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2026

Malaika Mihambo wurde Dritte in Düsseldorf - Foto: Victah Sailer www.photorun.NET #victahsailer

7600 Fans feiern die Leichtathletik beim ISTAF INDOOR – Deutsche Asse und internationale Stars begeistern das Düsseldorfer Publikum mit Top-Leistungen

By GRR 0

Bestleistungen, Emotionen, begeisterte Fans: Das sechste ISTAF INDOOR in Düsseldorf hat mal wieder die ganze Faszination der Leichtathletik gezeigt.

Düsseldorf PSD BANK DOME  – Foto: Veranstalter

Die 7600 Zuschauer im PSD BANK DOME feierten am Samstag den Sieg der deutschen Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye, die Erfolge der beiden pfeilschnellen Briten Jeremiah Azu (Hallenweltmeister) und Jonnie Peacock (zweimaliger Paralympics-Sieger), den Hürden-Triumphator Enrique Llopis (Spanien), den niederländischen Überflieger im Stabhochsprung Menno Vloon und und und …Mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht verließ Yemisi Ogunleye (MTG Mannheim) am Samstagabend beim ISTAF INDOOR in Düsseldorf den Kugelstoßring. Auf 18,78 Meter hatte die Olympiasiegerin ihr Arbeitsgerät befördert und wiederholte damit ihren Vorjahressieg. Nur eine Kugelstoßerin war im noch jungen Jahr weltweit unterm Hallendach besser. In einem spannenden Finale kamen Danniel Thomas-Dodd (Jamaika), die mit 19,00 Metern die Weltjahresbestenliste anführt, und Fanny Roos (Schweden; 18,52 m) nicht an die Olympiasiegerin heran. „Es war wichtig, wieder ins Wettkampfgeschehen hineinzufinden. Die Stimmung war wieder super, es macht richtig viel Spaß, hier zu starten“, sagte Yemisi Ogunleye.

Weitsprung-Sieg für U23-Europameisterin Ramona Verman – Malaika Mihambo wird Dritte

Fast hätte es Deutschlands „Weitsprung-Queen“ wieder getan. Im sechsten Versuch flog Olympiasiegerin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) beim ISTAF INDOOR in Düsseldorf am Samstagabend weit hinaus. 6,56 Meter zeigte die Anzeigetafel im ersten Wettkampf der 31-Jährigen in dieser Hallensaison. Damit verpasste die Vizeweltmeisterin ihren fünften Sieg beim sechsten Start in Düsseldorf nur um drei Zentimeter. Der ging an U23-Europameisterin Ramona Verman (Rumänien: 6,59 m), Platz zwei an die routinierte Schwedin Khaddi Sagnia, die wie Malaika Miahmbo 6,56 Meter weit sprang. Auf den Rängen vier und fünf landeten Imke Daalmann (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Libby Buder (TSG Bergedorf) auf der gleichen Weite von 6,49 Meter. Für beide eine neue Hallenbestleistung.

„Ich habe mich in den vergangenen Tagen nicht ganz fit gefühlt. Deshalb waren meine Erwartungen heute nicht besonders hoch, sodass ich einigermaßen zufrieden bin. Trotzdem ist es schade, dass ich technische Fehler gemacht habe. Ich hätte heute definitiv besser sein können. Das ist immer schade. Aber so ist es nun mal. Das gehört zum Sport dazu“, ordnete Malaika Mihambo ihren ersten Wettkampf des Jahres ein, vor dem sie von einem Infekt ausgebremst worden war.

Im 60-Meter-Finale zeigte der Sprint-König seine ganze Klasse: Hallenwelt- und -europameister Jeremiah Azu zog der Konkurrenz auf und davon und lief mit Saisonbestzeit von 6,53 Sekunden zu seinem zweiten Sieg nach 2023 beim ISTAF INDOOR in Düsseldorf. In seinem Windschatten stellte Yannick Wolf (München Athletics) mit 6,60 Sekunden seine Bestzeit ein und wurde damit schnellster Deutscher. Knapp dahinter folgten Fola Olaoye (Nigeria; 6,60 sec) und der Kölner Joshua Hartmann (6,62 sec).

