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08
01
2026

Kunstfabrik Schlot - Logo: Schlot

14. Berliner Läufer:innentreffen: Mittwoch, dem 14. Januar 2026 um 19.00 Uhr in der Kunstfabrik „SCHLOT“ – Horst Milde berichtet

By GRR 0

 14. Berliner Läufer:innentreffen: Mittwoch, dem 14. Januar 2026 um 19.00 Uhr (Einlass 18.00 Uhr) in der „Kunstfabrik Schlot“, in den Edison Höfen – Invalidenstraße 117 (Zugang auch über Schlegelstraße 26) – 10115 Berlin, – Berlin-Mitte – U Bahnhof „Naturkundemuseum.“ – 450 m Fussweg –  info@kunstfabrik-schlot.de | +49 30 4482160

Das traditionelle Berliner Läufer:innentreffen* (vereinsübergreifend) geht in sein 14. Jahr und findet traditionell weiterhin in der Kunstfabrik und dem Jazzlokal „Schlot“ statt.

Hausherr ist Marathonläufer und AIMS/World Athletics A-grade Streckenvernesser John Kunkeler. Eingeladen sind alle Läuferinnen und Läufer und natürlich auch alle anderen am Laufsport Iund der Leichtathletik Interessierten. Der Eintritt ist frei.

John Kunkeler, Marathonläufer und Chef des Schlot, lädt zum Läufer:innentreffen ein – Foto: Horst Milde

Das Hauptthema war beim letzten Treffen der Rückblick auf das grosse Jubiläumsjahr 2024 mit „60 Jahre Berliner Cross-Country-Lauf“, „50 Jahre BERLIN-MARATHON“, „40 Jahre Berliner Halbmarathon“, „40 Jahre Berliner Frauenlauf“und „40 Jahre Berliner 10 km Lauf  im Tiergarten/später Kurfürstendamm“.

In diesem Jahr wird der Hauptreferent des Abends der renommierte Journalist Michael Reinsch sein, der jahrzehntelang  profiliertester und anerkannter Fachmann für Sport, Leichtathletik und Laufsport bei der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG (FAZ) war.

Das Thema lautet: „Sportjournalismus vor und hinter den Kulissen“.

Im Gespräch mit John Kunkeler und mit den Gästen wird es spannende und interessante Einsichten und Geschichten aus der Sportwelt geben.

Michael Reinsch – hier als Journalist den „25 km de Berlin“ im Berliner Olympiastadion – Foto: Horst Milde 

Das Berliner Läufer:innentreffen ist aber hauptsächlich ein Kommunikationstreffpunkt der Berliner Lauf-und Leichtathletik-Community ausserhalb des Wettkampfes und des Trainings, um sich auszutauschen, zu erinnern und evtl. gemeinsam Pläne für die Zukunft zu schmieden mit und ohne Laufen.

Die Zuhörer:innen im Schlot – Foto: Horst-Dieter Bellack

Der vorgesehene Ablauf:

18.00 Uhr Einlass in den Schlot

a) 19.00 Uhr Beginn Begrüßung und Vorstellung des Programms durch John Kunkeler.

Zur Vorgeschichte und Entstehung des Berliner Läufer:innentreffens:

Im Januar 2012 trafen sich im Steglitzer „GoGärtchen“ auf Initiative von Heinz Jürgen Mittmann 20 Berliner Läufer und Läuferinnen. Das war schon ungewöhnlich und ein Ereignis an sich. Natürlich waren zum größten Teil Marathonläufer verschiedener Vereine erschienen, die sich viel zu erzählen hatten. Diese Idee des Treffens fand bei allen soviel Anklang und Zustimmung, daß danach gleich der nächste Termin mit einem Treffen im Sportmuseum Berlin – AIMS MARATHONEUM – am 2. Mai 2012 vereinbart wurde*.

