Klaus Banka (r.) und Horst Milde - Foto: "Schwarwälder Bote"
Klaus Banka – der Macher des Schwarzwald-Marathon ist tot – Wilfried Raatz
In der durchaus bewegten Geschichte des Schwarzwald-Marathon, einem der ältesten deutschen Marathonläufe mit dem ersten Start 1968, spielt Klaus Banka eine bedeutsame Rolle.
Der passionierte Marathonläufer mit einer 1979 in Kandel gelaufenen Bestzeit von 2:25:23 Stunden und einigen Starts in seiner Heimat Bräunlingen, gründete mit einigen Marathonfreunden 2001 die LSG Schwarzwald-Marathon.
Und wollte den „im Siechtum befindlichen Marathon“, wie die Badische Zeitung einmal über den vor dem Aus stehenden Landschaftsmarathon im südlichen Schwarzwald formulierte, zu neuem Leben erwecken.
„Der Impresario“, so titelte die Badische Zeitung den mit großem Engagement den 2001 als Gründungsmitglied und Vorsitzenden der LSG Schwarzwald-Marathon e.V. durchstartenden Klaus Banka. Denn er hatte Erfolg. In seiner Vorstandsschaft bis 2012 konsolidierte der LSG-Vorsitzende den Marathon und entwickelte ihn zu einer stabilen Größe in der deutschen Marathon-Landschaft, die primär durch die Stadtmarathonläufe geprägt war. Selbstbewusst warb er bei vielen Laufmessen landauf landab für „seinen“ Marathon.
Und trat sogar 2012 als Gastgeber der Jahrestagung von German Road Races (GRR) auf, die in Bräunlingen mit den Größen der Szene mit Berlin, Hamburg, München, Duisburg und Paderborn tagte.
GRR-Vorsitzender Horst Milde ehrte bei dieser Gelegenheit Klaus Banka für dessen jahrelanges erfolgreiches Engagement für den Schwarzwald-Marathon, wie ein Foto im Schwarzwälder Boten auch dokumentierte.
Seine Erfahrungen als Marathonläufer brachte er als Sportfachverkäufer im nahen Freiburg an die stetig wachsende Laufkundschaft und warb zugleich für den Schwarzwald-Marathon. So holte er 2011 mit Marthel van der Berge die 1968 als erste Frauensiegerin des Marathons ebenso wieder zurück nach Bräunlingen wie die vierfache Siegerin Liane Winter. Treffend zur 44. Auflage des Schwarzwald-Marathons wurde mit Stefanie Doll ein „Schwarzwälder Mädel“ Siegerin.
„Klaus war ein Macher“, gestand Pit Jenniches, zusammen mit Bankas Freund und dem Technik-Verantwortlichen Willi Brugger langjährige Sprecher des Marathons, „der den Job, den der damalige Bürgermeister Jürgen Guse ihn angetragen hatte, mit viel Herzblut ausführte. Kritisch, aber auch sehr kreativ als Organisator…“
Nach internen Querelen übernahm zunächst Thomas Schneider und ab 2014 Frank Kliche den LSG-Vorsitz und damit auch die Leitung des Schwarzwald-Marathon, der aktuell fast 3000 Finishern über alle Wettbewerbe vorweisen kann.
Klaus Banka lebte mit gesundheitlichen Problemen zurückgezogen in Bräunlingen. Mit seiner Frau Elfriede hatte Klaus mit Saska und Tobias zwei sportbegeisterte Kinder. Anfang März verstarb Klaus Banka im Alter von 75 Jahren mit einem Herzinfarkt.
Wilfried Raatz
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