Gesa Krause - Foto: www.photorun.net 2019 World Outdoor Championships Doha, Qatar Sept27-Oct 06, 2019 Photo: Victah Sailer@PhotoRun Victah1111@aol.com 631-291-3409 www.photorun.NET #victahsailer
DM-Ausblick – Vorfreude auf große Hindernis-Show im Lohrheidestadion am 25. und 26. Juli 2026
Die deutschen Hindernisläuferinnen und Hindernisläufer sorgen derzeit international für Aufsehen, allen voran die zweimalige Europameisterin Gesa Krause und Europarekordler Frederik Ruppert.
Beide zählen zu den großen Namen bei den Deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid. Dort sind am Wochenende hochklassige und spannende Hindernisrennen zu erwarten.
Deutschlands Leichtathletik-Elite kehrt am kommenden Wochenende ins Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid zurück. Nach den Titelkämpfen der Nachwuchsklassen stehen am 25. und 26. Juli die Deutschen Meisterschaften der Frauen und Männer auf dem Programm. Über 3.000 Meter Hindernis ist alles für hochklassige Titelrennen angerichtet.
Der Hindernislauf erlebt in Deutschland derzeit einen Aufschwung.
Im Mai sorgte Frederik Ruppert (LAV Stadtwerke Tübingen) mit seinem Europarekord von 7:57,80 Minuten regelrecht für internationale Furore. Auch Gesa Krause (Silvesterlauf Trier) unterstrich Anfang Juli in Eugene (USA) mit 9:07,50 Minuten ihre starke Form – schneller war sie bislang nur bei ihrem Deutschen Rekord 2019 gelaufen. Hinzu kommt eine breite nationale Spitze, die bei Frauen und Männern für Spannung sorgt.
Bei den Frauen geht Gesa Krause mit einem klaren Anspruch in die Meisterschaften. „Das Ziel ist für mich, bei den Deutschen Meisterschaften den Titel zu gewinnen“, sagt die zweimalige Europameisterin. Sie hat sich bewusst für ihre Spezialstrecke entschieden, obwohl sie auch über 1.500 Meter die deutsche Jahresbestenliste anführt.
Gesa Krause erwartet kein Bummelrennen
Der Weg zum Titel dürfte ihr allerdings nicht leicht gemacht werden. Mit Lea Meyer (VfL Löningen), Olivia Gürth (Silvesterlauf Trier) und der amtierenden Deutschen Meisterin Adia Budde (LAV Stadtwerke Tübingen) trifft Gesa Krause auf starke nationale Konkurrenz, die wie sie bereits die Norm für Birmingham erfüllt hat. Zudem gab es in den vergangenen vier Jahren vier unterschiedliche Deutsche Meisterinnen. „Konkurrenz belebt das Geschäft, also je mehr, desto besser“, sagt die Hessin. „Es ist eine Meisterschaft, da muss man sich erst einmal behaupten.“
Ein langsames Abwarten erwartet die 33-Jährige nicht. „Ich gehe fest davon aus, dass es nicht so langsam wird wie in den letzten zwei Jahren.“ Ihre genaue Taktik möchte sie noch nicht verraten. Nach einem bislang überzeugenden Saisonverlauf, mit neuen Hausrekorden über 1.500 Meter (4:04,28 min) und 3.000 Meter (8:45,34 min) fühlt sie sich für unterschiedliche Rennsituationen gerüstet. Den letzten Feinschliff holt sich die 33-Jährige derzeit im Höhentrainingslager in St. Moritz (Schweiz).
Auch Frederik Ruppert bereitet sich aktuell in St. Moritz auf die Deutschen Meisterschaften und die Europameisterschaften in Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August) vor. Während seine Ambitionen für Bochum-Wattenscheid feststehen, ist die Wahl der Strecke noch offen. Der Europarekordler ist sowohl über 3.000 Meter Hindernis als auch über 5.000 Meter gemeldet.
Frederik Ruppert hat gesundheitlichen Rückschlag überwunden
Nach einem Infekt und hartnäckigen Atemproblemen hatte der Europarekordler einige Wochen spezifisches Training verpasst. Mittlerweile fühlt er sich wieder deutlich besser. „Ich bin so weit, zu sagen, dass ich die Probleme überwunden habe. Es fühlt sich momentan sehr gut an“, sagt der 29-Jährige. Nach einer abschließenden Trainingseinheit will er gemeinsam mit seiner Trainerin Isabelle Baumann entscheiden, über welche Strecke er antritt.
Für Spannung ist in beiden Wettbewerben gesorgt.
Sollte sich Frederik Ruppert für die 3.000 Meter Hindernis entscheiden, könnte es zum Duell mit Titelverteidiger Karl Bebendorf (Dresdner SC 1898) kommen, der bereits sechsmal bei Deutschen Meisterschaften triumphiert und im Juni seine Bestmarke auf 8:05,55 Minuten verbessert hat. Nicht außer Acht zu lassen ist WM-Finalist Niklas Buchholz (Franconia Athletics), der in dieser Saison ebenfalls schon starke Leistungen gezeigt und die EM-Norm erfüllt hat. Entscheidet sich Ruppert für die 5.000 Meter, warten dort mit Florian Bremm (Franconia Athletics) und dem Deutschen Rekordhalter Mohamed Abdilaahi (Cologne Athletics) ebenfalls namhafte Konkurrenten. Sein Anspruch bleibt unabhängig von der Strecke derselbe: „Ich möchte auf jeden Fall um den Titel mitkämpfen. Eine Deutsche Meisterschaft bereitet man ernsthaft vor.“
Der nationale Saisonhöhepunkt ist für Gesa Krause und Frederik Ruppert zugleich ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den Europameisterschaften Mitte August in Birmingham. Zunächst zählt jedoch das direkte Duell in Bochum-Wattenscheid. Die starke nationale Spitze, offene Rennverläufe und große Ambitionen machen die Hindernisrennen zu einem echten Höhepunkt des DM-Wochenendes.
Tickets für die DM:
Für kurze Zeit sichern sich Leichtathletik-Fans die Stehplatz-Dauerkarte für die Deutschen Meisterschaften am 25. und 26. Juli in Bochum-Wattenscheid für nur 20 Euro. Wer die DM von einem Sitzplatz verfolgen will, sollte besonders schnell zum Ticketshop „sprinten“.
Denn für die Gegengerade sind nur noch Restkarten erhältlich, die Zielgerade ist bereits ausgebucht.
Alle Infos zur DM:
Auf der Microsite bei leichtathletik.de
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