Auszeichnung der 14 Brandenburger Projekte, darunter der Mopslauf- Foto: Veranstalter
Ein Mopslauf gewinnt einen Stadtpreis! In diesem Jahr begeistert die Brandenburger Idee gleich mehrmals. Klaus Weidt berichtet.
Loriots Möpse halten nicht nur die Brandenburger in Atem.
Diese Lauf-Idee hat sich nämlich inzwischen herumgesprochen und lockt Läufer, Walker und Familien an: Sie wollen Loriots 27 Waldmöpse, verteilt im gesamten Stadtgebiet, laufend entdecken. In diesem Jahr fand sie zum sechsten Mal statt und wird im Juni eine weitere Auflage erfahren. Bei einem Läuferwochenende, das diesmal auch an der Havel ausgetragen wird.
Die Idee hatten einst Antje Martin von der Brandenburger Touristen-Info und Detlev Voigt vom Brandenburger Verein für Laufsport. Dass die sofort in ihrer Stadt und darüber hinaus so toll einschlägt, hat sie selbst überrascht. Der Einstieg in diesen Mopslauf, der meist über eine Woche angeboten wird, ist denkbar einfach, aber wirksam: Interessenten melden sich im Touristenbüro, mitten im Stadtzentrum, erhalten dort alle notwendigen Unterlagen und können sofort starten. Dort melden sie sich mit den gefundenen Möpsen und ihrer erzielten Zeit zurück. Stimmt alles, erhalten sie noch vor Ort die begehrte Mops-Medaille.
Beim sechsten Mopslauf, der die Osterzeit berücksichtigte, waren fast 700 Teilnehmende unterwegs und – begeistert. Aus einer der vielen E-Mails danach zitiert: “Eine tolle Idee… mega! Es hat Spaß gemacht, mit so vielen Menschen mit dem Mopslaufticket durch die Stadt zu laufen… Ich wünsche euch weiterhin so tolle Ideen. Der Lauf hat uns viel Freude bereitet und wird sicherlich noch viele in seinen Bann ziehen.“
Einer der 27 Loriot-Möpse plus Karte – Foto. Veranstalter
Nun hat der Brandenburger Mopslauf ein weiteres Rennen gewonnen. Im Brandenburger Innenstadt-Wettbewerb, der alle zwei Jahre ausgetragen wird. Die Jury nahm 80 Bewerbungen unter die Lupe, 14 Projekte wurden insgesamt prämiert. Und was wohl nur wenige erwartet hatten – der Mopslauf war darunter. Er gewann den dritten Stadtpreis im Themenbereich „Stadtraum beleben“ und damit 6000 Euro. Ausschlaggebend für die Jury war u.a. der nachhaltige Ansatz: „Der Mopslauf ist kein einmaliges Event… Dadurch entsteht wiederkehrend Frequenz in der Innenstadt. Gleichzeitig profitieren lokale Akteure.“
Antje Martin nach der Preisverleihung: „Die Anerkennung bedeutet uns unglaublich viel, denn hinter diesem Lauf stecken viele Ideen, Herzblut und engagierte Menschen.“
Der siebente Mopslauf findet während eines traditionellen Läuferwochenendes Anfang Juni in Brandenburg statt, das einst – 1997 – Marathon-Olympiasieger Waldemar Cierpinski mit dem Journal „Laufzeit“ und der „Reisezeit“ in der Sportschule Kienbaum ins Leben rief. Diesmal als Nr. 29 nun in Brandenburg. Und, was den „Siebenten“ noch zusätzlich auszeichnet: In dieser Zeit wird der „Tag des Laufens“ gefeiert, initiiert von German Road Races und dem Deutschen Leichtathletik-Verband.
So gesehen, begeistert die Brandenburger Idee gleich mehrfach.
Klaus Weidt
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