Der Mops - Foto: Veranstalter
Nicht nur 27 Möpse lassen grüßen. Brandenburg bietet bunte Lauf-Vielfalt. Klaus Weidt berichtet.
Der Brandenburger Mopslauf hinterlässt Spuren. Detlef Voigt begrüßte uns bei der letzten Begegnung in der Havelstadt mit drei maschinenbeschriebenen Seiten.
Auf denen hatte Antje Martin, mit ihm Begründerin dieses originellen Laufs, mal Auszüge aus Karten und Briefen aufgelistet, die sie erhalten hatten. 88mal Lob!
Hier nur eins davon: „Sehr geehrter Herr Voigt! Hiermit möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken für die tolle Möglichkeit, am Mopslauf teilzunehmen. Uns freute es sehr, alle Möpse anzutreffen und kleine versteckte 0rte zu erkunden, die wir bisher in Brandenburg noch nicht kannten. Eine wunderbare Idee! Ida, Moritz und Ivonne Herzog“.
Brandenburg an der Havel ist inzwischen für viele Laufideen bekannt. Eine schöne Tradition sind die Spendenläufe, mit denen so manches Projekt, vor allem für Kinder, in die Tat umgesetzt wurde. Vor kurzem konnte ein kleines Jubiläum gefeiert werden: Fünf Jahre Spendenlauf Kirchmöser, „mit starker Partnerschaft und Rekordbeteiligung“, wie Detlev Voigt betont. Als wir uns trafen, hatten die Brandenburger gerade ihren „Gänsebratenvernichtungslauf“ mit Längen bis zu 30 Kilometern in toller Stimmung erlebt. Nach der Idee vom SCC Berlin übernommen, mit dem sie eine gute Partnerschaft pflegen. Und der Silvesterlauf mit fast 400 Startern konnte auch bunt gefeiert werden.
Die Brandenburger vom VfL sprühen voller Ideen und können sich über steigende Teilnehmerzahlen durchweg freuen. Zurzeit bereiten sie nicht nur den traditionellen Crosslauf in Göttin vor (7.3.) vor, sondern denken bereits an den 6. Mopslauf. Dieser ist schon ungewöhnlich, aber deshalb wohl auch so begehrt. Hier wird mit 1000 und mehr Teilnehmern gerechnet, darunter Familien mit Kinder
Denn Loriot, einst in Brandenburg an der Havel geboren, lässt grüßen. 27 kleine und mittelgroße Möpse ließen die Stadtväter einst in den verschiedensten Gegenden zu seiner Erinnerung errichten. Und da kamen die lauffreudigen Organisatoren Antje Martin und Detlev Voigt auf die grandiose Idee einer „Mopslaufsuche“.

Antje Martin – Foto: Veranstalter
20 Tage lang währt diese diesmal, Start am 24. März, nach Ostern ist Finish. Bis dahin können alle Läufer, Walker, Wanderer mit einem speziellen Mopslauf-Ticket so viel der kleinen Hunde wie möglich erkunden und haben ihre Scheine bei den Organisatoren mit zurückgelegter Zeitangabe abzuliefern. Mit vielen Spenden konnte inzwischen sogar ein „Waldmopszentrum“ finanziert werden.
Der Lohn für jeden „Mopsfinder“ ist übrigens sehr begehrt: ein Zertifikat und – eine Mops-Medaille!
Laufhöhepunkt dürfte, nach Teamstaffeln, Stadtmeisterschaften und Scholle-Marathon, wieder der Beetzseelauf sein. Zum 42.mal findet er bereits statt, traditionell Anfang Oktober, und das an einem der wohl schönsten Seengebieten des Havellandes.
Teilnehmerinnen beim Scholle_Lauf – Foto: Veranstalter
Übrigens gibt es in diesem Jahr erstmals zwei Mopsläufe. Nach dem einen über Ostern noch einen Anfang Juni. Da nämlich wird mit Unterstützung des Vfl Brandenburg das 29. Läuferwochenende ausgerichtet. Einst, 1997, eine Idee von Marathon-Doppelolympiasieger Waldemar Cierpinski, wurde es von der Reisezeit Tourismus GmbH Jahr für Jahr mit vielen Verbündeten weiter gepflegt.
Diesmal mit den Brandenburgern. Detlev Voigt und Antje Martin freuen sich auch schon darauf.
Loriots Möpse lassen schon jetzt grüßen…
Klaus Weidt
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