Hürdensprinterin Karin Strametz - Foto: © ÖLV/@amri.sports
ÖLV – Hallen-WM 2026 in Torun: Tausendstel-Drama um Strametz
Am dritten und letzten Tag der 21. Leichtathletik Hallen-Weltmeisterschaften, die von 20.-22.3. in der „Kujawsko-Pomorska Arena“ von Torun / POL ausgetragen wurden, stand mit Hürdensprinterin Karin Strametz die aussichtsreichste Athletin des heimischen Quartetts am Start.
Sie zeigte im Vorlauf über die 60m Hürden zwar ein beherztes Rennen, verpasste das Semifinale nach einem Tausendstel-Krimi aber denkbar knapp.
4/1000s sprechen gegen Karin Strametz
Karin Strametz (SU Leibnitz) wurde im dritten von sechs Vorläufen über 60m Hürden auf Bahn 2 gelost, jeweils die Top-3 plus die sechs Zeitschnellsten stiegen ins Semifinale auf. Vor zwei Jahren bei ihrer ersten Hallen-WM in Glasgow (GBR) war die Steirerin mit einer Zeit von 8,04s als Vierte ihres Heats und Zeitschnellste ins Halbfinale eingezogen, selbiges hatte sie sich für Torun als Minimalziel vorgenommen. Wenn möglich wollte sie sich das Zittern diesmal aber ersparen und gleich die direkte Qualifikation schaffen, die Leistungen im Vorfeld mit der Verbesserung der persönlichen Bestleistung bis auf 7,97s stimmten die Staatsmeisterin optimistisch.
Die 27-Jährige zeigte nach dem Startschuss nicht ganz ihre bekannt starke Start- und Beschleunigungsphase und lag nach der zweiten Hürde knapp hinter der Spitze. Auch die zweite Hälfte des Laufes gelang ihr diesmal nicht perfekt und so standen im Ziel Platz 5 und 8,03s auf der Anzeigetafel. Eine sehr gute Zeit, aber nicht der von ihr erhoffte Knaller. Auf Rang 3 fehlten der Leibnitzerin in ihrem Vorlauf 7/100s, jetzt war Hoffen angesagt, um es über die Zeitregel in die nächste Runde zu schaffen. Erst im sechsten und letzten Lauf fiel gut 20 zermürbende Minuten später die Entscheidung, gerade einmal 4/1000s waren es, um die Sienna Macdonald (CAN) schneller als Strametz war, die damit Endrang 25 belegt.
Die drei Semifinalläufe stehen ab 18:51 Uhr auf dem Programm. Karin Strametz ist als erstplatzierte hinter den Qualifizierten erster Ersatz, wird daher ihr normales Aufwärmprogramm absolvieren um im Fall einer Absage jederzeit einspringen zu können.
„Vier Tausendstel ist der Wahnsinn, knapper geht es nicht. Die Zeit ist für einen Vorlauf ganz ok, aber das Niveau ist halt irrsinnig hoch. Ich hätte eine schnellere Zeit laufen müssen, das habe ich nicht hinbekommen und das ist jetzt die Konsequenz. Körperlich hatte ich es sicher drauf, aber die Position hat sich heute schon beim Einlaufen nicht ganz perfekt angefühlt. Ich wollte zwar attackieren, aber der Biss scheint etwas gefehlt zu haben. Das Warten danach ist schrecklich, man ist genauso nervös wie beim Rennen selber, vor allem weil man dann machtlos ist. Aber das gehört dazu, das ist der Sport.“
Trainer Philipp Unfried: „Das ist bitter. Zu Beginn war sie ein wenig zu offen, 8,03 ist keine schlechte zeit, aber halt etwas zu wenig. Zeitgleich rauszufliegen ist einfach die Höchststrafe, jetzt heißt es weiterzuarbeiten und besser zu werden.“

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ÖLV – Georg Franschitz
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