Hallenweltmeister Jeremiah Azu sprintet über 60 Meter allen davon

„Ich komme sehr gern nach Düsseldorf, es ist mein Lieblings-Hallenmeeting. Wenn ich gesund bin, werde ich hier immer gute Zeiten laufen. Es fühlt sich großartig an, wieder auf der Bahn zu sein, in Topform zu sein und schnell zu laufen“, sagte der Brite nach seinem zweiten Sieg im PSD BANK DOME. Yannick Wolf nahm Platz zwei als Motivation für noch größere Ziele: „Das Finale war viel besser als der Vorlauf. Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass ich die 6,60-Sekunden-Marke nicht geknackt habe, aber ich denke, dass ich sie in dieser Saison noch schaffen werde. Die Atmosphäre war heute unglaublich. Wenn alles dunkel wird und die Scheinwerfer auf dich gerichtet sind, ist das einfach großartig.“

Auch bei den Frauen machte die Top-Favoritin das Rennen. Jonielle Smith (Jamaika) lief bei ihrem ISTAF-Debüt mit 7,15 Sekunden zum Sieg. Über Platz zwei entschied eine Hundertstel. Den sicherte sich Jolina Ernst (TV Wattenscheid) mit neuer Bestzeit von 7,30 Sekunden vor Geraldine Di Tizio Frey (Schweiz; 7,31 sec) und der Staffel-WM-Dritten Sina Mayer (LAZ Zweibrücken; 7,35 sec). „Das ist meine erste Hallensaison in Europa, und ich finde es toll. Ich hatte das Gefühl, noch eine schnellere Zeit in den Beinen zu haben“, sagte die Staffel-Weltmeisterin von 2019. „Das war mein erster Start beim ISTAF INDOOR. Ich bin ganz entspannt ins Rennen gegangen und hatte mir vorgenommen, ein gutes Rennen zu laufen. Aber mit einer Bestleistung hätte ich nicht gerechnet, die Atmosphäre hat mich ins Ziel getragen“, so die Wattenscheiderin nach ihrem schnellen Debüt.

Evonne Britton aus Ghana stellt über 60 Meter Hürden Landesrekord auf

„Dankeschön Düsseldorf!“, jubelte Evonne Britton am Hallenmikrofon nach ihrem Sieg über 60 Meter Hürden. Mit 7,99 Sekunden blieb sie als erste Sprinterin aus Ghana unter der Acht-Sekunden-Marke. In einem spannenden Finale hatte die 34-Jährige damit knapp die Nase vorn. Es folgten in einem Wimpernschlagfinale Reetta Hurske (Finnland; 8,02 sec) und Vorjahressiegerin Rosina Schneider (TV Sulz), die ihre Saisonbestzeit auf 8,06 Sekunden verbesserte. Die Plätze vier und fünf gingen an das Leverkusener Duo Marlene Meier (8,11 sec) und Franziska Schuster (8,14 sec). „Die Atmosphäre heute war unglaublich! Meine Familie und Freunde waren auch da, was mich noch glücklicher gemacht hat. Ich bin sehr zufrieden mit dem dritten Platz, aber ich weiß auch, dass ich mich technisch noch verbessern kann und dass ich in den nächsten Rennen definitiv noch Luft nach oben habe“, sagte Rosina Schneider.

Eine Weltklassezeit legte Enrique Llopis über 60 Meter Hürden hin. Der Olympia-Vierte aus Spanien stürmte im Finale mit 7,50 Sekunden zum Sieg. Seinen eigenen Landesrekord verpasste er nur um zwei Hundertstelsekunden. Den „spanischen Doppelpack“ machte Asier Martinez in Düsseldorf perfekt. Der Europameister von 2022 folgte in 7,59 Sekunden. Als bester deutscher Hürdensprinter schaffte es Tim Eikermann (TSV Bayer 04 Leverkusen) in 8,00 Sekunden auf Rang sechs. Im Vorlauf war der Leverkusener mit 7,91 Sekunden noch etwas schneller unterwegs gewesen.

