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EM – Birmingham 2026 in den 12 Lauf-Disziplinen 3x Gold – 2x Silber – 2x Bronze © Lothar Pöhlitz*
„Was tun sprach Zeus – die Welt ist vergeben“, fragt man sich nach der EM in Birmingham 2026, es waren ja noch keine WM- oder Olympia-Finals. 116 DLV-Athletinnen und Athleten kämpften gegen 48 Nationen mit derzeit 1645 „Europas Besten“ um 50 „Medaillen-Sätze“. Und unsere Mittel- und Langstreckler der Frauen und Männer waren vorn dabei:
Am Ende zeigt die Medaillen-Tabelle diesen Stand:
1. Italien 22 – 10 / 6 / 6
2. Großbritannien 19 – 9 / 8 / 2
3. Deutschland 21 – 6 / 10 / 5
4. Niederlande 14. – 5 / 3 / 6
5. Norwegen 6 – 4 / — / 2
6. Schweiz 7 – 3 / 3 / 1
Mit einem besonderen Beitrag der German-Läufer*innen
Nach nur zwei Laufmedaillen bei der letzten EM 2024 in Rom präsentierten sich unsere Läufer*innen bei der 2026er EM mit 7 Medaillen in 12 Disziplinen der Frauen und Männer im Aufwärtstrend weiter konkurrenzfähig für die Zukunft.
Florian Bremm – Gesa Krause – Olivia Gürth – Lea Mayer – Amanal Petros – Frederik Ruppert – Karl Bebendorf und das Marathon-Team
Ungewöhnlich und positiv auffällig zur Vergangenheit war der weitere Aufstieg von „swiss-athletics“ in vielen Disziplinen. Sie haben sieben Medaillen gewonnen und auf breiter Front auf sich aufmerksam gemacht. Audrey Werro (Coach Christiane Berset Nuoffer) krönte, mit zwei weiteren Finalistinnen, die Schweizer Arbeit der letzten Jahre in einem beeindruckenden 800m-Meisterschaft-Finale trotz Wind von der Spitze in 1:54,81 (400m 56,45“ !!!) mit Gold, am Ende vor Keely Hodgkinson (1:55,01 min) und Femke Bol in 1:55,54 min. Durch diese Vorbildleistung wird das Swiss-Talentfindungsprogramm MILLE GRUYÈRE über 600m oder 1000 m – durch das sie selbst gegangen ist – weiter Zulauf bekommen.
Dafür war der Niedergang des ehemals deutschen Kurz- und Hürden-Sprinterinnen-Wunders in Ost und West, diesmal ohne Finalplatzierungen so nicht erwartet. Und dann platzte auch noch die Staffel beim Wechsel Junk-Lückenkemper. Da werden viele intelligente Ideen zum Wiederaufbau gebraucht.
Nachdem bei der U20 – WM in Eugene / USA von den jungen leider „Nicht-Wilden“ keine Lauf-Medaille gewonnen wurde, gelang den älteren deutschen Läufer*innen in Birmingham nun ein Neueinstieg in die Europa-Liga.
Mit Silber über 5000m für Florian Bremm fing alles an
Die 2025/2026 Fortschritte unserer Läufer*innen konnten beim Jahres-höhepunkt schon am Auftakt-Tag von Florian Bremm über 5000m (13:15,60) mit der sensationellen Silbermedaille nur „Millimeter“ hinter Jakob Ingebrigtsen (13:15,29 min – NOR) gezeigt werden. Endlich, eine tolle Überraschung, während fast parallel dazu die Jahre gefeierte Gina Lückenkämper im 100m Halbfinale als Fünfte ausschied.
Florian hat danach voller Glück erzählt, wie er über Jahre geackert hat.
Von mehr Kilometern im Höhentraining, vom hochvolumigen Ansatz, Kopfarbeit, Unter- und Überdistanzrennen, Partnertraining, mit ent-sprechenden Regenrationsphasen und der Unterstützung vom IAT sprach Florian Bremm nach seiner tollen12:56,80 Minuten p.B. über 5000m in Turku / FIN.
