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8. Deutscher Patientenkongress Depression: „Wir sind jeder Sechste“
Über 1.200 an Depression erkrankte Menschen und Angehörige kommen für Information und Austausch zusammen – prominente Unterstützung von Harald Schmidt, Jan Ullrich, Karl-Theodor zu Guttenberg und Sanna Lindström – 25 Jahre regionale Bündnisse gegen Depression
Frankfurt/Main, 30. Mai 2026 – Heute findet der 8. Deutsche Patientenkongress Depression in der Alten Oper in Frankfurt/Main statt. Unter dem Motto „Wir sind jeder Sechste“ erleben an Depression erkrankte Menschen und Angehörige Vorträge, Gesprächsrunden sowie Musik und Lesungen, die sich mit unterschiedlichen Aspekten der Erkrankung beschäftigen.
„Rund jeder Sechste Bundesbürger erkrankt im Laufe seines Lebens an einer behandlungsbedürftigen Depression. Es ist aber nicht nur eine häufige, sondern auch schwere, oft lebensbedrohliche Erkrankung. Dies wird von Außenstehenden immer noch meist unterschätzt“, sagt Prof. Ulrich Hegerl, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention. „Depression ist mehr als eine Reaktion auf schwierige Lebensumstände. Sie geht mit vielfältigen Hirnfunktionsänderungen einher, wobei der genaue Krankheitsmechanismus bisher im Detail nicht verstanden ist. Der Leidensdruck ist höher als bei so gut wie jeder anderen Erkrankung. Aber sie ist gut behandelbar. Krankheitsphasen können zum Abklingen gebracht, das Risiko von Rückfällen deutlich gesenkt werden“, so Hegerl weiter. Wie das gelingen kann, darum geht es in Diskussionsrunden und Vorträgen beim Kongress in der Alten Oper u.a. mit Themen wie „Neue Behandlungsmethoden“, „Hartnäckige Depression“, „Was kann ich selbst unterstützend tun?“ oder „Depression und KI“.
Prominente Unterstützung
Die Moderation des Patientenkongress Depression übernimmt erneut der Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Harald Schmidt: „Den Patientenkongress Depression moderiere ich inzwischen zum achten Mal – das ist in der Fernsehbranche heute so lang wie drei komplette Karrieren. Was ich an dem Kongress besonders schätze: Menschen erzählen offen von ihren Erfahrungen mit Depression und merken, dass sie mit ihrer Situation nicht allein sind. Diese Mischung aus Ernsthaftigkeit, gegenseitigem Respekt und manchmal auch überraschendem Humor macht die Veranstaltung für mich immer wieder besonders.“
In den Gesprächsrunden auf der Bühne sprechen Prominente offen über ihre Erfahrungen mit der Depression. Ex-Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg und Radprofi Jan Ullrich machen im Talk mit Harald Schmidt deutlich, dass Depression jeden treffen kann und inwiefern es Männern noch schwerer fällt, Hilfe zu suchen. Brautmodedesignerin Sanna Lindström (VOX „Zwischen Tüll und Tränen“) und ihr Mann Simon Gincberg berichten von den Auswirkungen der Depression auf Partnerschaft und Familie.
Jugend-Programm und Lesungen
Am Nachmittag übernimmt der Jugendbeirat der Stiftung Deutsche Depressionshilfe eine Gesprächsrunde im großen Saal. Die jungen Menschen, die sich bei der Stiftung Deutsche Depressionshilfe ehrenamtlich engagieren, fragen Betroffene nach ihren Erfahrungen und Tipps unter dem Motto „Was ich gerne früher gewusst hätte“.
Außerdem gibt es ein Kulturprogramm unter der Moderation von TV-Moderatorin Eva Imhof. Dabei lesen Benjamin Maack und Eva Jahnen aus ihren aktuellen Büchern über Depression und die studierte Musikerin und Professorin für Psychologie und Psychotherapie Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier spielt ein Querflöten-Solo.