„Für Januar ist diese Zeit ausgezeichnet. Ich liebe dieses Meeting, es ist fantastisch. Ich bin hier schon einmal gelaufen und hoffe, wiederkommen zu können. Bis zum Ende der Hallensaison möchte ich einen neuen spanischen Rekord erzielen“, erzählte Triumphator Enrique Llopis. Auch Tim Eikermann war nicht unzufrieden. „Das Rennen hat riesigen Spaß gemacht. Ich habe seit zweieinhalb Wochen mit Fuß- und Wadenproblemen zu kämpfen. Leider haben sie sich vor dem Finale stärker bemerkbar gemacht, als ich gehofft hatte. Aber die Veranstaltung ist großartig! Es hat mir viel Spaß gemacht, hier im Finale dabei zu sein.“

Menno Vloon entscheidet packenden Stabhochsprung-Wettkampf für sich

Die Stabhochspringer faszinierten einmal mehr die Fans in Düsseldorf mit ihrem athletischen wie technischen Fähigkeiten. Bester Höhenjäger war Menno Vloon. Der Niederländer katapultierte sich zu pushenden Techno-Beats über 5,80 Meter. Da konnte auch der zweimalige Weltmeister Sam Kendricks (USA) nicht folgen. Ihm blieb mit 5,70 Metern Rang zwei. Die Lokalmatadoren Torben Blech (TSV Bayer 04 Leverkusen; 5,55 m) und Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics; 5,45 m) landeten auf den Plätzen vier und sieben.

Im Para-Sprint über 60 Meter der Klasse T62/64 (unterschenkelamputierte Athleten) zündete der Brite Jonnie Peacock auf der zweiten Streckenhälfte den Turbo. Der Paralympics-Sieger von 2012 und 2016 zog kurz vor dem Ziel des 60-Meter-Rennens am Paralympics-Champion von 2024, Sherman Guity-Guity (Costa Rica), vorbei und jubelte nach 7,15 Sekunden über seinen ersten Sieg beim ISTAF INDOOR. Guity-Guity folgte acht Hundertstel dahinter. Rang drei sicherte sich 400-Meter-Spezialist Johannes Floors (TSV Bayer 04 Leverkusen) mit 7,40 Sekunden. „Das war mein erstes Rennen auf professionellem Niveau seit fünf Jahren. Die Stimmung war super und ich bin dankbar, dass mich das ISTAF eingeladen hat. Die Veranstalter leisten Großartiges für den Para-Sport. Es wäre toll, wenn ich im Sommer beim ISTAF im Olympiastadion laufen könnte“, jubelte Jonnie Peacock nach seinem Sprint-Coup.

Unter die 7600 Zuschauer im PSD BANK DOME mischte sich auch Hendrik Wüst (CDU). Der NRW-Ministerpräsident ehrte nicht nur die besten NRW-Jugendleichtathleten 2025, sondern warb auch für die Olympia-Bewerbung „KölnRheinRuhr“ für die Jahre 2036, 2040 oder 2044. Wie begeisterungsfähig die Sport-Fans in Nordrhein-Westfalen sind, bewiesen die Zuschauer am Samstagabend im PSD BANK DOME in beeindruckender Manier.

„Vielen Dank an die 7600 Fans hier in Düsseldorf. Die besondere Atmosphäre beim ISTAF INDOOR ist von den Tribünen auf die Athletinnen und Athleten übergesprungen und hat sie wieder motiviert. So haben wir für diesen frühen Saisonzeitpunkt zahlreiche tolle Leistungen gesehen. Es war mal wieder eine runde Veranstaltung und wir freuen uns, auch in den nächsten mindestens drei Jahren mit dem ISTAF INDOOR nach Düsseldorf in den PSD BANK DOME zu kommen“, zog Meetingdirektor Martin Seeber Bilanz.

Weitere positive Neuigkeiten gab es bereits im Vorfeld des ISTAF INDOOR. Das Leichtathletik-Spektakel wird auch in den kommenden drei Jahren im PSD BANK DOME stattfinden und damit ein wichtiger Fixpunkt sowohl im Düsseldorfer Sportkalender als auch in der Hallensaison für nationale und internationale Stars bleiben. „Das ISTAF INDOOR hat sich in unserer Stadt etabliert. Deswegen ist die Verlängerung um drei Jahre bis 2029 ein absolut logischer und erfreulicher Schritt“, sagte Düsseldorfs Stadtdirektor Burkhard Hintzsche.

Nächstes ISTAF INDOOR Düsseldorf steigt am 13. Februar 2027

Wer das nächste Leichtathletik-Spektakel im PSD BANK DOME live verfolgen will, kann sich schon jetzt die besten Tickets sichern. Das ISTAF INDOOR Düsseldorf geht im kommenden Jahr am 13. Februar 2027 über die Bühne. Schon in knapp sechs Wochen steht das ISTAF INDOOR in der UBER ARENA in Berlin auf dem Programm.

Tickets sind erhältlich unter www.istaf-indoor.de

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