Der 5000m Lauf der Frauen war dagegen eine große Enttäuschung, nicht nur für die Zuschauer. Nach 4000m Dauerlauf-Tempo des geschlossenen Riesenfeldes ein Steigerungslauf bis zum Ziel in dem Deutschlands Einzige (!) im Feld, die offensichtlich defensiv eingestellte 21jährige Vanessa Mikitenko in 15:54,49 Minuten 14.te wurde
Über die Mittelstrecken (800 / 1500m) der Frauen und Männer ist am Beispiel der 800m – Quali und den Halbfinals der Männer einmal besonders zu reden, zumal den deutschen (kein Finalplatz) die weitere Annäherung an das Weltniveau auch 2026 nicht gelang.
Der Weltrekord steht bei 1:40,91 Minuten (Frauen 1:53,28 min), seit dem 9. August 2012 im Olympia-Finale in London. Vor der EM waren bereits 28 Läufer unter 1:44,0 gelaufen. Nach 11 Halbfinal-Zeiten unter 1:45 Minuten wurden die drei Medaillen schließlich im 800m Finale in 1:54,81(nach 56,45“ bei 400m) für Gold, in 1:55,01 für Silber und in 1:55,54 min für Bronze überreicht.
Dabei kann man ja nicht meckern, wenn Smilla Kolbe sich im ersten 800m-Vorlauf mit 1:57,80 – BL fürs HF qualifizierte, das Finale, nach einem tollen Rennen in ihrem derzeitigen Leistungsbereich, nur hauchdünn verpasste, und auch die 20jährige Jana Becker in ihrem 800m Vorlauf Bestleistung lief, aber mit 1:59 Letzte wurde. Wir haben derzeit keine Besseren. Das sind Beispiele für p.B. beim Höhepunkt, aber auch dass wir mehr Talente gegen das gestiegene Laufniveau in der Welt dringend brauchen.
Vom 800 Meter – Finale der Männer hatte man einen Knaller erhofft, aber es war am Ende ein 400m Steigerungslauf mit einem Mark English-Spurt auf der Zielgeraden. 1:45,26 Minuten – 1:45,62 min – 1:45,71 min reichten für die Medaillen. Für den 21jährigen Alexander Stepanov waren die 1:45,46 Minuten im ersten HF gut, aber zu knapp, nachdem im zweiten HF mit 1:43,49 – 1:43,84 Minuten die Zukunft des 800m Lauf eindrucksvoll vorgeführt wurde.
Unser Nachwuchs muß sich deshalb nun vor allem ihre Unterdisanzschwächen vornehmen, sich immer wieder um die p.B. als um bejubelte „tolle“ Spurtscheinsiege nach erster Runde als Letzter bemühen.
Im 1500m -Meisterschaftsrennen der Männer muss man sehr aufmerksam sein und einen am besten sechsten Gang für die letzte Runde haben, hat Robert Farken nach seinem zweiten Platz im HF schon einmal vorausgedacht. Er hätte Medaillenchancen, sogar den Sieg für mög-lich gehalten. Auf diese letzte Runde aber war er offensichtlich nicht vorbereitet und wurde durchgereicht auf Platz 9. Der neue Europameister nach wiedermal einen Sprintfinale in 3:35,70 min, heißt Stefan Nillesen (NL).
Nach Robert Farkens Fehleinschätzung fürs Finale, trotz Training in den USA, gibt es für unseren 800m/1500m Nachwuchs der Frauen und Männer nun richtig Arbeit, um den inzwischen Rückstand zum Weltniveau zu verkürzen. Vor allem auch, weil es schon in der Jugend-Mittelstrecke, große Unterdistanzschwächen gibt. Der Kampf um die p.B. wäre eine große Ausbildungsaufgabe und hilfreicher als bejubelte Spurtsiege nach einer ersten Runde als Letzter.
Danke Wolfgang für Deine Jahre für den Hindernislauf!
