Doping in der DDR – „Es ist zu spät“ – Friedhard Teuffel im Tagesspiegel
DDR-Dopingopfer wollen die Entschuldigung von belasteten Trainern nicht abwarten – der Verband hofft dagegen auf einen Aufbruch.
DDR-Dopingopfer wollen die Entschuldigung von belasteten Trainern nicht abwarten – der Verband hofft dagegen auf einen Aufbruch.
Derzeit überbieten sich Spitzensportler in ihrem Zorn über die neue Regel. „Man wird behandelt wie ein Verbrecher“, sagt etwa Hochspringer Raul Spank.
Wenn der Kontrolleur sie einmal nicht antreffen sollte, erhält sie eine Verwarnung. Beim dritten Mal wird sie gesperrt. Spontaneität können sich Leistungssportler jetzt nur noch selten leisten.
Der Anwalt von Werner Goldmann, Dr. Reinhardt Kuznik, lehnte am Montag auf Frage des Gerichts einen Vergleich ab.
Dass der Sport die Vergangenheit nicht los wird, ist andererseits verständlich. Das Thema war zu lange kein Thema. Der gesamtdeutsche Sport, dominiert von westdeutschen Funktionären, hat sich gerne der DDR-Trainer bedient – ohne die Frage laut zu stellen, um welchen Preis viele Goldmedaillen gewonne...