Am 16. Januar 2013 traf man sich um 19.00 Uhr zum ersten Mal in der „Kunstfabrik Schlot“, dem Jazzclub in der Invalidenstraße 117 (Edisonhöfe) in Berlin Mitte zum 3. Berliner Läufertreffen.
Am 15. Januar 2014 sprach „Charly“ Schöttler (LG Nord) – beim 4. Berliner Läufertreffen – über die Anfänge einer Alt-Berliner Laufinstitution, die „Sägerserie“ im Tegeler Forst, Roland Winkler gab einige Einblicke in Laufveranstaltungen im damaligen (Ost-)Berlin. Mit Burkhard Swara, Eva-Maria Lehmann und Wolfram Weber waren auch ehemalige Berliner Läufer aus Westdeutschland angereist, um die alten Läuferkollegen von früher wieder mal treffen, Peter Greif hatte leider abgesagt.

Eine besondere Einladung an die Berliner Läuferinnen und Läufer sprach der Staatssekretär Dr. Michael Schneider von der Landesvertretung Sachsen-Anhalt in Berlin aus. Ehrengast des Berliner Läufertreffens war Hans Grodotzki, wohnhaft in Potsdam, der Silbermedaillengewinner über 5.000m und 10.000 m der Olympischen Spiele von Rom 1960, ein bisher in Deutschland unerreichteter olympischer Erfolg. Hans Grodotzki war Mitglied der Gesamtdeutschen Olympiamannschaft und konnte vieles aus dieser Zeit den atemlos zuhörenden Besuchern erzählen, von den Ausscheidungen für die Spiele im Ausland bis zum Verhältnis der Aktiven untereinander zu dieser Zeit. Ein Achillessehnenriß beendete seine erfolgreiche Laufbahn zu früh, laufen kann er bis heute deswegen nicht, aber Fußballspielen!

Heinz Uth interviewte Dr. Sigrid Lomsky, die als Ultraläuferin von ihm auch trainiert wurde. Besonders begrüßt wurden die Berlin-Marathon Sieger Günter Hallas (1974) von der LG Nord, das Ehepaar Christin und Ralf Bochröder (Sieger und Siegerin 1975), Angelika Brand (1977) und der Dreifach-Sieger Ingo Sensburg (NSF) (1976, 1979 und 1980), aber auch die Organisatoren des Berlin-Marathon, die durch ihren ehrenamtlichen Einsatz den Erfolg des Laufes erarbeiteten wie Dr. Willi Heepe (Medical Director), Helge Ibert (Streckenauswahl und Vermessung) und Heinz Uth.

Christoph Kopp, Race Director von „Berlin läuft …“ und auch vorher schon aktiv beim Berlin-Marathon, spendierte im Namen von „Berlin läuft…“ eine Stubenlage. Dr. Ronald Musil von der LG Mauerweg e.V. Berlin erinnerte an den Dritten 100 Meilenlauf Berlin am 16./17. August 2014 auf dem ehemaligen Grenzstreifen.

Der Aufruf Erinnerungsstücke und Laufsouvenirs für das Sportmuseum Berlin mitzubringen hatte eine ziemlich große Resonanz. Eva-Maria Lehmann und Burkhart Swara brachten aus ihrer reichhaltigen Sammlung das Originallaufhemd des Siegers des 9. Berlin-Marathon 1982 Domingo Tibaduiza (COL) 2:14:46 mit, das sie ihm damals „abgeschwatzt“ hatten. Das war denn doch die Krönung der bisherigen Sammlungsaktion.

2015 waren die Referenten Dr. Willi Heepe, Urgestein und langjähriger Medical Director des BERLIN-MARATHON, Reinhard Roecher und Wolfgang Weising, Chefredakteur von der Lauf-Fachzeitung LAUFZEIT & CONDITION.

2016 waren als Referenten Hajo Seppelt (ARD), Dr. Willi Heepe und Gerd Steins vom Sportmuseum Berlin – „MARATHONEUM“ eingeladen.

2017 war Prof. Dr. Alexander Weber der Referent mit dem Thema: „Das Deutsche Lauftherapiezentrum (DLZ) und das gesundheitsorientierte Laufen – Vehikel und Katalysator gegen weit verbreiteten Bewegungsmangel und den Folgen“.

2018 hieß das besondere Läufer-Thema: „Laufstil und Lauftechnik – psychologisch betrachtet“! Kurzvorträge zu diesem Thema von den Psychologen Katja Cordts-Sanzenbacher (Berlin) und Prof. Dr. Alexander Weber (Bad Lippspringe).