„Die guten Resultate im Hindernislauf sind das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklung. Die gibt es aber im gesamten Laufbereich. Das gilt auch für die Frauen. Gesa Krause ist natürlich ein Vorbild für jeden im Hindernislauf“ – Frederik Ruppert
Die Hindernis-Frauen und Männer Gesa Krause, Olivia Gürth, Lea Mayer, Frederik Ruppert, Karl Bebendorf und Niklas Buchholz krönten den Aufwärtstrend unserer Läufer*innen beim Jahreshöhepunkt EM mit ihren tollen Auftritten. Sie können alle 6 demnächst neue Best-leistungen. „Machet“ sagen die Kölner.
Gold – Bronze – Vierte – Gold – Bronze – Neunter
- In 9:12,69 Minuten holte Gesa Krause Gold, ihre fünfte EM-Medaille. Eine überzeugende, man hatte das Gefühl, sichere Sieg-Leistung, die demnächst auch eine neue BL zuläßt.
- Im Ziel jubelte sie mit ihrem langjähriger Coach Wolfgang Heinig und ihrem dreijährigen Töchterchen Lola. Vorbild auch wie sie sich nach fast einjähriger Babypause in die Weltspitze zurückgekämpft hat.
- Mit Kampfgeist gewann Olivia Gürth mit für die Zukunft wichtiger, wertvoller Höhepunkt-Bestleistung in 9:15,33 Minuten Bronze, das verdient einen besonderen Glückwunsch.
- Auf Medaillenkurs blieb Lea Mayer am letzten Wassergraben hängen. stürzte ins Wasser, wurde aber trotzdem noch Vierte- eine tolle Leistung. Da kann man gespannt auf ihr „demnächst“ sein
- Am Schlußtag ging die Feier weiter – es gab noch zwei EM-Medaillen für die deutschen Hindernisläufer. Egal ob offensiv oder defensiv gestaltet, ob man für 8:25,33 oder 7:59 Minuten eine Medaille, gewinnt, man muß von seinen Waffen überzeugt sein und man hatte das Gefühl Frederik war es.
- Frederik Ruppert top, er setzte überzeugend um, was er wollte Europameisterschafts-Gold.
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Es tut so gut, weil es so lange her ist, seit vor 40 Jahren Hagen Melzer zu Gold und Helsinki-Weltmeister Patriz Ilg zu Bronze liefen.
- Leider hat Karl Bebendorf einen zu langen Weg von ganz hinten gewählt, zu spät erkannt das auch er, trotz seiner Bronzemedaille, hätte siegen können. Er will es ändern, im Interview hat er es „versprochen“.
- Dem dritten deutschen Läufer Niklas Buchholz, der offensiv sein Glück versuchte, wird nach seinem 9.Platz die „Lehre von Florian Bremm´s „hochvolumigen Ansatz“, sicher beim nächsten Höhepunkt der gewünschte Platz weiter vorn gelingen.
Zum Abschluß für den Hi-Nachwuchs noch eine Empfehlung aus der Trainingslehre: „Der letzte Wassergraben und das letzte Hindernis sind die wichtigsten Hindernisse auf dem Weg zu Erfolgen“
Der Marathon der Frauen und Männer
beendete am Sonntag die EM der Läufer in Birmingham mit Gold für Amanal Petros und Team-Silber hinter Israel für Amanal Petros – Samuel Fitwi und Richard Ringer
Gold in 2:09:11 für Amanal Petros vor Pietro Riva (Italien; 2:09:11 h) und Gashu Ayale (Israel; 2:09:21 h). Samuel Fitwi (2:09:47 h) und Richard Ringer (2:10:05 h) folgten auf den Plätzen neun und zehn.
MIt dem Deutschen Marathonrekordler Amanal Petros stellten sich zum Abschluß der EM-Woche 6 deutsche Marathon-Läufer und 5 Frauen gegen Europas-Beste um nach 2 –2 ½ Stunden möglichst eine der möglichen 6 Medaillen zu erkämpfen. Ein Marathon auf mehr als welliger 5 km-Strecke die 8x zum Umrunden war und damit offensichtlich ungewohnte Ansprüche gegenüber Flachstrecken stellte. Obwohl durch die Teamwertung mit noch zusätzlicher Motivation, blieben am Ende nur zwei der erhofften 4 Medaillen.
