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01
04
2026

Topläuferinnen und - läufer – ja, aber… Einen Schwerpunkt des Running Forums 2026 bildete das Inputreferat von Sportökonom Florian Droux zum Thema Spitzenläufer und Spitzenläuferinnen als Partner: Chancen, Erwartungen, Herausforderungen. - Foto: Veranstalter

Umfassender Austausch der Lauf-Community – Swiss Running FORUM

By GRR 0

Bei der Begrüssung brachte es die BASPO-Direktorin Sandra Felix auf den Punkt, wenn sie sagte: «Sich treffen, austauschen, gegenseitig unterstützen und weiterkommen, das ist wichtig. Bei solchen Zusammentreffen wie beim Swiss Running Forum kommt es zu Kontakten.

Netzwerke werden erweitert.» Und das austarierte Programm zog. Über 80 Gäste wohnten dem Swiss Running FORUM bei. Vertreterinnen und Vertretern von mehr als 40 Laufevents waren zugegen. Ähnlich  gross war das Interesse bei den vier vorangegangenen Austragungen noch nie gewesen.

Und eindrücklich wie noch nie ist die Laufszene in der Schweiz: Teilnahmerekorde, ausgebuchte Startfelder, Wartelisten, Losentscheide. Um einen an und sich hocherfreulicher Fakt handelt es sich. Gleichzeitig aber stellen sich schwierige Fragen – etwa für die Organisatoren. Überlegungen zum Weiterdenken stehen an. Quintessenz: «Wir würden gern mehr starten lassen, aber es macht keinen Sinn, nicht zuletzt, weil wir die Qualität unserer Läufe hochhalten möchten.» Und wichtiger Teilaspekt in diesem Kontext: das Pricing. Macht es Sinn, (die terminlich gestaffelten)  Anmeldebeträge zu erhöhen und wenn ja, in welchen Schritten?

Wiederbelebt und neues Phänomen
Einen authentischen Einblick in ihren Traditionsevent lieferten die Organisatoren der Bieler Lauftage. Sie zeigten auf, wie «die Rettung des Klassikers in letzter Sekunde» gelang. Hauptpunkte dafür: eine professionelle Leitung, ein diversifiziertes Programm mit verschiedenen Distanzen und integrierten Staffeln, ein Beschränken aufs Wesentliche – und professionellen Support von Fachleuten.

Und wesentlich: «Das Glück, das unseren Mut begleitete», wie es Anicia Jeannerat auf den Punkt brachte. So gelang es das OK mit jungen, ambitionierten Leuten neu aufzubauen und sich neu zu etablieren. «Im Griff» ist zudem das Budget. Und das massgebliche Indiz für die erfolgreiche Arbeit: die Zahl der Teilnehmenden von knapp 2000 Teilnehmenden im 2021 auf wohl über 6000 in diesem Jahr.

Ein Element zum Wiederaufstieg basiert auf einem neuen Phänomen der Running Szene. Ein Einblick ins Innenleben des Running Club Alpha lAB veranschaulichte dies. Vor allem über Social Medias lockt das «post covid Phänomen» immer mehr (junge und jüngere) Laufbegeisterte an. Sie treffen sich jeweils am Sonntag, um 10 Uhr, zum gemeinsamen Rennen in Biel oder mittlerweile auch in anderen Städten. Die Protagonisten stellten ihre Aktivitäten vor und vermittelten Einblicke in ihr immer umfassenderes Engagement und ihre Überlegungen bezüglich weiterer Beleibtheit. Eine Erkenntnis: «Die Leute schätzen das gemeinsame Rennen und die Dynamik, welche sich über Social Medias generieren lässt.» Erstaunliche Zahlen illustrieren die Bewegung so liefen jüngst über 2000 in Bern – gratis, ohne Verpflichtung, ohne Zwang. Freiwillig aber kann via Membership das Angebot honoriert und mitfinanziert werden.

Topläuferinnen und – läufer – ja, aber…
Einen Schwerpunkt des Running Forums 2026 bildete das Inputreferat von Sportökonom Florian Droux zum Thema Spitzenläufer und Spitzenläuferinnen als Partner: Chancen, Erwartungen, Herausforderungen. Zentrale Frage: Wie schaffen Laufveranstalter und AthletInnen gemeinsam Mehrwert? Droux` Kernaussage: «Spitzenathleten gilt es einzubeziehen, aber sie sind keine Influencer.»

Die Spitzenlangstreckenläuferin Fabienne Vonlanthen und ihr männliches Pendant Joey Hadorn brachten ihr Erleben und ihre Vorlieben bei der Zusammenarbeit mit Veranstaltern ein. Die rege Podiumsdiskussion mit den beiden Exponenten des Schweizer Laufsports brachte direkte Einblicke.

Das Swiss Running FORUM 2027 findet am Freitag, 12. März in Bern statt.

Swiss Running – Jörg Greb

 

author: GRR