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07
2026

Hannover am Maschsee Symbolbild - Foto: Horst Milde

DM 2026 Hannover/Bochum-Wattenscheid – Großes Kino von Anjuli Knäsche auf dem Opernplatz – Marec Metzger überrascht als Deutscher Stabhochsprung-Meister

By GRR 0

DM am Freitag | Großes Kino von Anjuli Knäsche auf dem Opernplatz

In einem spektakulären Stabhochsprung-Wettkampf hat sich Anjuli Knäsche am Freitagnachmittag den DM-Titel geholt. Die Stuttgarterin überflog vor 4.000 begeisterten Fans auf dem Opernplatz Hannover über 4,55 Meter. Auf Platz zwei überraschte mit zweifacher Bestleistung die Deutsche U20-Meisterin Anna Hiesinger.

Angefeuert von 4.000 Leichtathletik-Fans auf dem Opernplatz Hannover nahm Anjuli Knäsche (VfB Stuttgart) am Freitagnachmittag bei 4,45 Metern zum ersten Mal Anlauf. Die 32-Jährige erwischte den Sprung optimal und katapultierte sich unter dem ohrenbetäubenden Jubel der Zuschauer über diese Höhe. Die Stuttgarterin ballte die Faust, denn es war klar: Der vierte DM-Titel ihrer Karriere war ihr nicht mehr zu nehmen.

Und damit nicht genug: Anjuli Knäsche meisterte im Anschluss im dritten Versuch auch noch 4,55 Meter – großes Stabhochsprung-Kino auf dem Opernplatz. Erst die neue Bestleistung von 4,65 Metern war am Freitagnachmittag zu hoch.

Dass die Stuttgarterin in Top-Form ist, hatte sie erst vergangene Woche bei den „BW Finals“ unter Beweis gestellt. Da hatte sie nach zehn Jahren ihre Bestleistung wieder verbessert, von 4,55 auf 4,60 Meter. Diese starke Form stellte sie in Hannover erneut unter Beweis. Bis einschließlich 4,45 Meter benötigte sie nur jeweils einen Versuch. In der europäischen Jahresbestenliste liegt sie mit 4,60 Metern in der europäischen Freiluft-Jahresbestenliste aktuell auf Platz sechs. Die letzte Deutsche Meisterin, die beim DM-Sieg höher gesprungen war, verfolgte in Hannover den Wettbewerb als Trainerin: Lisa Ryzih (ABC Ludwigshafen) siegte 2017 mit 4,60 Metern.
Anna Hiesinger steigert sich um 20 Zentimeter
Nach ihrem ersten Versuch über 4,30 Meter klatschte Anna Hiesinger (LAZ Ludwigsburg) in die Hände und sprintete von der Matte. Denn gerade hatte die Deutsche U20- und U23-Meisterin ihre Bestleistung um zehn Zentimeter gesteigert. Doch damit nicht genug. Im dritten Anlauf schraubte sich die 18-Jährige über 4,40 Meter – damit steigerte sie ihre Bestleistung am Freitagnachmittag gleich um 20 Zentimeter. Erst 4,45 Meter waren für die 18-Jährige zu hoch. Damit reist sie in Top-Form zur U20-WM Anfang August nach Eugene (USA).
Bronze ging mit eingestellter Saisonbestleistung von 4,30 Metern an Sarah Vogel (Eintracht Frankfurt). Nach einem ungültigen Versuch über 4,40 Meter versuchte sich die Frankfurterin an der EM-Bestätigungsnorm von 4,45 Metern. Doch in Hannover sollte es nicht klappen. Rang vier und fünf gingen an Titelverteidigerin Friedelinde Petershofen (SV Werder Bremen) und Chiara Sistermann (TSV Gräfelfing), die ebenfalls 4,30 Meter im ersten Anlauf meisterten.
Stimmen zum Wettbewerb
Anjuli Knäsche (VfB Stuttgart):
Ich bin absolut happy mit dem Wettkampf. Die Kulisse hier in Hannover war bombastisch. Die Kulisse hat dazu animiert, diesen Extra-Schritt zu machen. Ich freue mich total auf Birmingham und bin bereit, noch einmal Bestleistung zu springen.
Anna Hiesinger (LAZ Ludwigsburg):
Es war ein so unfassbar schöner Wettkampf. Alle haben geklatscht und waren voll im Geschehen dabei. Ich bin so unfassbar stolz auf meinen Wettkampf mit den zwei Bestleistungen. Nach zwei Knie-Operationen bin ich zurückgekommen und möchte mich bei meinem Trainer Stephan Munz, Anjuli Knäsche und dem gesamten Team in Stuttgart bedanken. Ohne euch hätte ich es nicht geschafft. Danke!
Sarah Vogel (Eintracht Frankfurt):
Mein Wettkampf war sehr zufriedenstellend. Ich lag die ganze Woche krank im Bett, darum glänzt meine Bronzemedaille heute golden für mich. Es war so ein tolles Erlebnis, bei diesem schönen Wettkampf heute in Hannover zu springen.

Alle Infos zur DM:

Auf der Microsite bei leichtathletik.de

Medienservice bei leichtathletik.de

Tickets für die DM:

Das Interesse an den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Bochumer Lohrheidestadion ist riesig: Für das Wettkampfwochenende sind alle Sitzplatz-Tickets bereits ausverkauft. Über den „ClubSale“ im DLV-Ticketshop können vereinzelt noch Sitzplatzkarten verfügbar werden. Aktuell gibt es außerdem noch wenige Resttickets im Stehplatzbereich. Wer noch live dabei sein möchte, sollte sich jetzt schnell seine Tickets sichern – solange der Vorrat reicht. Zum DLV-Ticketshop.

