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14
02
2026

Der Sieger Geoffrey Kamworor - Foto: Ras Al Khaimah Halbmarathon

RAS AL KHAIMAH-HALBMARATHON 2026: Geoffrey Kamworor dominiert mit Jahresweltbestzeit in Ras Al Khaimah – Jörg Wenig

By GRR 0

Geoffrey Kamworor hat mit einer beeindruckenden Leistung den hochklassigen Ras Al Khaimah-Halbmarathon in den Vereinigten Arabischen Emiraten gewonnen.

Mit 58:14 Minuten erzielte der 33-jährige Kenianer eine deutliche Jahresweltbestzeit und zeigte, dass er zurück in Bestform ist. Kamworor, der in Ras Al Khaimah bereits 2013 triumphiert hatte und dann in der Folge dreimal Halbmarathon-Weltmeister wurde und zeitweilig den Weltrekord hielt (58:01), lief bei sehr guten Wetterbedingungen die zweitschnellste Zeit seiner Karriere.

Es ist zugleich die zweitschnellste Zeit, die jemals in Ras Al Khaimah gelaufen wurde. Den Streckenrekord hält Jacob Kiplimo (Uganda), der vor vier Jahren in 57:56 gewonnen hatte.

Birhanu Balew (Bahrain) und Gideon Rono (Kenia) belegten am frühen Sonnabend Morgen die Plätze zwei und drei mit Weltklassezeiten von 58:23 beziehungsweise 58:38. Insgesamt gleich fünf Läufer erzielten Zeiten von unter 59:00 Minuten. In dieser Hinsicht war es eines der besten Halbmarathonrennen aller Zeiten.

In einem von Beginn an sehr schnellen Rennen passierten vier Athleten den 15-km-Punkt nach 41:25 Minuten. Danach löste sich Geoffrey Kamworor von seinen Konkurrenten und nachdem er Kilometer 17 in 2:42 Minuten gelaufen war, hatte er einen deutlichen Vorsprung. „Ich wusste ab Kilometer 14, dass ich gewinnen würde“, sagte der zweimalige Crosslauf-Weltmeister, der zusammen mit Kenias Marathon-Superstar Eliud Kipchoge trainiert. „Diese Leistung ist eine große Motivation für mich. Ich bereite mich jetzt auf den London-Marathon vor“, sagte Geoffrey Kamworor, dessen großes Ziel es ist, bei Olympia für Kenia im Marathon zu starten. 

Das Frauen-Rennen in Ras Al Khaimah war vergleichsweise längst nicht so hochklassig, aber dafür spannend bis zum Schluss. Am Ende setzte sich eine Debütantin durch: Die Äthiopierin Asmarech Anley überholte auf den letzten paar hundert Metern ihre Landsfrau Melknat Wudu und gewann in 67:22. Wudu lief mit 67:27 auf Platz zwei, Dritte wurde Magdalena Shauri (Tansania) in 67:32. „Ich habe erst auf dem letzten Kilometer gedacht, dass ich gewinnen könnte“, sagte Asmarech Anley, die vor drei Jahren Afrikas Junioren-Meisterin über 3.000 m war.

Siegerin Asmarech Anley – Foto: Ras Al Khaimah Halbmarathon

„Ich werde in naher Zukunft weiterhin Halbmarathonrennen laufen. Für ein Marathon-Debüt bin ich noch nicht bereit“, sagte die erst 21-Jährige, die in Ras Al Khaimah den bisher größten Sieg ihrer Karriere feierte.

Ergebnisse

Männer:

1. Geoffrey Kamworor KEN 58:14

2. Birhanu Balew BRN 58:23

3. Gideon Rono KEN 58:38

4. Jemal Mekonen ETH 58:55

5. Samwel Masai KEN 58:59

6. Benjamin Ratsim TAN 59:56

7. Jirata Dinki ETH 59:57

8. Yismaw Dillu ETH 60:05

9. Brian Kibor KEN 60:07

10. Mao Ako TAN 60:20

Frauen:

1. Asmarech Anley ETH 67:22

2. Melknat Wudu ETH 67:27

3. Magdalena Shauri TAN 67:32

4. Jesca Chelangat KEN 67:33

5. Cynthia Chepkwony KEN 67:35

6. Aselef Kassie ETH 67:47

7. Gete Alemayehu ETH 68:43

8. Margret Chacha KEN 68:57

9. Emebet Kebede ETH 69:11

10. Addise Cheklu ETH 70:01

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: https://rakhalfmarathon.com

Jörg Wenig

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