Volksbank-Münster-Marathon – stimmungsvolle 24. Auflage bei Rekordteilnehmerzahl
Die Münsteraner Bevölkerung hat erneut bewiesen, dass sie ihren Volksbank-Münster-Marathon lieben. Trotz leichtem Nieselregen, der immer einmal wieder vom Himmel kam, dem Rennen aber auch längere Regenpausen gönnte, standen Tausende an der Strecke und jubelten den Läuferinnen und Läufern zu. So war es nicht verwunderlich, dass so manch ein Finisher im Ziel mit Freudentränen zu kämpfen hatte. Auch die von Markus Müller alias Immo Adler entwickelten Songs „Run your Dream“ und „Münster´s so proud“ entwickelten sich schnell zu Ohrwürmern, zu denen man mittanzte und sogar mitsang.
Vielleicht auch durch das Ziel des argentinischen Läufers Ignacio Erario, den argentinischen Landesrekord zu verbessern, war das Tempo bereits bei Kilometer 10 sehr ambitioniert. So forderte die 42,195 km lange Strecke bei Regen, zeitweisem Wind und hoher Luftfeuchtigkeit doch ihren Tribut, wodurch der Favorit mit der schnellsten vorangemeldeten Zeit ungefähr bei der Hälfte der Strecke ausfiel. Souverän spulten die kenianischen Läufer ihre Pace ab, so dass Dickson Kiptoo nach 2:10:03 Stunden – eine knappe Minuten hinter dem Streckenrekord – das Ziel erreichte. „I love Münster“ war sein Kommentar auf der großen Zielbühne, als er geehrt wurde. Sein Namensvetter Dickson Kiprop kam nach 2:10.46 Stunden und Emanuel Giniki Gisamoda aus Tansania in 2:12:37 Stunden ins Ziel.
Bei den Damen siegte überraschend Agrie Belachew Wole aus Äthiopien in persönlicher Bestzeit von 2:28:43 Stunden, zwar eine Minute hinter der Streckenrekordzeit aber mit der zweitbesten je gelaufenen Zeit beim Volksbank-Münster-Marathon und neuer persönlicher Bestzeit für sie selbst. Hinter ihr kamen Cecilia Michael aus Kenia (2:30:22 Stunden) und Azalech Woldeselasse (2:31:09) ins Ziel.
Schnellster Deutscher wurde nach einigen Jahren Pause einmal wieder Elias Sansar in 2:23:10 Stunden vor Marco Giese von der SG Wenden in 2:24:39 Stunden und Lokalmatador Manuel Kruse von der Running Crew in Münster in 2:24:57 Stunden, dem der Hattrick dreimal hintereinander schnellster Deutscher zu werden, leider nicht gelang.
Schnellste Deutsche wurde Lisa Huwatscheck aus Hannover in einer nie dagewesenen Zielzeit aus deutscher Sicht von 2:34:31 Stunden. Damit hat die deutsche Nachwuchsläuferin die Rekordzeit von Miriam Zink aus dem Jahre 2019 geknackt. Zweite wurde Lena Wilmsen vom 1. Deutsch Niederländischen Corps und Dritte Katja Tegler von der Running Crew aus Münster.
Ein absolutes Highlight lieferte der Deutsche Meister von 2022 und Spitzenathlet Hendrik Pfeiffer über beim Wecker 28 km-Lauf in Vorbereitung auf den Chikago Marathon im Oktober. Mit 1:27:00 Stunden pulverisierte er den bisherigen Rekord über diese Distanz, die bis dahin seine Frau Esther Pfeiffer hielt, die seinen Zieleinlauf mit Michael Brinkmann auf der Zielbühne kommentierte.
Es zeigte sich einmal mehr: Münster bewegte die Massen, sowohl Läuferinnen und Läufer, aber auch Zuschauende, die sogar bis zum Zieleinlauf der 6-Stunden-Läufer und der Ankunft des Besenbusses im Regen ausharrten und bis zuletzt applaudierten. Erneut ein Marathon der Emotionen mit über 300 Künstlern, vielen Fangruppen an der Strecke und unschlagbarer Stimmung beim langgestreckten Zieleinlauf mit dem Finish auf dem legendären roten Teppich zwischen den schönen historischen Giebelhäusern der Stadt und der Lambertikirche.
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