Victoria Hudson - Nummer 1 der Welt - Foto: ÖLV
ÖLV – Victoria Hudson – Nummer 1 der Welt am Jahresende 2025
Der 28. Juni 2025 wird als besonderer Tag in die Geschichte der österreichischen Leichtathletik eingehen.
2025: Victoria Hudson, Speerwurf – 67,76 m
2020: Ivona Dadic, Siebenkampf – 6.491 Punkte
1971: Ilona Gusenbauer, Hochsprung – 1,92 m
1969: Liese Prokop, Fünfkampf – 5.352 p
1963: Heinrich Thun, Hammerwurf – 69,77 m
1944: Herma Bauma, Speerwurf – 44,42 m
1936: Herma Bauma, Speerwurf – 45,71 m
1914: Otto Egger, Weitsprung – 7,18 m
Im letzten Jahr gelang der 29-jährigen Hudson mit EM-Gold ein historischer Erfolg. Weltjahresbeste am Ende eines Kalenderjahres zu sein, ist ebenfalls ein besonderes Highlight und brachte ihr verdient den Sieg bei der „Wahl zu Österreichs Leichtathletin des Jahres 2025“ ein. Angesprochen auf die Weltjahresbestleistung antwortete sie am Montag: „Früher hätte ich nie gedacht, dass das möglich ist. Auch wenn man dafür keine Medaille oder Trophäe bekommt, ist es ein großer Erfolg, auf den ich immer sehr stolz zurückblicken werde.“
Screenshot am 31.12.2025 (Website von World Athletics)

Top-100-Platzierungen der Österreicher:innen (Stand 31.12.2025)
Nachfolgend wollen wir auf die weiteren Top-100-Platzierungen der heimischen Leichtathlet:innen in der Weltbestenliste 2025 in den Disziplinen des olympischen Programms blicken. Am zweitbesten gereiht ist Hürdensprinter Enzo Diessl, der heuer mit U23-EM-Gold glänzte und Anfang dieser Woche erstmals zu „Österreichs Leichtathleten des Jahres“ gewählt wurde.
| 1. | Victoria Hudson | Speerwurf | 67,76 m |
| 23. | Enzo Diessl | 110 m Hürden | 13,17 s |
| 31. | Verena Mayr | Siebenkampf | 6.159 p |
| 31. | Lukas Weißhaidinger | Diskuswurf | 67,03 m |
| 38. | Endiorass Kingley | Dreisprung | 16,85 m |
| 42. | Caroline Bredlinger | 800 m | 1:58,95 min |
| 42. | Matthias Lasch | Zehnkampf | 7.986 p |
| 50. | Susanne Gogl-Walli | 400 m | 50,91 s |
| 50. | Karin Strametz | 100 m Hürden | 12,81 s |
| 64. | Raphael Pallitsch | 1500 m | 3:32,96 min |
| 67. | Sarah Lagger | Siebenkampf | 5.908 p |
| 68. | Chiara-Belinda Schuler | Siebenkampf | 5.904 p |
Interessant zu sehen ist, dass die Mehrkämpfer:innen allesamt passabel klassiert sind. Besonders bitter ist, dass Siebenkämpferin Verena Mayr trotz sehr guter Platzierung in der Weltbestenliste nicht bei der WM antreten durfte. Die komplizierte Qualifikationsarithmetik und auch das kleinste WM-Starterinnenfeld (24) aller Disziplinen verhinderte ihr Antreten in Tokio. Der nächstklassierte Athlet Österreichs außerhalb der Top-100 ist übrigens Stabhochspringer Riccardo Klotz, der mit seiner Saisonbestleistung von 5,55 m auf Rang 104 das Jahr 2025 abschließt.
Die besondere Situation im Marathonlauf
Österreichs WM-Teilnehmer:innen im Marathon, Julia Mayer und Aaron Gruen, sucht man vergeblich unter den besten Einhundert der Welt. Mayer rangiert mit ihrem neuen österreichischen Rekord von 2:26:08 Stunden auf Platz 174, allerdings liegen gleich 65 Äthopierinnen und 49 Kenianerinnen vor ihr und verzerren somit das Bild in dieser Disziplin gewaltig. Bei den Olympischen Spielen dürfen zum Beispiel nur drei Athletinnen pro Land antreten. Würde man diesen Maßstab ansetzen, wäre Österreichs Rekordhalterin auf Platz 49.
Ähnlich ist die Situation bei den Männern. Aaron Gruen ist mit dem neuen österreichischen Rekord von 2:09:53 Stunden sogar nur auf Rang 371 der Welt im Jahr 2025 gelistet. Wenn man allerdings 108 Kenianer, 92 Äthiopier und 55 Japaner miteinbezieht, die allesamt heuer schneller als er liefen, relativiert das seine Plus-300-Platzierung wesentlich. Bei einem Ranking von drei Läufern pro Land wäre Gruen auf Rang 75.
Ein Blick auf die Staffeln
Sechs Staffelbewerbe sind Teil des olympischen Programms der kommenden Spiele in Los Angeles 2028. Die neueste Staffel, nämlich die 4×100-m-Mixed-Staffel, wurde noch niemals von einem österreichischen Quartett gelaufen. Somit bleiben die beiden 4×100-m-Staffeln (Männer, Frauen) und die drei 4×400-m-Staffeln (Männer, Frauen, Mixed) für unsere Betrachtung übrig. So wie bei Olympischen Spielen üblich wurde für die nachfolgende Statistik nur eine Staffel pro Land gewertet.
Wie zu erwarten, schneidet hier die Damen-Sprintstaffel über die kurze Distanz am besten ab und darf sich nach der Einbürgerung von Christania Williams (startberechtigt für Österreich seit 1.12.2025) Hoffnungen auf weitere Schritte nach vorne machen. Als erstes Ziel gilt die neuerliche EM-Qualifikation für Birmingham 2026. Dort möchte das ÖLV-Damen-Quartett ein gewichtiges Wörtchen um die acht Finaltickets mitsprechen.
| 38. | ÖLV-Nationalteam (Brunninger, Lindner, Posch, Willhuber) | 4×100 m Frauen | 44,16 s |
| 50. | ÖLV-Nationalteam (Strohmayer-Dangl, Vogel, Wolf, Bredinger) | 4×400 m Mixed | 3:20,52 min |
| 56. | ÖLV-U23-Nationalteam (Klimov, Förster, Diessl, Lang) | 4×100 m Männer | 39,63 s |
| 56. | ÖLV-Nationalteam (Wolf, Lengauer, Locsmandy, Strohmayer-Dangl) | 4×400 m Männer | 3:08,59 min |
| 74. | ULC Riverside Mödling (Wohlrab, Dünser, Jörgl, Dlauhy) | 4×400 m Frauen | 3:50,34 min |
ÖLV – Helmut Baudis
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