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06
04
2026

Start R5K der U23-/U20-Talente - Foto: Wilfried Raatz/ wus-media UG

Jonas Kulgemeyer feiert ersten R5K-Sieg seiner Karriere – Favorit Jacob Dieterich mit „leerem Akku“ nur Einlaufdritter – R5K-Stage Nr. 2 in Paderborn beobachtet Wilfried Raatz

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U20-Siege für den einheimischen Fiete Timm sowie Tanya Schulz

Der Ausgang beim zweiten Stopp des R5K-Tour 2026 im Rahmen des Paderborner Osterlaufs kam unerwartet.

Seit Beginn der R5K-Tour zählt zwar der 21jährige Jonas Kulgemeyer vom Osnabrücker TB zu den beständigsten Läufern der vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und German Road Races (GRR) initiierten Laufserie für den Lauf-Nachwuchs, aber hatte mit Tristan Kaufhold bzw. Christoph Schrick stets etwas zu starke Konkurrenten vor sich.

Wie schon beim Auftaktrennen in Dresden schien auch in Paderborn Jakob Dietrich favorisiert, doch am Ende hatte Jonas Kulgemeyer die Nase vorne.

In einer neuen persönlichen Bestzeit von 14:25 Minuten setzte er sich in einem packenden Endspurt gegen den im parallel gestarteten Paderborn Lippstadt Airport 5 km Lauf registrierten Kevin Eisermann (LC Wechloy) mit einer Sekunde Vorsprung durch.

Jakob Dieterich im Dress der Franconia Athletics hatte sieben Kilometer lang das Rennen dominiert, seine Konkurrenten mit eben Kulgemeyer, Eisemann und dem einheimischen Tom-leo9n Bens aber nicht entscheidend abschütteln können. „Ich bin auf eine Endzeit von 14.10 angelaufen, hatte aber auf der zweiten Hälfte das Tempo nicht mehr halten können. Das war immerhin mein achtes Rennen innerhalb von nur neun Wochen, außerdem hatte ich Fußschmerzen und muss diese unbedingt auskurieren, damit ich für die Bahnrennen wieder fit an den Start gehen kann“, gestand Jakob Dieterich.

So kam es, wie es kommen musste: Die Verfolger schlossen auf und spurteten um den Tagessieg. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich gerade hier zum ersten Sieg überhaupt kommen würde“, freute sich Jonas Kulgemeyer. „Ich hatte eigentlich schon immer einen guten Endspurt, aber das konnte ich nicht unbedingt erwarten! Das Rennen hat richtig Spaß gemacht!“ Die Freude war ihm zweifellos anzusehen.

Die Tagesschnellsten im 5 km-Lauf mit v.l. Kevin Eisermann (2.), Jonas Kulgemeyer (1./U23-Sieger), Jakob Dieterich (3./U23-Zweiter) – Foto: Wilfried Raatz/ wus-media UG

Jakob Dietrich kam als Gesamtdritter in 14:34 Minuten ins Ziel, dicht gefolgt von Tom-Leon Bens (14:37) und Floyd Schnaars vom TV Lilienthal, der hinter Kulgemeyer und Dietrich Rang drei der U23-Wertung der R5K-Wertung wurde. In der Zwischenwertung der R5K-Serie führt hingegen weiter Jakob Dietrich mit 28:41 vor Jonas Kulgemeyer (28:57), da dieser als Sieger in Dresden starke 14:07 Minuten erzielt hatte.

Das 5 km-Rennen dominierten im Frauenbereich Läuferinnen, die nicht für die R5K-Wertung aufgrund ihres Alters in die Wertung kommen konnten. Louisa Linkemeyer setzte sich in 17:05 Minuten gegen Emmanuelle Gerbeaux (17:43) und Lotta Hanzelmann (17:47) durch. Auf Rang vier die U20-Siegerin Tanya Schulz vom SV Rosche mit 18:14 vor der gleichaltrigen Marja-Leena Palisaar (18:21) und der erst 16jährigen Henrike Henkenmeier vom LC Paderborn, die mit 18:39 ein Ausrufezeichen setzen konnte. Leistungsmäßig im Vergleich zur U20-Kategorie war die Wertung im U23-Bereich deutlich schwächer, diese Wertung gewann Jara Schwotzer nach 19:34 vor Sarah Dammann (20:39).

Einen Heimsieg im U20-Rennen gelang Fiete Timm mit 14:53 Minuten in einer nicht minder knappen Entscheidung gegen Til Stephan, der eine Sekunde zurück folgte. Der Erfurter hatte bereits in Dresden Rang zwei belegt und führt nun in der Zwischenwertung mit 30:07 Minuten. „Mein Hauptziel war eigentlich unter 15 Minuten zu laufen“, gestand Fiete Timm, der erst am Vortag vom Vereins-Trainingslager aus Texel zurückgekehrt war. Unter Trainer Christian Scharf möchte sich der erst 16jährige vor allem auf den klassischen Mittelstrecken 1500 m und 3000 m austesten.

Mit Felix Veith stellte sich übrigens ein Talent des Hünfelder SV vor, der als 15jähriger mit 15:27 Minuten schon Vierter aller Jugendlichen in diesem Rennen war.

Das dritte Rennen der R5K-Tour 2026 wird bereits am kommenden Samstag beim ADAC Marathon Hannover ausgetragen. Um in der Gesamtwertung am Ende vorn zu landen, sind drei Starts bei den insgesamt fünf R5K-Rennen Pflicht. Einer davon muss beim Finale im Rahmen des BMW Berlin-Marathon am letzten Septemberwochenende sein.

Am Ende gewinnt, wer in der Addition des Ergebnisses von Berlin mit den beiden schnellsten Zeiten bei den vorhergehenden R5K-Läufen die schnellste Zeit hat (2+1-Regel).

Wilfried Raatz

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