Dominic Lobalu_Bilbao 10 km Foto: @fotorunners.es
Berliner Halbmarathon2 026: Dominic Lobalu nähert sich dem Schweizer Rekord
Sechs Wochen nach dem Barcelona-Halbmarathon (59:26) doppelte Dominic Lobalu in Berlin über dieselbe Distanz nach: In 59:23 Minuten näherte sich der viertplatzierte St. Galler dem Schweizer Rekord von Julien Wanders (59:13) bis auf zehn Sekunden.
Matthias Kyburz (1:01:29) präsentiert sich zwei Wochen vor dem Paris Marathon in Bestform.
Dominic Lobalu (LC Brühl) wollte die nahezu perfekten Laufbedingungen in der deutschen Hauptstadt nutzen, um als erst zweiter Europäer die 59-Minuten-Barriere zu durchbrechen. Dabei entwickelte sich das auf Strecken- und Europarekord (58:41) ausgerichtete Rennen trotz Tempomachern weniger gleichmässig als geplant.
Die ersten 5 km durchmass die Spitzengruppe in 14:02 Minuten, die 10 km in 27:50 und die 15 km in 41:52. Danach war es der Schweizer Ex-Europarekordhalter über 5 km und 10 km, der kurzzeitig die Tempoarbeit übernahm und ein Führungsduo mit dem späteren Sieger Andrea Kiptoo (KEN) bildete.
Als von hinten Pacemaker Dennis Kipkemoi (KEN) und der deutsche Rekordmann Amanal Petros heranstürmten, vermochte Lobalu indes nicht mehr zu kontern. Mit Platz 4 in 59:23 Minuten erreichte der 10’000-m-Europameister die zweitbeste Halbmarathonzeit eines Schweizer Läufers nach Julien Wanders (59:13 im Jahr 2019 – damals Europarekord).
Seinen Hausrekord von 59:12 Minuten hatte Lobalu 2022 aufgestellt, bevor er ab September 2023 international für die Schweiz starten durfte. Diesen Sommer will der 27-jährige Olympia-Vierte über 5000 m und dreifache EM-Medaillengewinner seine Heimat an der Leichtathletik-EM in Birmingham (GBR) und an der Strassenlauf-WM in Kopenhagen (DEN) vertreten.
Kyburz und Wägeli mit Bestzeiten
Auf dem Weg zum Paris Marathon in zwei Wochen liess Matthias Kyburz (19./LC Basel) eine Halbmarathon-Bestzeit notieren. In 1:01:29 Stunden war der frühere OL-Weltmeister 17 Sekunden schneller als im vergangenen Jahr in Sevilla (ESP) und untermauerte Position fünf in der nationalen Allzeitbestenliste.
Ebenfalls persönliche Halbmarathon-Rekorde liefen Berlin-Newcomer Jonathan Hofer (LC Zürich/1:02:51) und Patrik Wägeli (LC Frauenfeld/1:03:24). Letzterer hatte sich erst vor sechs Wochen beim Sevilla-Marathon auf 2:12:01 gesteigert.
Schweizer Rekord- vor Titelhalterin
Im Elitefeld der Frauen meldete sich Schweizer Rekordhalterin Fabienne Schlumpf (TG Hütten) mit Platz 19 in 1:10:27 zurück. Das ist ihre fünftstärkste Halbmarathon-Leistung überhaupt und die beste seit dem sechsten Rang an der EM in Rom (1:10:01).
Die Schweizer Marathon-, Halbmarathon- und 10-km-Titelhalterin Fabienne Vonlanthen (LC Schaffhausen) wiederum bewegte sich mit 1:11:11 Stunden im fast gleichen Leistungsbereich wie Anfang März in Wien (1:10:48), wo sie sich unter den sechs schnellsten Halbmarathon-Läuferinnen des Landes etabliert hatte.
Berlin (GER). Halbmarathon. Männer: 1. Andrea Kiptoo (KEN) 59:11. Dennis Kipkemoi (KEN) 59:11. 3. Amanal Petros (GER) 59:22. 4. Dominic Lobalu (LC Brühl) 59:23. Ferner: 19. Matthias Kyburz (LC Basel) 1:01:29. 30. Jonathan Hofer (LC Zürich) 1:02:51. 40. Patrik Wägeli (LC Frauenfeld) 1:03:24. 62. Armin Flückiger (TV Oerlikon) 1:05:17. 66. Jerome Furer (LV Thun) 1:05:42.
Frauen: 1. Likina Amebaw (ETH) 65:07. Ferner: 21. Fabienne Schlumpf (TG Hütten) 1:10:27. 27. Fabienne Vonlanthen (LC Schaffhausen) 1:11:11. 42. Samira Schnüriger (LC Regensdorf) 1:15:00.
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