TEAM BEERLIN für Mailand Cortina 2026 - Foto: Tilo Wiedensohler/OSP Berlin
Sportmetropole mit Rekord-Aufgebot! 19 Berliner Sportlerinnen und Sportler starten in Mailand bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2026 – Claus Frömming
Die Nominierungen sind in der Tasche, die Koffer gepackt und die Vorfreude ist riesig!
19 Berliner Wintersportlerinnen und -sportler aus vier Sportarten reisen in den nächsten Tagen zu den Olympischen Winterspielen (6. bis 22. Februar 2026) und den Winter-Paralympics (6. bis 15. März 2026) nach Mailand. Damit entsendet die Sportmetropole Berlin das größte Team aller Zeiten zu Winterspielen!
Para-Eishockeyspieler Leopold Reimann schreibt dabei Geschichte als erster Berliner Sportler, der an Winter-Paralympics teilnimmt! Im Max-Liebermann-Haus der Berliner Sparkasse wurde das TEAM BERLIN am Dienstagabend mit einem „Arrivederci“ feierlich verabschiedet.
Mit beiden Eiskunstlaufpaaren, den Eishockeyspielerinnen und -spielern, sowie Leopold Reimann waren 13 der nominierten Berliner Wintersport-Asse zur Verabschiedung am Brandenburger Tor gekommen. Die Berliner Sparkasse und der Olympiastützpunkt Berlin hatten gemeinsam mit dem Senat von Berlin und dem Landessportbund Berlin dazu eingeladen. Die Eisschnellläuferinnen und -läufer holen sich derzeit im Trainingslager in Inzell noch den letzten Schliff für Mailand und waren per Video zugeschaltet. Das Eiskunstlaufpaar Minerva Hase/Nikita Volodin kam mit einer Silbermedaille von den Europameisterschaften in Sheffield zurück. Das zweite Berliner Paar Annika Hocke/Robert Kunkel belegte dort einen ebenfalls starken vierten Platz.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner gratulierte den Athletinnen und Athleten zur Nominierung und ließ es sich nicht nehmen, das Team mit den besten Wünschen persönlich zu verabschieden: „Zu den Winterspielen entsendet Berlin das größte Olympiateam aller Zeiten – darauf können wir alle stolz sein. Erstmals startet auch ein Berliner Wintersportler für unsere Stadt bei den Winter-Paralympics. Berlins Spitzenathletinnen und -athleten sind über ihre sportlichen Leistungen hinaus wichtige Botschafterinnen und Botschafter für unsere Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele. Allen Sportlerinnen und Sportlern wünsche ich viel Erfolg und eine gute Zeit bei diesen Winter-Spielen.“
Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin: „Olympische und Paralympische Winterspiele haben eine ganz besondere Atmosphäre. Diese als Athletin oder Athlet erleben zu dürfen, ist eine lebenslange Erinnerung. Es freut mich sehr, dass dies auch in diesem Jahr vielen Berliner Sportlerinnen und Sportlern vergönnt sein wird. Die Italiener richten das größte Wintersportereignis der Welt innerhalb von nur 20 Jahren zum zweiten Mal und insgesamt bereits zum dritten Mal aus. Sie zeigen, dass das ganze Land von den Spielen profitieren kann. Daher wünschen wir uns eine erfolgreiche Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland und am liebsten mit Berlin.“
OSP-Leiter Dr. Harry Bähr: „Dass dem Team D bei den Olympischen Winterspielen und Paralympics erstmals so viele Berlinerinnen und Berliner angehören, ist Ausdruck des hochmotivierten Trainings der Athletinnen und Athleten unter der Anleitung ihrer Trainerinnen und Trainer. Die jahrelange Vorbereitung beginnt in den Vereinen, wird von vielen Seiten unterstützt und die Sportmetropole Berlin bietet beste Rahmenbedingungen auch für den Wintersport. Die Eishockeyspielerinnen haben es erstmals seit 2014 wieder zu den Spielen geschafft. Auch dadurch ist das TEAM BERLIN größer als in den vergangenen Zyklen. Mit Eisbärenspieler Jonas Müller ist auch einer dabei, der mit dem Gewinn der Silbermedaille 2018 bereits olympisches Edelmetall gewinnen konnte. Die beiden Berliner Paare im Eiskunstlauf haben sich in der Weltspitze etabliert und auch in der Teamverfolgung der Eisschnellläuferinnen bestehen begründete Hoffnungen auf eine gute Platzierung. Besonders freut mich, dass mit Leopold Reimann erstmals auch einer unserer Berliner Athleten bei Winter-Paralympics antritt. Wir wünschen allen Sportlerinnen und Sportlern großartige Erlebnisse bei den Winterspielen in Mailand und ganz viel Erfolg.“
Die Berliner Eiskunstlaufpaare lassen keinen Erwartungsdruck an sich ran
Große Hoffnungen ruhen aus Berliner Sicht auf den beiden Eiskunstlaufpaaren. Auch wenn es für Minerva Hase/Nikita Volodin bei der Eiskunstlauf-EM aufgrund zweier Stürze nicht zur Titelverteidigung gereicht hat, wurden sie für ihre großartige läuferische Darbietung mit Silber belohnt und zählen weiterhin zu den deutschen Medaillen-Aspiranten für Mailand. „Wir versuchen, uns so gut es geht vom äußeren Erwartungsdruck abzuschotten. Wir haben unsere eigenen Erwartungen an uns selbst und genau die wollen wir bestmöglich erfüllen“, sagt Minerva, die 2022 in Peking mit ihrem damaligen Partner Nolan Seegert Olympia-Luft geschnuppert hatte, über den Erwartungsdruck von außen. Der Fokus liege nach der EM in Sheffield nun auch darauf, sich „… im Training so viel Sicherheit wie möglich zu erarbeiten.“, so Minerva weiter.
