Start in Ras AL Khaimah -Foto: Giancarlo Colombo / Ras Al Khaimah Half Marathon
RAS AL KHAIMAH-HALBMARATHON AM SONNABEND: Ex-Weltrekordler Kamworor und Yeshaneh starten in Ras Al Khaimah – Jörg Wenig
Die früheren Weltrekordler Geoffrey Kamworor und Ababel Yeshaneh führen die Startlisten des Ras Al Khaimah-Halbmarathons an, der am kommenden Sonnabend in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfindet.
Das Rennen, dessen komplett flache Strecke auf der künstlichen Marjan-Halbinsel verläuft, zählt seit seiner Premiere im Jahr 2007 zu den hochkarätigsten Halbmarathonläufen weltweit. Bereits dreimal fiel in Ras Al Khaimah der Weltrekord der Frauen.
Geoffrey Kamworor kehrt zu jenem Rennen zurück, bei dem ihm einst ein Durchbruch gelang. Als 20-Jähriger triumphierte er in Ras Al Khaimah 2013 mit einer Weltklassezeit von 58:54 Minuten und wurde damals bereits zum siebtschnellsten Läufer aller Zeiten. In der Folge wurde er unter anderem dreimal Halbmarathon- und zweimal Crosslauf-Weltmeister. 2019 brach er in Kopenhagen den Weltrekord über die 21,0975 km mit 58:01. Heute ist Kamworor mit dieser Zeit immer noch der achtschnellste Läufer aller Zeiten.
Geoffrey Kamworor trifft in Ras Al Khaimah auf hochkarätige Konkurrenz. Die persönliche Bestzeit seines Landsmannes Isaia Lasoi ist mit 58:10 nur neun Sekunden langsamer als seine eigene. Drei weitere Athleten sind bereits unter 59:00 gelaufen: die Äthiopier Jemal Mekonen (58:33), Amedework Walelegn (58:40) und Tadese Worku (58:47). Zu beachten sein wird aber zum Beispiel auch der Debütant Benson Kiplangat. Der Kenianer war vor zwei Jahren Dritter bei der Crosslauf-Weltmeisterschaft.
Zwei Äthiopierinnen sind die schnellsten Läuferinnen auf der Startliste der Frauen: Ababel Yeshaneh war 2020 in Ras Al Khaimah das Rennen ihres Lebens gelaufen, als sie überraschend zu einer Weltrekordzeit von 64:31 Minuten gestürmt war. Die inzwischen 34-Jährige, die vor zwei Jahren in Ras Al Khaimah Zweite war, trifft unter anderen auf ihre Landsfrau Likina Amebaw. Der 25-Jährigen war im vergangenen Jahr ein Durchbruch gelungen, als sie den Kopenhagen-Halbmarathon mit einer Steigerung auf 64:44 gewann. Likina Amebaw zeigte in diesem Jahr bereits gute Form: Im Januar lief sie in Valencia eine starke 10-km-Bestzeit von 29:29. Eine weitere Äthiopierin, Wede Kefale, ist mit einer Bestzeit von 65:21 die Nummer drei auf der Startliste.
Für eine Überraschung gut sein könnte die erst 19-jährige Melal Siyoum. Die Äthiopierin lief erst ein einziges internationales Rennen. Dabei überzeugte sie im vergangenen Herbst als Zweite beim Neu Delhi-Halbmarathon mit 67:21.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter: https://rakhalfmarathon.com
Jörg Wenig
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