Franz Puckl steht für 90 Jahre bewegende Berglaufgeschichte.

Sein Berglauffreund Hans Müller hat ihm zum Jubel-Geburtstag ein Buch gewidmet. Der Jubilar selbst hat ein Exemplar seinen bayerischen Sportfreunden persönlich überreicht.

Wer ihn nicht persönlich kennengelernt hat, erfährt darin seinen Charakter und seine Unermüdlichkeit, etwas zu bewegen. Allem voran, sich selbst auf Trab zu halten. Der 1935 geborene Franz Puckl erzählt von den Wirrungen seiner Kindheit, die auch kurz im bayerischen Regensburg stattfand.

Dann aber ist er in den österreichischen Bergen, speziell in Kitzbühel und in Going zu einem Idol geworden. Mit seinem „Herzblatt“ Berta residiert er auf Augenhöhe am Fuße des Koasa mit den Villen von Franz Beckenbauer, ehe er selbst Fußballer wurde und 1971 den FC Going gründete.

Wen wundert`s, dass er in Kitzbühel dem Skisport verschrieben war. Toni Sailer und Ernst Hinterseer haben das „Goldene Zeitalter“ von Kitzbühel geprägt. Und Franz Puckl die Berglaufära! Kitzbühel ohne Toni Sailer, das wäre Paris ohne Eiffelturm. Und ohne Franz Puckl könnte sich die Kitzbüheler Bergwelt nicht mit dem Montblanc messen. Toni Sailer, der „Blitz aus Kitz“ war es auch, der ihm zum Chef der Langlaufschule machte.

Vom Koasalauf zum Wasalauf

Spätestens hier wurde der Franz zum Ausdauerphänomen. Er bestritt die besten Langläufe und setzte diese Serie auch in Bergschuhen bei den Fitmärschen vom Koasamarsch bis zum Karwendelmarsch fort. Dann begann seine Zeit als Läufer, ärgerte sich über seine erste Marathonzeit von drei Stunden und einer Minute, die er dann aber auf Bestzeitniveau von 2:42 Std. schraubte. Damit aber war er noch nicht

Der Blitz aus Kitz im Berglauf

Wohl aber als Organisator und lebendes Sportarchiv auf allen Ebenen bekannt. Seine Liebe zum Berglauf lernte er ausgerechnet in der Schweiz kennen, ehe er 1979 den 1. Kitzbüheler Hornlauf ins Leben rief. Bis heute lässt er sich das und ohne Unterbrechung nicht nehmen. Seit 1982 ist er ebenso Gründer und Organisator des Astberglaufes in Going.

Sein unermüdliches Wirken ist natürlich auch in Bayern bekannt, zumal er nach über 2000 Wettkämpfen auch mit 90 noch auf dem einen oder anderen kürzeren Berglaufstrecken unterwegs ist. Man möge ihm nur ein „weiter so“ zurufen: Franz Puckl!

Die Bayerische Laufzeitung – Erwin Fladerer – Eschenweg 8 – 84562 Mettenheim – Tel (0 86 31) 16 64 64