Unsere Frauen unerwartet medaillenlos
In der Eurosport-Reportage aus Birmingham wurde – offensichtlich in Unkenntnis der Lage – der Sieg oder wenigstens eine Medaille für unsere Marathon-Frauen Hottenrott (16.te) und Königstein (ausgestiegen) erwartet. Die Probleme begannen für sie aber schon früh, bei etwa 25 km. Am Ende gab es keine Einzel- aber auch keine Mannschaftsmedaille. Die Finnin Alicia Vainio lief dagegen auf dieser für Spitzenzeiten anspruchsvollen Bergstrecke top – top – top – mental stark, von Beginn allein, zu dieser Spitzenzeit von 2:22:26 – Europameistertitel und Gold, 5 Minuten vor der Zweiten. Für ihre Silbermedaille hat die Ungarin Anna Vindics-Tóth (2:27:21 bestimmt Wolfgang Heinig umarmt, ihren Coach, der seit Jahren, für auch seine drei errungenen EM-Medaillen, seine Zeit als „nicht DLV-Coach“ in Trainingslagern opferte.
DLV-Vorstand Leistungssport DR. JÖRG BÜGNER
sah in seiner Vorschau Qualität, Dynamik, Aufbruchstimmung und hervorragende Form. Wir wollen den nächsten Entwicklungsschritt in Richtung Olympische Spiele machen. Das Ergebnis läßt zumindest gegenwärtig, bei einem Olympia-Medaillen Ausblick – richtig Hoffnungen aufkommen.“Natürlich gibt es auch die andere Seite des Leistungssports: Enttäuschungen, Tränen, Verletzungen und Wettkämpfe, die nicht so laufen wie erhofft. Wer alles investiert, darf auch enttäuscht sein. Entscheidend ist, wie man damit umgeht, was man daraus lernt und wie man daraus Stärke entwickelt“.
Aber es wird schwer, weil derzeit noch zu viele Startplätze im GER-Team frei waren, Europa nicht die Welt ist und weil auch die großen Verlierer die Konsequenzen kennen und die Olympia-Medaillen bekanntlich sehr hoch hängen.
Wenn zukünftig das notwendige Sportlehrer-Trainer-Personal in Schulen und Vereinen nicht gemeinsam die Defizite im Kinder- und Jugend-Training, dem Nachwuchsleistungs-Training und Hochleistungs-Training auflösen, f ü h r e n, bleiben Olympiamedaillen nicht nur 2028 Wunschträume.
Fazit ist – es gilt jetzt weiterzumachen
Natürlich gehen bei einer EM nicht alle Träume in Erfüllung. Wer es will, muß es auch können, am Tag X auf die hohen Weltniveau – Ziele bei Höhepunkten vorbereitet sein. Zu den EM- oder Weltbesten zu gehören bedeutet Investitionen für nicht irgendwann, Erfahrungen früher, bei den vielen Nicht-Höhepunkten zu sammeln um bei einer EM, WM oder OS erfolgreich, um eine Medaille kämpfen w o l l e n.
Trainer wissen wer verletzt, nicht fit oder krank war kann oder sollte nicht starten, kann keine Medaille gewinnen, das gilt für alle, auch für unsere Gegner. Das es in den letzten Jahren davon zu viele gab muß auf die Analyse-Liste. Auch warum im DLV über Jahre zu viele Talente aus dem U18- / U20-Bereich, auch solche hochgehandelten Talente wie Alina Reh, Hanna Klein, Alica Schmidt, Konstanze Klosterhalfen, Marc Reuter es nicht geschafft haben oder den Anschluß verloren.
Wann fahren unsere Läufer*innen, wie die Biathleten, in gemeinsame Höhen-Trainingslager
Im Zusammenhang mit der Vorstellung von Jürgen Klopp als Fußball-Chef–Coach mit seinem „6er Coach-Team“ wird es Zeit über die vakante Position eines Chef-Coaches der Läuferinnen und Läufer mit ihren insgesamt 36 möglichen Startplätzen in den 12 olympischen Lauf-Disziplinen nicht nur nachzudenken. Weltspitze erfordert außergewöhn-iche Talente, Investitionen, Monate im Höhentraining, Führung und Teamarbeit in den Disziplingruppen.
