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26
01
2026

KZ Auschwitz - Birkenau - Foto: Wikipedia-Commons-

27. Januar – Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

By GRR 0

Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (International Holocaust Remembrance Day) am 27. Januar wurde im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen zum Gedenken an den Holocaust und den 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eingeführt. 

Der Tag, der auf den Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im Jahr 1945 verweist, wurde vor der UNO-Proklamation unter anderem bereits in Großbritannien und Deutschland (Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, seit 1996) als Gedenktag begangen.

Am 18. Oktober 2002 beschlossen die Bildungsminister der im Europarat vertretenen Staaten einen Tag des Gedenkens an den Holocaust und der Verhütung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzuführen, wobei den Mitgliedsstaaten die Wahl des Tages überlassen blieb.

Auschwitz „Arbeit macht frei“ – Eingangstor – Foto: Horst Milde

Der 27. Januar wurde von den meisten Staaten, darunter Deutschland und der Schweiz, ausgewählt. Im Zusammenhang mit dem Gedenktag sollen im Schulunterricht Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und speziell der Holocaust thematisiert werden

Auschwitz – Eingangsturm – Foto: Horst Milde 

Nachdem die Generalversammlung der Vereinten Nationen bereits mit ihrer 28. Sondersitzung am 24. Januar 2005 des 60. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager gedacht hatte,[erklärte sie den 27. Januar während ihrer 42. Plenarsitzung am 1. November 2005 durch ihre Resolution 60/7 zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts.

Seit 2006 wird er weltweit begangen. (Quelle: Wikipedia)

Am 27. Januar 2026  jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die ukrainische Armee zum 81. Mal. Allein in Auschwitz ermordeten die Nationalsozialisten zwischen 1940 und 1945 mehr als eine Million Menschen.

Die meisten von ihnen waren Jüdinnen und Juden, aber auch mehr als 21.000 Sinti*zze und Roma*nia kamen dort um. Unter den Nazis galten Sinti und Roma ähnlich wie Juden als rassisch minderwertig.

Sie wurden systematisch erfasst, zu schwerster Arbeit oder medizinischen Experimenten gezwungen sowie in Konzentrationslager deportiert. In ganz Europa starben nach vorsichtigen Schätzungen mehrere hunderttausend Sinti und Roma an den Verfolgungsmaßnahmen des NS-Systems. Nur wenige haben den unmenschlichen Terror überlebt.

Die Befreiung des NS-Vernichtungslager Auschwitz ist der Anlass, in Anteilnahme und Respekt der Menschen zu gedenken, die auf Grund ihres Glaubens, ihrer Herkunft, ihrer Behinderung, ihrer politischen Überzeugung oder ihrer sexuellen Orientierung vom nationalsozialistischen Terrorregime und von deutschen Bürgerinnen und Bürgern ausgegrenzt, entwürdigt, verfolgt und ermordet wurden.

„Das, was innerhalb der Strukturen des deutschen Gesellschaft im Nationalsozialismus getan oder unterlassen wurde, darf sich niemals wiederholen. Wir sagen: ‚Nie wieder!‘. Hierfür müssen wir mit allen Kräften sorgen und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

Aus der Geschichte lernen heißt, heute zu handeln.

Mit großer Anteilnahme denken wir heute an die  Menschen die wegen ihres Glaubens, ihrer Herkunft, ihrer politischen Überzeugung oder aufgrund ihrer sexuellen Orientierung aus der deutschen Gesellschaft ausgeschlossen wurden.

Aus der Gesellschaft ausgestoßen, dem Terror preisgegeben, ihrer Bürgerrechte beraubt, führte viele ihr Leidensweg in die Vernichtungslager der Nazis.

,Nie wieder‘ – das ist die Botschaft der Überlebenden an die Nachgeborenen.

Horst Milde – mit Material der dsj

 

 

 

author: GRR