2019 referierte Prof. Dr. Helmut Winter über: „Eliud Kipchoge beim Berlin Marathon 2018: Wie man einen Weltrekord läuft.“

2023 hatten wir Juri De Oliveira Schlüssel als Referenten eingeladen. Er ist seit 4 Jahren an der Charité in der Sportambulanz beschäftigt. Dort wird jede Altersklasse vom Olympia-Sieger bis hin zum Krebspatienten einer qualitativ hochwertigen Leistungsdiagnostik unterzogen. Er sprach über den Ambulanzalltag und die Vielfalt der Patienten.

2024 kamen mehrere Referenten zu Wort: John Kunkeler, Hausherr und AIMS/World Athletics A-grade Vermesser sprach über seine interessanten Vermessungen, die er weltweit durchführt. Aber auch über die „heißen“ tagesaktuellen Probleme der Vermesser innerhalb des DLV-Bereiches: „Der Streik der deutschen Lauf-Vermesser“.
Als Gast konnten wir Juliane Weymann begrüßen, die ihr Thema so betitelte: „Wenn Laufen die Welt verändert: Ein Marathon in Liberia und weitere Laufgeschichten …“

Die Stadt Berlin und der BERLIN-MARATHON haben in einer festlichen Zeremonie am 1.11.2023 im Roten Rathaus die „Heritage Plaque“ des Leichtathletik-Weltverbandes “World Athletics“ (WA) verliehen bekommen. Über diese einmalige Auszeichnung für Berlin und den BERLIN-MARATHON sprach Horst Milde, als Gründer des BERLIN-MARATHON. …und … die BUCH-Vorstellung von Gerd Steins: „50 Jahre BERLIN-MARATHON“ schloss sich an.

2025 Das Hauptthema war beim letzten Treffen der Rückblick auf das Jubiläumsjahr 2024 – wie schon oben erläutert. Die anwesenden Sieger:in des Berlin-Marathon von 1974 Günter Hallas und Jutta von Haase wurden aufs Podium gebeten und entsprechend gefeiert. Dazu gehörte auch Wilfried Köhnke – der Berlin-Marathon-„Finisher Rekordler“ (49 erfolgreiche Teilnahmen) – und Peter Bartel, der die noch lebenden „Finisher“ des 1974er Berlin-Marathon ausfindig machte. Horst-Dieter Bellack, traditionell als Fotograf dabei, platziertde im Hintergrund einen Teil seiner vielen Läuferfotos.

Gerd Steins, Präsident vom Forum für Sportgeschichte Berlin vom AIMS-„Marathoneum“ hielt einen Power-Point Vortrag zum Thema: Mythos „MARATHON“ vor 1894.

Ehrungen beim Läufertreffen:

Zu den Geehrten, die über Jahrzehnte ehrenamtlich sich erfolgreich für die Entwicklung des Laufsports in dieser Stadt engagierten gehörten Dr. med Willi Heepe, als Marathon-Arzt und John Kunkeler als Organisator und Streckenvermesser mit IAAF/AIMS (A-grade) Status.

Dann Jürgen Friede vom Weißenseer SV „Rot Weiß“ (Organisator) und Christoph Kopp – langjähriger Trainer und Elite-Athleten Verpflichter des Berlin-Marathon.

Geehrt wurden auch beim Läuferforum Karl-Heinz Flucke (TusLi/LG Süd), Organisator und jahrzehntelang tätig beim BLV und DLV, Roland Winkler, Organisator im nationalen und internationalen Bereich und Streckenvermesser und das Ehepaar Günter und Margret Schulz, die jahrzehntelange Werber im Ausland (Kopenhagen) für den BERLIN-MARATHON waren, sowie beim BLV als Kampfrichter und Sportabzeichen Prüfer tätig waren.

Es würde uns freuen viele Läuferinnen und Läufer – und Gäste – am 14. Januar 2026 im Schlot begrüßen zu können.

Horst Milde und John Kunkeler

*Im Jahr 2012 fanden zwei Berliner Läufertreffen statt.

YouTube-Video von Prof. Helmut Winter mit Horst Milde über die Historie des BERLIN-MARATHON (1974) und des Crosslaufes am Teufelsberg (1964): https://www.youtube.com/watch?v=sEGve18Drf8

author: GRR