Für den Lauf-Spitzenbereich mit dem Ziel Olympia-Medaillen wäre vor allem wieder Führung notwendig, müssen die Zentralisierung-Strukturen der 80/90iger Jahre wiederhergestellt werden, in denen hauptamtliche Bundestrainer in den Bereichen
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Bundes-Chef-Trainer Lauf
- Bundestrainer Mittelstrecke Männer/Frauen Nachwuchs-Verbandstrainer Mittelstrecke
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Bundestrainer Langstrecke/Hindernis Männer/Frauen
Nachwuchs-Verbandstrainer Langstrecke/Hindernis
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Bundestrainer Marathon Männer und Frauen
Nachwuchs-Verbandstrainer HM / Marathon
mit den Gruppen zugeordneten Physiotherapeuten und Ärzten, auch für die Wochen/Monate in Höhen-Trainingslagern in engen Kooperationen mit den Heimtrainern. Natürlich würde eine weitere Differenzierung in den Männer- und Frauenbereich die Wirksamkeit der Ausbildung erhöhen.
Derzeit trainieren eine Reihe auch deutscher Läuferìnnen bei Trainern im Ausland, das bedeutet aber nicht immer erfolgreich, wie, wenn ich richtig informiert bin, z.B.
Konstanze Klosterhalfen (USA), Robert Farken (USA), Mohamed Abdillahi (Belgien), Leo Neugebauer (USA), Lea Mayer (USA), Sam Parsons (USA), Gina Lückenkemper (USA), Tanja Pinto (Jamaika), Marc Reuther (USA)
Nun 2-14 Jahre Investitionen – dann Olympia 2028 – 2040
Noch ein Tipp für unsere Jüngsten und ihre Trainer, sie müssen ihre Erfahrungen besser bei den „1000 Möglichkeiten vorher“, aber nicht bei einer Europameisterschaft sammeln.
Auch bei Fortschritten, für die Zukunft darf man nicht vergessen, dass Europameisterschaften die niedrigste Stufe auf dem Weg zur Weltspitze vor den Weltmeisterschafts-Podesten und denen bei Olympischen Spielen sind.
Bei der Fußball-WM in den USA, Canada und Mexiko wurden wir nach Niederlagen immer wieder belehrt das vor allem die Mentalität und Kampfbereitschaft unserer Mannschaft fehlten. Die Laufprofis brauchen für ihren langfristigen Leistungsaufbau mehr, neben Talent die Belas-tungsbereitschaft nach dem Vorbild der Afrikaner und der USA, Höhentraining für ihre Strecke, täglich ihren Coach, ihren Physiotherapeuten und Facharzt. Neben den genannten streckenabhängigen hochvolumigen Umfang im Höhentraining, der Basis- und speziellen Kraft, vor allem Qualitäts-Kilometer für ihre Spurtgeschwindigkeit, mit einer optimal auf Training und Regeneration abgestimmte Tages-/Nachtruhe und Ernährung. Da sollte man die wenigen außergewöhnlichen Talente gleich einbeziehen.
Für Olympia-Medaillen Talente, Trainer, Führung und vor allem „Goldkörnchen“. Die individuellen Grenzen müssen immer wieder mit p.B. konfrontiert werden, auch in den Trainingsübungen. Der Qualität der Trainingsgruppen – dem Miteinander – kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Goldkörnchen entwickeln sich am besten mit p.B. gegen Goldkörnchen.
Wer in die Weltspitze will muß wie die Weltspitze trainieren.
Lothar Pöhlitz
© Lothar Pöhlitz – Dipl.-Sportlehrer für Leistungssport – bis 1979 – 20 Jahre Trainer / Cheftrainer und Sportwissenschaftler in der DDR – 1979 – 1998 18 Jahre DLV-Bundestrainer Mittelstrecke – Langstrecke – Marathon – 3x Olympia-Trainer für Deutschland – 4 Lauf-Fachbücher
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