Rennsteiglaufmitbegründer Dr. Hans-Georg Kremer konnte als Leiter des Autorenkollegiums die Auszeichnung zusammen mit dem Ehrenpräsidenten Jürgen Lange und Mitautor Sieghard Zitzmann in Weimar entgegennehmen. - Foto: Veranstalter
Einmal Rennsteigläufer, immer Rennsteigläufer – Zahlreiche Jubiläen beim 53. Rennsteiglauf
(Schmiedefeld/Weimar). Im letzten Jahr absolvierten mit Wolfgang Nadler und Wolf-Dieter Wolfram zwei Läufer ihren 50. Rennsteiglauf. Jens Wötzel schaut bereits auf 51 Teilnahmen zurück.
Rennsteiglaufmitgründer Dr. Hans-Georg Kremer geht bei der KÖSTRITZER Wanderung von Oberhof nach Schmiedefeld bereits zum 53. Mal an den Start. Mit Wieland Güntzel, Walter Bückle, Bernhard Krüger, Roland Winkler, Gunter Bohn und Michael Ermrich begehen in diesem Jahr sechs weitere Läufer ihr 50. Rennsteiglaufjubiläum.
Bei der letzten Mitgliederversammlung in Bad Blankenburg fand der Vorschlag, diese Jubiläumsläufer noch einmal gesondert zu ehren, breite Zustimmung. Der Verein setzt diese Idee in diesem Jahr beim Rennsteiglauf erstmals um. Präsident Uwe Albus wird alle zehn Jubilare im Ziel in Schmiedefeld persönlich begrüßen und ihnen die besondere Medaille, die auf der Rückseite den Namenspatron Johann Christoph Friedrich GutsMuths zeigt, überreichen.
Spezielle Startnummer für Traditionsläufer
Auch Traditionsläufer mit 25 und mehr Teilnahmen werden weiterhin geehrt und können sich anlässlich ihrer Jubiläen im Ziel in das Ehrenbuch des Rennsteiglaufs eintragen. In diesem Jahr erhalten sie zudem erstmals eine spezielle ANTENNE THÜRINGEN Startnummer, die sie zusätzlich zur regulären Startnummer tragen können. Gesprächsstoff auf der Strecke ist damit garantiert.
50 Jahre Zielort Schmiedefeld
Vor 50 Jahren wurde bei der 4. Auflage des Rennsteiglaufs das Streckenmodell entwickelt, das noch heute Kern des GutsMuths-Rennsteiglaufs ist. Von zwei entgegengesetzten Startpunkten am Rennsteig wird zu einem Ziel gelaufen. Daher findet sich heute in der Liste der größten deutschen Marathons neben den Großstädten auch der kleine, heute zu Suhl gehörende Ort „Schmiedefeld am Rennsteig“. Der Sieger des 38 Kilometer-Laufs von 1976 und Absolvent der Salzmann-Schule in Schnepfenthal, der heute 81-Jährige in Suhl lebende Dr. Rainer Gunkel wird als Zuschauer im Ziel erwartet. 18 Vereine, die heute noch an der Strecke bzw. in den Startorten aktiv sind, waren vor 50 Jahren schon dabei. Sie haben ein besonderes Jubiläumsbanner erhalten, mit dem sie ihren Verpflegungspunkt schmücken werden.
Buch „50 Jahre Rennsteiglauf“ erhält Medienpreis des Landessportbundes
Für das Jubiläumsbuch „50 Jahre Rennsteiglauf – Vom Abenteuer zum Massenlauf“ wurde der Rennsteiglaufverein am 29. April mit dem Medienpreis des Landesportbundes in der Kategorie „Sporthistorie“ ausgezeichnet. Rennsteiglaufmitbegründer Dr. Hans-Georg Kremer konnte die Auszeichnung als Leiter des Autorenkollegiums zusammen mit dem Ehrenpräsidenten Jürgen Lange und Mitautor Sieghard Zitzmann in Weimar entgegennehmen. „Der Preis geht an ein echtes Stück Thüringen. An ein Ereignis, das Generationen bewegt hat und an ein Buch, das genau diese Geschichte eindrucksvoll erzählt“, so der Landesportbund in seiner Laudatio. Wer es noch nicht in seiner Sammlung hat, kann es zum Rennsteiglauf in Schmiedefeld zum Preis von 19,90 Euro am Stand des Heimatvereins erwerben.
Rennsteiglauf erinnert an Gerhard König
In dem Buch wurde versucht, die Geschichte des Rennsteiglaufs aus der Sicht der Teilnehmer und der Organisatoren wiederzugeben. Was zu kurz oder gar nicht Vorkommt, sind die Vertreter der Medien, d. h. die Journalisten und Fotografen. Diese hatten gerade in den Anfangsjahren einen wesentlichen Anteil, dass der GutsMuths-Rennsteiglauf in der ganzen DDR populär wurde. Ein besonders aktiver Fotograf war der kürzlich im Alter von 86 Jahren verstorbene Gerhard König (Zella-Mehlis/Meiningen), der in diesem Jahr seinen 50. Einsatz beim Rennsteiglauf hätte feiern sollen.
Jens Panse
Pressesprecher
GutsMuths-Rennsteiglaufverein e.V. – Schmiedefeld – Ruppachstr. 1 a – 98528 Suhl
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