2026 Millrose Games NYC, NY February 01, Robert Farken - 2026 Photo: Victah Sailer@PhotoRun Victah1111@aol.com
Diamond League London: Robert Farken und Mohamed Abdilaahi bei Meilen-Weltrekordversuch mit im Rennen – DLV – Jan-Henner Reitze
Die Deutschen Meisterschaften und die EM sind nicht mehr weit entfernt. Im Vorfeld ihre Form auf internationaler Bühne testen beim Diamond-League-Meeting in London am Samstag noch einmal Weitspringerin Malaika Mihambo, Diskuswerferin Shanice Craft, Langhürdler Emil Agyekum sowie über die Meile Robert Farken und Mohamed Abdilaahi.
Für das Rennen hat der Brite Josh Kerr einen Weltrekordversuch angekündigt.
Die Zielzeit von 3:43,13 Minuten soll am Samstag (18. Juli) ins Visier genommen werden, wenn beim Diamond League-Meeting in London (Großbritannien) das Rennen über die Meile der Männer gestartet wird. Seit 1999 steht bei dieser Marke der Weltrekord von Mittelstrecken-Legende Hicham El Guerrouj (Marokko). Auch der 1.500-Meter-Weltrekord (3:26,00 min) des zweimaligen Olympiasiegers hat bis heute allen Angriffen standgehalten.
Das ambitionierte Ziel ausgegeben hat der 1.500-Meter-Weltmeister von 2023 und Lokalmatador Josh Kerr (Großbritannien), der mit 3:45,34 Minuten bisher immerhin der sechstschnellste Läufer der Geschichte über die Meile ist. Wie gut der 28-Jährige derzeit in Form ist, lässt sich allerdings schwer einschätzen. In diesem Sommer hat er nach seinem Sieg bei der Hallen-WM über 3.000 Meter bisher Ende Mai und Mitte Juni nur zwei Rennen über 800 Meter (1:44,60 min; 1:45,46 min) absolviert. Für London hat der Brite das „Projekt 222“ ausgerufen. Damit sind 222 Sekunden gemeint, umgerechnet also 3:42 Minuten für die Meile und damit Weltrekord.
Von einem hohen Tempo, bei dem sie mitziehen können, wollen die beiden DLV-Athleten im Feld profitieren. Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig) hatte seinen Deutschen Rekord vor zwei Wochen in Eugene (USA) auf 3:47,76 Minuten verbessert. Für Mohamed Abdilaahi (Cologne Athletics) wird die Meile eher ein Geschwindigkeitstest. Die Bestzeit des schnellsten DLV-Athleten aller Zeiten über 3.000 Meter, 5.000 Meter und 10.000 Meter steht bei 3:49,32 Minuten. Ansonsten wird das Rennen ein Nationen-Duell zwischen sechs Briten und fünf US-Amerikanern. Die US-Läufer werden vom Olympia-Dritten über 1.500 Meter Yared Nuguse angeführt.
Emil Agyekum trifft auf Karsten Warholm, Malaika Mihambo auf Larissa Iapichino
Eine bisher bärenstarke Saison, in der er sich bis auf eine Zehntel dem Deutschen Rekord (47,48 sec) von Harald Schmid angenähert hat, zeigt Emil Agyekum (SCC Berlin) in diesem Sommer. Über die 400 Meter Hürden bekommt er es unter anderem mit Weltrekordler Karsten Warholm (Norwegen) und dem WM-Dritten Abderrahmane Samba (Katar) zu tun.
Im Weitsprung trifft Europameisterin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) unter anderem auf die einzige europäische Athletin, die in diesem Sommer noch weiter als sie (6,92 m) gesprungen ist: Hallen-Europameisterin Larissa Iapichino (Italien; 7,12 m). Auch die portugiesische Hallen-Weltmeisterin Agate de Sousa ist im Feld.
Der Sieg im Diskuswurf geht erneut nur über Olympiasiegerin Valarie Sion (USA). Für Shanice Craft (SV Halle) wird mit Blick auf die Europameisterschaften in Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August) auch der Vergleich mit den Niederländerinnen Jorinde van Klinken und Alida van Daalen interessant.
Schnelle Felder über 800 Meter
Zu den weiteren internationalen Stars bei dem Meeting zählen Stabhochsprung-Weltrekordler Armand Duplantis (Schweden) und Aufsteiger Ja’kobe Tharp (USA), der bei den US-Collegemeisterschaften in 12,75 Sekunden den Weltrekord (bis dato 12,80 sec) über 110 Meter Hürden unterboten hatte. Im Hochsprung der Frauen sind gleich die Top sechs der WM im Tokio gemeldet, angeführt von Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Yaroslava Mahuchikh (Ukraine) und Weltmeisterin Nicola Olyslagers (Australien).
Über 800 Meter könnten sich Olympiasiegerin Keely Hodgkinson (Großbritannien) und Femke Broeders-Bol (Niederlande) gegenseitig in Richtung der Sphären von Audrey Werro (1:53,80 min) pushen. Die Schweizerin ist in London nicht am Start. Bei den Männern trifft Olympiasieger und Weltmeister Emmanuel Wanyonyi auf den Jahresschnellsten (1:41,84 min) Marco Arop (Kanada).
100-Meter-Olympiasiegerin Julien Alfred (St. Lucia) will nach ihren starken 21,51 Sekunden in Monaco (Monte Carlo) erneut demonstrieren, dass sie auch über 200 Meter der Konkurrenz davonsprintet. Auch Olympiasiegerin Gabby Thomas (USA) ist wieder am Start.
Die Meetings der Diamond League werden kostenpflichtig von sporteurope.tv übertragen. Der Stream aus London beginnt am Samstag, 18. Juli um 14.45 Uhr. Auch die Sportschau zeigt das Meeting in London von 15:00 bis 17:00 Uhr im Stream Zusammenfassungen werden im Anschluss an das Meeting auf sportschau.de und zdf.de veröffentlicht.
DLV – Jan-Henner Reitze
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