehen. Mit seiner typisch bergischen Hartnäckigkeit setzte er sich für den Abbau von Barrieren ein – sowohl in den Sportstätten als auch in den Köpfen. Er kämpfte für eine bessere Versorgung mit Sporthilfsmitteln für Menschen mit Behinderungen sowie für mehr inklusive Sportangebote. Seine Stimme hatte Gewicht und war weit über den Behindertensport hinaus gefragt. Beucher scheute sich nie, Missstände offen anzusprechen und klare Positionen zu vertreten.
Mit seinem Verzicht auf eine erneute Kandidatur als Präsident endete zwar eine prägende Ära an der Spitze des DBS, sein Wirken für den Verband jedoch keineswegs. „Ich gehe dahin, wo ihr mich haben wollt und helfe, wo ihr mich braucht. Ihr habt diesen Para Sport-Bazillus in mich gepflanzt – und ich werde ihn einfach nicht mehr los“, sagte der nun 80-Jährige bei seinem Abschied von der DBS-Spitze im Mai 2025. Als Ehrenpräsident begleitet Friedhelm Julius Beucher den eingeschlagenen Weg der Professionalisierung und Modernisierung weiterhin mit Rat und Tat. Der Bergneustädter bringt seine Erfahrung in wichtige Prozesse ein und vertritt den Behindertensport nach wie vor mit großer Überzeugungskraft – hin zu gleichwertiger Teilhabe und auf festem Kurs Richtung Mitte der Gesellschaft.
„Der gesamte Deutsche Behindertensportverband mit seinen vielen haupt- und ehrenamtlich Mitwirkenden gratuliert seinem Ehrenpräsidenten herzlich zum 80. Geburtstag und bedankt sich für seinen jahrzehntelangen, außergewöhnlichen Einsatz. Zugleich freuen wir uns auf hoffentlich viele weitere gemeinsame Jahre, um den Sport für Menschen mit Behinderung weiter in der Gesellschaft zu etablieren und die Rahmenbedingungen zu verbessern. Friedhelm war und ist dafür ein wichtiger Ansprechpartner und leidenschaftlicher Antreiber zugleich“, betont DBS-Vorstandsvorsitzender Idriss Gonschinska.
Zu seinem 80. Geburtstag blickt Friedhelm Julius Beucher auf ein außergewöhnliches Lebenswerk zurück. Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn: Denn wer ihn kennt, weiß, dass sein Engagement für den Behindertensport ungebrochen ist.
Kevin Müller / DBS
Deutscher Behindertensportverband e.V.
National Paralympic Committee Germany
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