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21
05
2012

Der Schotte auf der Moräne ©swiss runners

Die Vorstellung der schönsten Schweizer Läufe aus dem Heft „Swiss Runners 2012“ – Doppelte Marathon-Freude – Jungfrau Marathon vom 7.9 bis zum 9.9.2012

By GRR 0

Die Fakten imponieren. Nach vier Tagen war der letztjährige, 19. Jungfrau-Marathon ausverkauft. Läuferinnen und Läufer aus 55 Nationen hatten die begehrten Startplätze ergattert. Und damit war schon früh klar: Der Jungfrau-Marathon ist und bleibt der grösste (und bedeutendste) Marathon der Schweiz.

Bei der diesjährigen 20. Austragung ist vieles anders. Wie schon bei der zehnten Austragung wird der beliebte Klassiker – einst mit dem Prädikat «Die schönste Marathon-strecke der Welt» ausgezeichnet – im Doppel durchgeführt. 4000 starten am Samstag, 4000 am Sonntag – so der Plan. Und zur Attraktivitätssteigerung wird an beiden Tagen um (Berg-)Weltmeistertitel gerannt (zum 2. Mal nach 2007). Und der Run auf die Startplätze hat sofort eingesetzt. Rund 3000 Startplätze waren 14 Tage nach dem Rennen des letzten Jahres bereits vergeben.

Der Jubilar plant

Besonders soll der Jungfrau-Marathon 2012 als Ganzes werden. Schon am Freitag beginnt das Jungfrau-Marathon-Wochenende mit den Kinderrennen, mit dem Jungfrau-Minimarathon und dem Jungfrau-Pararace, beide als Sponsorenlauf aufgezogen sowie der Jungfrau-Meile mit den besten Mittel- und Langstrecklern der Schweiz sowie einigen geladenen Cracks aus dem Ausland. Umrahmt wird das vielseitige Wettkampf-angebot von einem bis anhin nie gesehenen Rahmenprogramm:

Das erstmals in Interlaken gastierende Schweizer Tournee-theater «DAS ZELT» bietet die ideale Platt form für die WM- und Farewell Party, beide mit DJ Ötzi & Friends (Samstag und Sonntag). Zudem bieten die Tellspiele exklusiv zwei Jungfrau-Marathon-Zusatzvorstellungen.

Den 20. Jungfrau-Marathon bereits im letzten Jahr bestritten haben Martin Beutler (und vier weitere Athleten). Dies darum, weil sie bereits im Jahr 2002 sowohl am Samstag wie am Sonntag die 42,195 km unter die Füsse nahmen und auch sonst bei jedem Jungfrau-Marathon mit von der Partie waren. Begonnen hat die Serie für Beutler eher zufällig. Als passionierter Turner entdeckte er eine Stärke zuerst für die Mittelstreckenläufe, sodann für die langen Distanzen.

Am Bieler 100-km-Lauf lief er mit, am Swiss Alpine Marathon. Da war der 1. Jungfrau-Marathon «Pflicht». Und als danach die berufliche Beanspruchung zunahm und das erste von mittlerweile drei Kindern zur Welt kam, bedeutete das Ziel Jungfrau-Marathon «so etwas wie Überlebenshilfe». Motivation zum Weitertrainieren lieferte er.

Von Höhepunkt zu Höhepunkt

Mittlerweile hat der 49-Jährige aus Goldiwil bei Thun privat und beruflich «wieder etwas mehr Luft». An weiteren Läufen hat er Gefallen gefunden. Der Jungfrau-Marathon ist aber «mein Lauf» geblieben. Von einem «landschaftlichen Leckerbissen» spricht er, von den imposanten Bergen, von Silberhorn, Jungfrau, Mönch und Eiger, von den so nahen Gletschern, vom Kontrast zwischen der Stadt Interlaken und der famosen Bergwelt, von den begeisternden Dorfpassagen, von «Höhepunkt zu Höhepunkt». Als Krönung aber empfindet er das steile Schlussstück vor Kilometer 41: «Für mich ist die Moräne zum Kraftort geworden, hier geht es mir einfach gut», sagt er.

Viele Geschichten hat Martin Beutler zu erzählen zum Jungfrau-Marathon. Hier eine letzte: «Auch ich hatte Ambitionen, wollte mehrmals unter fünf Stunden einlaufen. Jedes Mal verhaute ichs kläglich. Doch als ich dieses Ziel für mich bereits abgehakt hatte, reüssierte ich letztes Jahr, mit weniger Erwartungen, aber offenbar locker.»

Mehr Informationen zum Jungfrau Marathon: www.jungfrau-marathon.ch

author: GRR

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