Das zweite Berliner Paar Annika Hocke/Robert Kunkel, das seit 2022 nur eine Autostunde von Mailand entfernt in Bergamo trainiert, freut sich auf den Start in seiner zweiten Heimat. Robert Kunkel: „Ein großer Teil unserer Familie kommt zum Zuschauen, das wird etwas ganz Besonderes. Viele haben uns noch nie bei einem Wettkampf in echt laufen sehen, und wir freuen uns auf diese einzigartigen Emotionen.“ Noch im Sommer hatte sich Robert im Training schwer an der Hand verletzt. „Natürlich war das ein großer Rückschlag, der Sommer lief bis dahin super. Aber gerade der Unfall hat uns gezeigt, wie sehr wir das Eiskunstlaufen lieben“, so Robert weiter. Mit Platz 4 bei den Europameisterschaften in Sheffield ist das Paar, das 2023 EM-Bronze gewann, gut ins neue Jahr gestartet.
Routinier Jonas Müller freut sich bei seinen dritten Spielen auf die Stimmung
Er ist der einzige Olympiamedaillen-Gewinner im aktuellen TEAM BERLIN und der Routinier unter den vier nominierten Berliner Eishockey-Profis: Eisbären-Verteidiger Jonas Müller. In Mailand erlebt er seine bereits dritten Winterspiele. In Pyeongchang 2018 gehörte der inzwischen 30-Jährige zu den deutschen Helden, die sensationell Silber gewannen. Erst im Finale hatte sich das furios aufspielende Team den favorisierten Russen geschlagen geben müssen. Bei der knappen 3,4-Niederlage hatte Jonas das 3:2 zur zwischenzeitlichen Führung für Deutschland erzielt. „Ich freue mich riesig, auch in Mailand wieder dabei sein zu dürfen. Es ist immer eine große Ehre, für die Nationalmannschaft zu spielen, gerade bei den Olympischen Spielen“, sagt Jonas Müller. Er erwartet, dass das Turnier ein anderes Level erreichen wird, da dieses Mal „… die NHL-Stars dabei sind“. Nach zuletzt zwei Winterspielen in Asien erwartet Jonas in Mailand eine andere Stimmung: „Die Vorfreude ist auch dieses Mal wieder sehr groß, zumal meine Familie dabei sein wird“, so Jonas Müller. Weitere Eisbären im deutschen Aufgebot sind Korbinian Geibel, Frederick Tiffels und Kai Wissmann. In der Vorrunde geht es gegen Dänemark, Lettland und die USA.
Die DEB-Frauen müssen gegen Schweden, Japan, Frankreich und Italien ran
Was Jonas Müller bei den Männern, ist Laura Kluge bei den Eishockey-Frauen. Die gebürtige Berlinerin und Profispielerin der Boston Fleet wird im November 30 und gehört schon seit 2015 zum festen Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft. Damals war Mathilda Heine gerade mal sechs Jahre jung. Heute ist sie 16 Jahre alt und gehört wie Kluge zum deutschen Aufgebot für Mailand. Dazu gehört auch die Neu-Berlinerin Celina Haider, die erst zu Jahresbeginn aus Ingolstadt an die Spree wechselte. „Für uns alle sind es die ersten Olympischen Winterspiele. Ich erinnere mich, dass ich mit zwölf oder 13 Jahren meine Ziele aufgeschrieben habe. Dazu gehört eine Teilnahme an den Olympischen Spielen. Dieses Ziel jetzt zu erreichen, erfüllt mich schon sehr mit Stolz“, sagt Franziska Feldmeier, die vierte Berlinerin im Nationalteam. In Mailand möchte sie um eine Medaille kämpfen und das Frauen-Eishockey bestmöglich repräsentieren. „Unsere Stärke ist es, als Team zu agieren. Wir müssen unsere Chancen verwerten und das richtige Mindset mitbringen. Dann können wir weit kommen“, glaubt Franziska. Gemeinsam mit Mathilda Heine und Celina spielt sie bei den Eisbären Juniors. In Mailand geht es gegen Schweden, Japan, Frankreich und Italien.