Begleitet wird das Bühnenprogramm durch zahlreiche Informationsstände von Selbsthilfegruppen und regionalen Bündnissen gegen Depression. Die Gäste des Patientenkongresses erleben zudem die Verleihung des 7. Deutschen Medienpreis Depressionshilfe (siehe gesonderte Pressemitteilung).
Ehrung: 25 Jahre Engagement für mehr Aufklärung über Depression
Mit zwei besonderen Ehrungen wird im Rahmen des Patientenkongresses das herausragende Engagement für die Aufklärungsarbeit der regionalen Bündnisse gegen Depression gewürdigt. In den vergangenen 25 Jahren haben sich in über 90 Regionen und Städten solche Bündnisse gegen Depression gegründet, die sich vor Ort für eine bessere Versorgung und Unterstützung von Menschen mit depressiven Erkrankungen einsetzen. Die Auszeichnung für das „Längste Ehrenamt“ erhält Dr. Ulrich Walter. Der Psychiater engagiert sich seit 21 Jahren ehrenamtlich als Gründer, Initiator und Vorsitzender des Bündnisses gegen Depression Fulda und hat dessen Entwicklung maßgeblich geprägt. Zudem wurde das Leipziger Bündnis gegen Depression e.V. ausgezeichnet. Gewürdigt wird dessen kontinuierliche und umfängliche Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, zahlreiche Schulungen sowie vielfältige kreative und bewegungsorientierte Angebote für Betroffene.
Ermöglicht wird der Patientenkongress Depression durch die finanzielle Unterstützung von Aktion Mensch und der Reiss Stiftung sowie dem Gesundheitszentrum Bad Laer Stiftung und dem Marieluise von der Warth Stiftungsfonds.
Ab ca. 18 Uhr können Sie unter folgendem Link Pressefotos herunterladen: http://cloud.deutsche-depressionshilfe.de/public/download-shares/7DTWiHfpwawvqlLdq2lWbVVMSMaXGIqc
cloud.deutsche-depressionshilfe.de/public/download-shares/7DTWiHfpwawvqlLdq2lWbVVMSMaXGIqc
Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention
Heike Friedewald
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0341 223 874 12
E-Mail: presse@deutsche-depressionshilfe.de
Über die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention
Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention hat sich die bessere Versorgung depressiv erkrankter Menschen und die Reduktion der Suizide in Deutschland zum Ziel gesetzt. Neben Forschungsaktivitäten bietet die Stiftung Betroffenen und Angehörigen unter ihrem Dach vielfältige Informations- und Hilfsangebote wie das Diskussionsforum Depression und das deutschlandweite Info-Telefon Depression. In 90 Städten und Kommunen haben sich Bündnisse gebildet, die auf lokaler Ebene Aufklärung über die Erkrankung leisten. Vorstandsvorsitzender ist Prof. Dr. Ulrich Hegerl. Die Schirmherrschaft hat der Entertainer und Schauspieler Harald Schmidt übernommen. www.deutsche-depressionshilfe.de
Über den Deutschen Patientenkongress Depression
Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention veranstaltet am 30.Mai 2026 den Deutschen Patientenkongress Depression in der Alten Oper Frankfurt am Main. Die in Deutschland einmalige Veranstaltung bietet an Depression erkrankten Menschen und deren Angehörigen Informationen von Fachleuten sowie zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch mit anderen Betroffenen. Erwartet werden in der Alten Oper rund 1.300 Gäste. Die Moderation übernimmt wie immer der Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention Harald Schmidt. Dabei sein werden auch weitere Prominente, um sich für mehr Aufklärung über Depression einzusetzen. Angekündigt haben sich der Ex-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg, Bestseller-Autorin & Brautausstatterin Sanna Lindström („Zwischen Tüll und Tränen“) und Ex-Radprofi Jan Ullrich. www.deutsche-depressionshilfe.de/kongress
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