Hannover DM am Donnerstag | Marec Metzger überrascht als Deutscher Stabhochsprung-Meister

Der erste Titel bei den 126. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften ging am Donnerstag überraschend an Marec Metzger: Der Stabhochspringer kam mit den windigen Bedingungen am Opernplatz von Hannover am besten zurecht und meisterte als Einziger 5,40 Meter.

Vor toller Kulisse auf dem Opernplatz von Hannover, aber bei starkem Wind ermittelten die Stabhochspringer am Donnerstag im Rahmen der „Finals 2026“ ihren Deutschen Meister. Wie herausfordernd die Bedingungen waren, zeigte sich schon bei der Einstiegshöhe: Gleich drei Athleten mussten bei 5,00 Metern die Segel streichen. Auch bei den folgenden Höhen wurde kräftig ausgesiebt.

Einer, dem die Bedingungen wenig auszumachen schienen, war Marec Metzger (TSV Gräfelfing): Der Deutsche U23-Meister überwand seine Einstiegshöhe von 5,20 Metern mühelos, ließ 5,30 Meter aus und meisterte auch 5,40 Meter im ersten Anlauf. Dass das schon der Sprung zu Gold sein sollte, konnte er zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht vorhersehen.

Eben diese 5,40 Meter hatte Gold-Favorit Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics) als Einstiegshöhe gewählt. Für den 5,90-Meter-Springer eigentlich eine machbare Aufgabe. Gleich zweimal schraubte er sich scheinbar deutlich über die Latte, bevor diese dann doch noch fiel. Der Abstand zur Latte stimmte nicht und so ging für den Favoriten leider kein gültiger Sprung in die Wertung ein. Dasselbe Schicksal hatte bei 5,30 Metern übrigens auch Titelverteidiger Gillian Ladwig (Schweriner SC) und Louis Pröbstle (MTG Mannheim) ereilt,

Erst die Bestleistung ist zu hoch

So wurden Silber und Bronze an die beiden 5,30-Meter-Springer vergeben. Fabio Wünsche (SC Potsdam) überwand diese Höhe, die nur zwei Zentimeter unterhalb seiner Saisonbestleistung liegt, gleich im ersten Anlauf und belohnte sich dafür mit Silber. Bronze ging an Constantin Rutsch (LG Olympia Dortmund), der 5,30 Meter im zweiten Versuch schaffte. Vierter wurde Zehnkämpfer Amadeus Gräber (Eintracht Frankfurt), der nur hauchdünn an der neuen Bestleistung scheiterte. 5,20 Meter hatte er zuvor im ersten Versuch übersprungen.

Marec Metzger probierte sich anschließend noch an 5,50 Metern. Damit hätte er seinen Hausrekord egalisiert, das gelang aber diesmal noch nicht. Mit dem Titel im Gepäck konnte er das aber verschmerzen und bereitete sich sechs Tage nach seinem 22. Geburtstag selbst das schönste Geschenk. Mit vielen begeisterten Zuschauern an der Anlage gelang auch ein stimmungsvoller Auftakt in die 126. Deutschen Meisterschaften, die am Freitag mit dem Stabhochsprung der Frauen an selber Stelle und am Samstag und Sonntag mit den weiteren Entscheidungen im Lohrheidestadion von Wattenscheid fortgesetzt werden.

Stimmen zum Wettbewerb: 

Marec Metzger (TSV Gräfelfing)
Der erste deutsche Meistertitel – unfassbar! Es ist noch mal etwas anderes, als in den Jugendklassen zu gewinnen. Ich bin einfach froh, dass ich heute zeigen konnte, was in mir steckt. Ich bin gerade ziemlich konstant, was das Springen angeht. Deshalb war ich mir auch sicher, dass ich die 5,30 Meter auslassen kann und direkt auf 5,40 Meter gehe. Ich war überzeugt von mir selbst und bin froh, dass ich es auch beweisen konnte und nicht umsonst gepokert habe. Wir hatten einen schönen Wettkampf, die Temperaturen waren super. Auf dem Steg zu springen ist grundsätzlich immer schön, der hat einen schönen „Bounce“, man ist schnell. In der Stadt ist der Wind manchmal ein bisschen komisch, das hat man heute auch gesehen. Mich hat der Wind beim Einspringen auch ein bisschen beeinträchtigt, aber im Wettkampf habe ich das gut hinbekommen. Grundsätzlich finde ich solche Stege in der Stadtmitte immer unfassbar schön und freue mich jedes Mal auf solche Wettkämpfe. Glückwunsch an die anderen beiden und schade für Bo, dass es bei ihm nicht so gut geklappt hat.

Fabio Wünsche (SC Potsdam)
Der Wettkampf war anspruchsvoll, es waren echt viele Windböen. Aber ich habe das Beste draus gemacht. Die Kulisse war super, es waren viele Menschen da und das Wetter ist dann noch besser geworden. Auch wenn es nicht so hoch ging, war es superschön.

Alle Infos zur DM:

Auf der Microsite bei leichtathletik.de

Medienservice bei leichtathletik.de

Deutscher Leichtathletik-Verband – (DLV)

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