Team Eisschnelllauf – immer für eine Überraschung gut
Eine Legende wird in diesem Jahr 40 Jahre alt: die Eisschnelllaufhalle im Sportforum Hohenschönhausen. Auf ihr wurden und werden großartige Athletinnen und Athleten geformt und auf Olympische Winterspiele, Welt- und Europameisterschaften vorbereitet. Allen voran Stars wie Claudia Pechstein und Jenny Wolf. Auch für Mailand 2026 konnten sich wieder sechs Berlinerinnen und Berlin qualifizieren. Darunter ein schnelles Damentrio, das im November den 20 Jahre alten deutschen Rekord in der Teamverfolgung (2:54,38 min) verbesserte. Josie Hofmann, Josephine Schlörb und Lea Sophie Scholz sind das erste Mal bei Olympischen Spielen dabei. Lea Sophie Scholz: „Bei der Einkleidung habe ich zum ersten Mal richtig Vorfreude gespürt. Das war ein sehr schöner Tag, der viel Spaß gemacht hat und sich wie ein sehr guter Start in Richtung Mailand angefühlt hat.“ Als sportliches Ziel hat sie sich einen Platz unter den ersten Vier nach der Vorrunde gesteckt: „Wenn wir unseren Job machen und unseren Rhythmus finden, ist das auf jeden Fall realistisch. Der neue deutsche Rekord zeigt, welches Potenzial in unserem Team steckt. Wenn alles zusammenkommt und wir unsere Leistung im richtigen Moment abrufen, kann man definitiv mit uns rechnen“, so Lea Sophie. Komplettiert wird das Berliner Team der Kufenflitzer durch Maira Jasch, Anna Ostlender und Gabriel Groß.
Leopold Reimann kann nicht nur Geschichte schreiben, er wird es auch
Para-Eishockeyspieler Leopold Reimann greift am 7. März beim Auftaktspiel des deutschen Nationalteams gegen China ins Wettkampfgeschehen ein. Damit schreibt er Geschichte als erster Berliner bei paralympischen Winterspielen. Zudem hat die Mannschaft nach 20 Jahren Abwesenheit endlich wieder das Paralympics-Ticket gelöst und steht unter den acht qualifizierten Teams. „Wir reisen mit einer Mischung aus großer Vorfreude, Selbstvertrauen und Respekt nach Mailand“, sagt Leopold Reimann. „Sportlich wollen wir in jedem Spiel konkurrenzfähig sein und zeigen, dass wir zurecht bei den Paralympics stehen. Die erste Qualifikation nach so langer Zeit gibt uns Rückenwind, aber wir wissen auch, dass bei den Paralympics jedes Spiel bei null beginnt.“ In der Gruppe mit vier Teams steht als zweiter deutscher Gegner Titelverteidiger USA (9. März) auf dem Eis, als dritter Gastgeber Italien (10. März). Deutschland muss Gruppenzweiter werden, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren.
Das TEAM BERLIN für Mailand Cortina umfasst 19 Athletinnen und Athleten, darunter erstmalig einen paralympischen Athleten aus Berlin. Die elf Frauen und acht Männer sind in drei olympischen Wintersportarten (Eishockey, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf) und einer paralympischen (Para-Eishockey) vertreten.2022 in Peking und 2018 in Pyeongchang waren jeweils zehn, 2014 in Sotchi 13, 2010 in Vancouver 14 und 2006 in Turin 18 Berlinerinnen und Berliner bei den Winterspielen am Start.
Jüngste Athletin im Team 2026 ist Eishockeyspielerin Mathilda Heine (16 Jahre, *18. Februar 2009), älteste die Eisschnellläuferin Josie Hofmann (30 Jahre, *10. Dezember 1995).
Jüngster Athlet ist Eisschnellläufer Gabriel Groß (21 Jahre, *22. Februar 2004), dessen Vater Ricco Groß bei Olympischen Spielen viermal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze im Biathlon gewann. Ältester Berliner im Team ist Eishockeyspieler Frederik Tiffels (30 Jahre, *20. Mai 1995).
Von den 19 Berliner Athletinnen und Athleten haben mit Minerva Hase, Annika Hocke, Frederik Tiffels und Jonas Müller vier bereits an Olympischen Winterspielen teilgenommen. Für Jonas Müller sind es die bereits dritten Spiele. Er ist auch der einzige, der schon olympisches Edelmetall im Schrank hat: Er gewann bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang die Silbermedaille.
Für 15 Athletinnen und Athleten ist es in Mailand die erste Teilnahme.
Das TEAM BERLIN – alle Athletinnen und Athleten unter www.osp-berlin.de/team-berlin.
Eiskunstlauf
Annika Hocke Robert Kunkel
Minerva Hase Nikita Volodin
Eisschnelllauf
Josie Hofmann Gabriel Groß
Maira Jasch
Anna Ostlender
Josephine Schlörb
Lea Sophie Scholz
Eishockey
Franziska Feldmeier
Celina Haider
Mathilda Heine
Laura Kluge
Para-Eishockey
Leopold Reimann
Claus Frömming
im Auftrag von
TOP Sportmarketing Berlin GmbH
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